Mindener „Parsifal“ kommt 2023 auf die Bühne Ursula Koch Minden. Alle drei Jahre eine Wagner-Premiere in Minden – daran hat sich das Opern-Publikum gewöhnt. Die komplette Aufführung des Ring-Zyklus war 2019 zu sehen – folgerichtig müsste die nächste Premiere eigentlich 2022 folgen. Daraus wird nichts, weil das Theater umgebaut wird, aber: „Wir planen Parsifal für September 2023“, sagten Theaterintendantin Andrea Krauledat und Dr. Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Mindener Wagner-Verbandes. Das sei so mit dem Mindener Verwaltungsvorstand und der Nordwestdeutschen Philharmonie verabredet und auch die Mitglieder des Wagner-Verbandes haben sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen. „2023/24 beginnt nach Corona und zwei wegen der notwendigen Sanierung verkürzten Spielzeiten unsere erste ’normale’ Spielzeit. Dafür ist das ein schöner Start“, sagt Krauledat. Dann möchte sie die Oper wieder in allen Abos in einem „richtig gut ausgestatteten Theater“ anbieten. Seit 2002 bringen die drei Partner gemeinsam etwa im Drei-Jahres-Rhythmus Wagner-Opern auf die Mindener Bühne und haben damit bundesweit Aufsehen erregt. Jedes Mal wurde ein neuer Regisseur engagiert, darunter der gebürtige Mindener Holger Müller-Brandes, Keith Warner oder Matthias von Stegmann. Auch das Ensemble setzt sich jedes Mal neu zusammen, mit einigen wiederkehrenden Namen. Mit dem „Fliegenden Holländer“ ging es zunächst chronologisch durch die Opern des Komponisten, mit Ausnahme von „Tristan und Isolde“. Diese Oper hatten die Mindener vorgezogen, weil sie Respekt vor dem Mammutprojekt mit der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ hatten. In der Chronologie wären jetzt eigentlich die „Meistersinger von Nürnberg“ an der Reihe, doch das halten beide wegen der Größe der Chöre derzeit in Minden für nicht durchführbar. Darum also „Parsifal“, Wagners letzte Oper, die er selber als Bühnenweihfestspiel bezeichnete. Fest steht bereits, dass Frank Beermann wieder dirigieren wird. Regisseur und Sängerensemble sind dagegen noch offen. „Es soll ein Neustart werden, mit einem neuen Regisseur und jungen, erfolgreichen Sängern“, sagt Jutta Hering-Winckler. Wie in der Vergangenheit sei auch das neue Projekt nicht nur auf Spenden sondern auch auf öffentliche Fördermittel angewiesen. In der Vergangenheit war Minden von der Kunststiftung NRW und dem Landes-Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt worden. Dort habe sie für Parsifal noch keinen Antrag gestellt, weil das Konzept noch nicht steht, berichtet Hering-Winckler. Das könne erst entstehen, wenn der Regisseur feststehe. „Warum sollten wir das Pferd wechseln, wenn Wagner in Minden ein solcher Erfolg ist“, bekräftigt Andrea Krauledat die Entscheidung für ein weiteres Wagner-Werk.

Mindener „Parsifal“ kommt 2023 auf die Bühne

Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Wagner-Verbandes Minden, und Theaterintendantin Andrea Krauledat freuen sich auf die nächste Wagner-Premiere mit „Parsifal“ im September 2023. MT-Foto: Ursula Koch © Ursula Koch

Minden. Alle drei Jahre eine Wagner-Premiere in Minden – daran hat sich das Opern-Publikum gewöhnt. Die komplette Aufführung des Ring-Zyklus war 2019 zu sehen – folgerichtig müsste die nächste Premiere eigentlich 2022 folgen. Daraus wird nichts, weil das Theater umgebaut wird, aber: „Wir planen Parsifal für September 2023“, sagten Theaterintendantin Andrea Krauledat und Dr. Jutta Hering-Winckler, Vorsitzende des Mindener Wagner-Verbandes. Das sei so mit dem Mindener Verwaltungsvorstand und der Nordwestdeutschen Philharmonie verabredet und auch die Mitglieder des Wagner-Verbandes haben sich einstimmig für das Projekt ausgesprochen.

„2023/24 beginnt nach Corona und zwei wegen der notwendigen Sanierung verkürzten Spielzeiten unsere erste ’normale’ Spielzeit. Dafür ist das ein schöner Start“, sagt Krauledat. Dann möchte sie die Oper wieder in allen Abos in einem „richtig gut ausgestatteten Theater“ anbieten.

Seit 2002 bringen die drei Partner gemeinsam etwa im Drei-Jahres-Rhythmus Wagner-Opern auf die Mindener Bühne und haben damit bundesweit Aufsehen erregt. Jedes Mal wurde ein neuer Regisseur engagiert, darunter der gebürtige Mindener Holger Müller-Brandes, Keith Warner oder Matthias von Stegmann. Auch das Ensemble setzt sich jedes Mal neu zusammen, mit einigen wiederkehrenden Namen. Mit dem „Fliegenden Holländer“ ging es zunächst chronologisch durch die Opern des Komponisten, mit Ausnahme von „Tristan und Isolde“. Diese Oper hatten die Mindener vorgezogen, weil sie Respekt vor dem Mammutprojekt mit der Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ hatten. In der Chronologie wären jetzt eigentlich die „Meistersinger von Nürnberg“ an der Reihe, doch das halten beide wegen der Größe der Chöre derzeit in Minden für nicht durchführbar.


Darum also „Parsifal“, Wagners letzte Oper, die er selber als Bühnenweihfestspiel bezeichnete. Fest steht bereits, dass Frank Beermann wieder dirigieren wird. Regisseur und Sängerensemble sind dagegen noch offen. „Es soll ein Neustart werden, mit einem neuen Regisseur und jungen, erfolgreichen Sängern“, sagt Jutta Hering-Winckler.

Wie in der Vergangenheit sei auch das neue Projekt nicht nur auf Spenden sondern auch auf öffentliche Fördermittel angewiesen. In der Vergangenheit war Minden von der Kunststiftung NRW und dem Landes-Ministerium für Kultur und Wissenschaft unterstützt worden. Dort habe sie für Parsifal noch keinen Antrag gestellt, weil das Konzept noch nicht steht, berichtet Hering-Winckler. Das könne erst entstehen, wenn der Regisseur feststehe.

„Warum sollten wir das Pferd wechseln, wenn Wagner in Minden ein solcher Erfolg ist“, bekräftigt Andrea Krauledat die Entscheidung für ein weiteres Wagner-Werk.

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