Mindener Grüne für Windkraft statt Regioport Horst Idelberger: Projekt sofort stoppen Minden (mt/kra). Während ihres letzten Treffens befasste sich die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Thema Regioport. "Wir sind der Meinung, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um stopp zu sagen", meint Horst Idelberger von den Grünen. Es seien bereits rund sieben Millionen Euro für das Projekt ausgegeben, ohne dass es einen einzigen Spatenstich gegeben hätte."Dieser Betrag ist seit der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 4. Oktober letzten Jahres bekannt", sagt Idelberger weiter. Die bisherigen Planungskosten würden dabei mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen. Für den Rest seien Grundstücke und eine Windkraftanlage erworben worden."Wenn es jetzt eine Finanzierungslücke von 1,4 Millionen Euro gibt, zeigt sich doch ganz klar, wo der Weg hinführt: in ein finanzielles Fass ohne Boden", so Idelberger. Die Grünen seien von Anfang an der Meinung gewesen, dass es sich bei dem Gelände in Päpinghausen um den falschen Standort handelt. Es sei nicht ausreichend nachvollziehbar geprüft worden, ob es zwischen Hille und Berenbusch nicht bessere Standorte gegeben hätte.Glashüttengelände ein möglicher Standort"Eine Möglichkeit wäre das seit über 30 Jahren brachliegende Glashüttengelände an der Friedrich-Wilhelm-Straße gewesen. Hier seien die Anschlüsse an Bahn und Straße wesentlich günstiger, als in Päpinghausen zu verwirklichen.Für das Glashüttengelände seien die Eingriffe in Natur und Landschaft minimal, in Päpinghausen dagegen erheblich. "Das für den Hafen vorgesehene Gewerbegebiet sollte umgehend für Wind- und Sonnenenergienutzung zur Verfügung gestellt werden", sagt Idelberger.Und weiter: "Das Windrad, das jetzt dort schon steht, bringt immerhin jährlich rund 70000 Euro ein. Dies zeigt doch deutlich, wie Gewinne zu machen sind: mit Wind und Sonne. Mit einem Hafen wird es dagegen jahrelang nur Verluste geben."

Mindener Grüne für Windkraft statt Regioport

Minden (mt/kra). Während ihres letzten Treffens befasste sich die Ratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit dem Thema Regioport.

Die Grünen fordern mehr Windräder. - © Foto: pr
Die Grünen fordern mehr Windräder. - © Foto: pr

"Wir sind der Meinung, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um stopp zu sagen", meint Horst Idelberger von den Grünen. Es seien bereits rund sieben Millionen Euro für das Projekt ausgegeben, ohne dass es einen einzigen Spatenstich gegeben hätte.

"Dieser Betrag ist seit der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 4. Oktober letzten Jahres bekannt", sagt Idelberger weiter. Die bisherigen Planungskosten würden dabei mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen. Für den Rest seien Grundstücke und eine Windkraftanlage erworben worden.

"Wenn es jetzt eine Finanzierungslücke von 1,4 Millionen Euro gibt, zeigt sich doch ganz klar, wo der Weg hinführt: in ein finanzielles Fass ohne Boden", so Idelberger. Die Grünen seien von Anfang an der Meinung gewesen, dass es sich bei dem Gelände in Päpinghausen um den falschen Standort handelt. Es sei nicht ausreichend nachvollziehbar geprüft worden, ob es zwischen Hille und Berenbusch nicht bessere Standorte gegeben hätte.

Glashüttengelände ein möglicher Standort

"Eine Möglichkeit wäre das seit über 30 Jahren brachliegende Glashüttengelände an der Friedrich-Wilhelm-Straße gewesen. Hier seien die Anschlüsse an Bahn und Straße wesentlich günstiger, als in Päpinghausen zu verwirklichen.

Für das Glashüttengelände seien die Eingriffe in Natur und Landschaft minimal, in Päpinghausen dagegen erheblich. "Das für den Hafen vorgesehene Gewerbegebiet sollte umgehend für Wind- und Sonnenenergienutzung zur Verfügung gestellt werden", sagt Idelberger.

Und weiter: "Das Windrad, das jetzt dort schon steht, bringt immerhin jährlich rund 70000 Euro ein. Dies zeigt doch deutlich, wie Gewinne zu machen sind: mit Wind und Sonne. Mit einem Hafen wird es dagegen jahrelang nur Verluste geben."

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