Thema: Kommunalwahl am 25. Mai in Minden Mindener Kommunalpolitiker sehen sich besonders in Zeiten knapper Kassen gefordert Viel Motivation für ein zeitaufwendiges Ehrenamt Von Carsten Korfesmeyer Minden (mt). Sitzungen in den Abendstunden oder Termine am Wochenende gehören zum Alltag eines Kommunalpolitikers. Was motiviert Menschen, sich in diesen Zeiten politisch zu engagieren? Besonders in dieser Frage liegen die neun Parteienvertreter in der MT-Diskussionsrunde recht nah beieinander. In guten Zeiten Politik zu machen sei einfach, heißt es. Richtig gefordert sei man, sich auch in Zeiten knapper finanzieller Spielräume für die Menschen in Minden einzusetzen.Feierabendpolitiker zu sein stört Ulrich Stadtmann (CDU) und Hartmut Freise (FDP) beispielsweise nicht. Beide stellen aber heraus, dass es manchmal "auch ganz schön anstrengend" sein könne. Besonders die Vertreter der kleineren Parteien sehen sich oft gefordert, weil sie die Aufgaben mit weniger Personal erfüllen müssen. Der Begriff des Allrounders macht die Runde - und dass nicht nur Vertreter des Öffentlichen Dienstes, Rentner, Hausfrauen oder Arbeitslose ausreichend Zeit für die Kommunalpolitik haben sollten, wird ebenfalls unterstrichen.Ein Querschnitt der BevölkerungDie Stadtverordnetenversammlung soll einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren. "Dazu gehören natürlich unter anderem auch Leute aus der Wirtschaft", sagt Michael Jäcke (SPD), der die Bevölkerungsgruppen in seiner Partei ausreichend repräsentiert sieht. Auch die Tatsache, dass viele Mindener Bürger über einen Migrationshintergrund verfügen, könnte bei der Aufstellung der Kandidaten stärker eine Rolle spielen."Fragen Sie mich mal in einem Jahr", antwortet Sven Brandhorst von der Piratenpartei auf die Frage, wie er sich die künftige Arbeit im Stadtrat vorstellt. Als Nachwuchspolitiker wäre er im Falle seiner Wahl erstmals im Stadtrat und: Auch in einer generationenübergreifenden Präsenz der politischen Vertreter liege eine von vielen Chancen, Menschen wieder stärker für die Politik zu begeistern.Wichtig ist allen die konstruktive Zusammenarbeit, von der zwar oft die Rede war, die allerdings häufig auch nicht gelebt wurde. Besonders die kleinen Parteien haben laut Jäcke "den Willen zur Kompromissbereitschaft oft vermissen lassen".Halten die Parteienvertreter Wort, wird die Zusammenarbeit im neuen Stadtparlament zum Wohl der Stadt intensiv gelebt. Ein wichtiges Ziel.
Thema: Kommunalwahl am 25. Mai in Minden

Mindener Kommunalpolitiker sehen sich besonders in Zeiten knapper Kassen gefordert

Minden (mt). Sitzungen in den Abendstunden oder Termine am Wochenende gehören zum Alltag eines Kommunalpolitikers. Was motiviert Menschen, sich in diesen Zeiten politisch zu engagieren?

Hand in Hand wollen die Politiker für Minden gestalten.
Hand in Hand wollen die Politiker für Minden gestalten.

Besonders in dieser Frage liegen die neun Parteienvertreter in der MT-Diskussionsrunde recht nah beieinander. In guten Zeiten Politik zu machen sei einfach, heißt es. Richtig gefordert sei man, sich auch in Zeiten knapper finanzieller Spielräume für die Menschen in Minden einzusetzen.

Feierabendpolitiker zu sein stört Ulrich Stadtmann (CDU) und Hartmut Freise (FDP) beispielsweise nicht. Beide stellen aber heraus, dass es manchmal "auch ganz schön anstrengend" sein könne. Besonders die Vertreter der kleineren Parteien sehen sich oft gefordert, weil sie die Aufgaben mit weniger Personal erfüllen müssen. Der Begriff des Allrounders macht die Runde - und dass nicht nur Vertreter des Öffentlichen Dienstes, Rentner, Hausfrauen oder Arbeitslose ausreichend Zeit für die Kommunalpolitik haben sollten, wird ebenfalls unterstrichen.

Ein Querschnitt der Bevölkerung

Die Stadtverordnetenversammlung soll einen Querschnitt der Bevölkerung repräsentieren. "Dazu gehören natürlich unter anderem auch Leute aus der Wirtschaft", sagt Michael Jäcke (SPD), der die Bevölkerungsgruppen in seiner Partei ausreichend repräsentiert sieht. Auch die Tatsache, dass viele Mindener Bürger über einen Migrationshintergrund verfügen, könnte bei der Aufstellung der Kandidaten stärker eine Rolle spielen.

"Fragen Sie mich mal in einem Jahr", antwortet Sven Brandhorst von der Piratenpartei auf die Frage, wie er sich die künftige Arbeit im Stadtrat vorstellt. Als Nachwuchspolitiker wäre er im Falle seiner Wahl erstmals im Stadtrat und: Auch in einer generationenübergreifenden Präsenz der politischen Vertreter liege eine von vielen Chancen, Menschen wieder stärker für die Politik zu begeistern.

Wichtig ist allen die konstruktive Zusammenarbeit, von der zwar oft die Rede war, die allerdings häufig auch nicht gelebt wurde. Besonders die kleinen Parteien haben laut Jäcke "den Willen zur Kompromissbereitschaft oft vermissen lassen".

Halten die Parteienvertreter Wort, wird die Zusammenarbeit im neuen Stadtparlament zum Wohl der Stadt intensiv gelebt. Ein wichtiges Ziel.

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