Mindenerin leblos aus der Weser geborgen: Ehemann räumt Tötung ein Stefan Koch,Malina Reckordt Minden. Den sonnigen Morgen des Fronleichnamstages nutzten viele zu einem Ausflug entlang der Weser. Doch schon am Ufer der Schlagde bot sich ein ungewöhnliches Bild: Absperrbänder der Polizei flatterten auf einer Länge von 100 Meter im Wind, sodass Radler und Fußgänger ihre gewohnte Strecke umfahren mussten. Weitere 500 Meter stromab flackerte dann Blaulicht mehrerer Einsatzfahrzeuge am Grün des Ufers. Einsatzkräfte tauchten aus dem Gebüsch auf, zogen Gummihandschuhe aus. Ein Schlauchboot zog derweil vor den Buhnen der Weser seine Kreise. Ansonsten herrschte Stille. „Hier können sie jetzt nicht durch“, beschieden Polizeibeamte den verwunderten Radtouristen, die in immer größerer Zahl im Verlauf des Morgens am Einsatzort eintrafen und nicht vorbeifahren konnten. Die Beamten stellten deshalb einen Streifenwagen quer auf den Radweg und leiteten die Ausflügler um. Worum es ging? „Dazu können wir nichts sagen“, hieß es auf neugierige Fragen. Traurige Gewissheit ist, dass die vermisste 22-jährige Mindenerin nicht mehr lebt. Sie wurde am Donnerstagmorgen leblos aus der Weser geborgen. Bei der anschließenden Obduktion haben Rechtsmediziner Hinweise auf einen gewaltsamen Tode der Mindenerin feststellen können, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld am Freitag mit. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Untersuchung sei von einer todesursächlichen Gewalteinwirkung gegen den Hals der Frau auszugehen. Im Rahmen der Ermittlungen war der 42-jährige Ehemann der Verstorbenen in den engeren Fokus der Beamten geraten. Während seiner Vernehmung räumte er die Tötung seiner Frau schließlich ein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld führten Kriminalbeamte am Freitagmittag den Tatverdächtigen beim Amtsgericht Bielefeld dem Haftrichter vor. Dieser ordnete für ihn die Untersuchungshaft wegen Totschlags an. Die Hintergründe zu diesem Verbrechen sind weiterhin Bestandteil der andauernden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Mordkommission "Zobel". Hinweis: Aus Rücksicht vor den Angehörigen ist die Kommentarfunktion deaktiviert.

Mindenerin leblos aus der Weser geborgen: Ehemann räumt Tötung ein

Eine 22-jährige Mindenerin ist am Donnerstag tot in der Weser gefunden. © Stefan Koch

Minden. Den sonnigen Morgen des Fronleichnamstages nutzten viele zu einem Ausflug entlang der Weser. Doch schon am Ufer der Schlagde bot sich ein ungewöhnliches Bild: Absperrbänder der Polizei flatterten auf einer Länge von 100 Meter im Wind, sodass Radler und Fußgänger ihre gewohnte Strecke umfahren mussten. Weitere 500 Meter stromab flackerte dann Blaulicht mehrerer Einsatzfahrzeuge am Grün des Ufers. Einsatzkräfte tauchten aus dem Gebüsch auf, zogen Gummihandschuhe aus. Ein Schlauchboot zog derweil vor den Buhnen der Weser seine Kreise. Ansonsten herrschte Stille. „Hier können sie jetzt nicht durch“, beschieden Polizeibeamte den verwunderten Radtouristen, die in immer größerer Zahl im Verlauf des Morgens am Einsatzort eintrafen und nicht vorbeifahren konnten. Die Beamten stellten deshalb einen Streifenwagen quer auf den Radweg und leiteten die Ausflügler um. Worum es ging? „Dazu können wir nichts sagen“, hieß es auf neugierige Fragen.

Traurige Gewissheit ist, dass die vermisste 22-jährige Mindenerin nicht mehr lebt. Sie wurde am Donnerstagmorgen leblos aus der Weser geborgen. Bei der anschließenden Obduktion haben Rechtsmediziner Hinweise auf einen gewaltsamen Tode der Mindenerin feststellen können, teilen Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld am Freitag mit. Nach dem vorläufigen Ergebnis der Untersuchung sei von einer todesursächlichen Gewalteinwirkung gegen den Hals der Frau auszugehen.

Im Rahmen der Ermittlungen war der 42-jährige Ehemann der Verstorbenen in den engeren Fokus der Beamten geraten. Während seiner Vernehmung räumte er die Tötung seiner Frau schließlich ein. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld führten Kriminalbeamte am Freitagmittag den Tatverdächtigen beim Amtsgericht Bielefeld dem Haftrichter vor. Dieser ordnete für ihn die Untersuchungshaft wegen Totschlags an. Die Hintergründe zu diesem Verbrechen sind weiterhin Bestandteil der andauernden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bielefeld und der Mordkommission "Zobel".


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