Mindener Liedermacher Andreas Schöneberg verarbeitet Eindrücke aus Flüchtlingslager in neuem Song Christine Riechmann Minden. Mit einem Bulli voller Hilfsgütern war Andreas Schöneberg Anfang März nach Lesbos aufgebrochen. Dort, im Flüchtlingslager in Moria, wollte der Mindener Musiker gemeinsam mit zwei Freunden den tristen Alltag der Kinder verschönern. Zurück kam er mit unzähligen Eindrücken, die er vor Ort gesammelt hatte. Besonders die unzumutbaren Lebensbedingungen konnte und wollte er nicht vergessen. Die Bilder der Reise hat der Mindener Songwriter in seiner neuen Single „Something New“ verarbeitet. „Ich musste irgendwo mit den Eindrücken in meinem Kopf hin“, beschreibt der Musiker seinen Zustand in der zweiwöchigen Quarantäne, die sich der Reise anschloss und seine Motivation, die ersten Zeilen zu schreiben. Die Zuversicht, dass man mit der Corona-Krise im wohlhabenden Deutschland wohl klar kommen würde, prallte auf die Sorge um die Geflüchteten in dem Lager. „This is not the end, this is just a break“ heißt es im Songtext. Keine Panik, es ist für uns nicht das Ende, es ist nur eine Pause. Von allem. „But what is it for them?“ Aber was bedeutet das alles für diejenigen, die sowieso schon seit Jahren von Europa vergessen werden, fragt Herr Schoen in seinem Lied. Trotz der zum Teil sehr direkten Worte: „Something New“ soll keine Anklage sein. Der Song drückt zunächst einmal viel Bewunderung aus für den Optimismus der Geflüchteten in Moria. Vor allem die Mitglieder der von Geflüchteten ins Leben gerufenen Organisation „Wave of Hope“ haben bei Herrn Schoen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Song wolle aber auch dazu aufrufen, nicht die Augen vor der Not und den Herausforderungen der Zukunft zu verschließen. „Denn am Ende leben wir alle auf einem gemeinsamen Planeten und können daher auch nur gemeinsam eine echte Zukunft bauen.“ Produziert und gemastert wurde „Something New“ von dem Berliner Ole „Shibby“ Kuhlmann, der dem Song eine gehörige Portion Frische und ordentlich Druck verpasst hat. Die Single ist bei allen einschlägigen Online-Anbietern zu streamen.

Mindener Liedermacher Andreas Schöneberg verarbeitet Eindrücke aus Flüchtlingslager in neuem Song

Minden. Mit einem Bulli voller Hilfsgütern war Andreas Schöneberg Anfang März nach Lesbos aufgebrochen. Dort, im Flüchtlingslager in Moria, wollte der Mindener Musiker gemeinsam mit zwei Freunden den tristen Alltag der Kinder verschönern. Zurück kam er mit unzähligen Eindrücken, die er vor Ort gesammelt hatte. Besonders die unzumutbaren Lebensbedingungen konnte und wollte er nicht vergessen. Die Bilder der Reise hat der Mindener Songwriter in seiner neuen Single „Something New“ verarbeitet.

Herr Schoen auf der Bühne. MT- - © Foto: Archiv
Herr Schoen auf der Bühne. MT- - © Foto: Archiv

„Ich musste irgendwo mit den Eindrücken in meinem Kopf hin“, beschreibt der Musiker seinen Zustand in der zweiwöchigen Quarantäne, die sich der Reise anschloss und seine Motivation, die ersten Zeilen zu schreiben.

Die Zuversicht, dass man mit der Corona-Krise im wohlhabenden Deutschland wohl klar kommen würde, prallte auf die Sorge um die Geflüchteten in dem Lager. „This is not the end, this is just a break“ heißt es im Songtext. Keine Panik, es ist für uns nicht das Ende, es ist nur eine Pause. Von allem. „But what is it for them?“ Aber was bedeutet das alles für diejenigen, die sowieso schon seit Jahren von Europa vergessen werden, fragt Herr Schoen in seinem Lied.

Trotz der zum Teil sehr direkten Worte: „Something New“ soll keine Anklage sein. Der Song drückt zunächst einmal viel Bewunderung aus für den Optimismus der Geflüchteten in Moria. Vor allem die Mitglieder der von Geflüchteten ins Leben gerufenen Organisation „Wave of Hope“ haben bei Herrn Schoen bleibenden Eindruck hinterlassen. Der Song wolle aber auch dazu aufrufen, nicht die Augen vor der Not und den Herausforderungen der Zukunft zu verschließen. „Denn am Ende leben wir alle auf einem gemeinsamen Planeten und können daher auch nur gemeinsam eine echte Zukunft bauen.“

Produziert und gemastert wurde „Something New“ von dem Berliner Ole „Shibby“ Kuhlmann, der dem Song eine gehörige Portion Frische und ordentlich Druck verpasst hat. Die Single ist bei allen einschlägigen Online-Anbietern zu streamen.

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