#Minden2050: Die CDU-Mannschaft für die Kommunalwahl steht Anja Peper Minden. #Minden2050“ – diesen Slogan sich der CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Konrad Winckler für die Kommunalwahl auf die Fahnen geschrieben. Viele sagen: „Was interessiert mich Minden in 30 Jahren? Da bin ich längst tot!“ Ein Argument, das der 38-Jährige nicht nachvollziehen kann: „Mit dieser Einstellung kann man auch zehn Liter Dieselkraftstoff in die Bastau kippen, einen Haufen Styropor im Garten anzünden und die Weserwiesen betonieren – und gleichzeitig hoffen, dass mehr Leute zum Einkaufen in die Innenstadt kommen.“ Mit einer anschaulichen, nur elf Minuten dauernden Rede, stellte sich Winckler dem CDU-Stadtverband bei der Wahlversammlung in der KTG-Mensa vor. Zu Gast war auch die Landratskandidatin Anna Katharina Bölling (39), die am 22. Juni offiziell nominiert werden soll. Die Beiden haben einiges gemeinsam: Sie sind heimatverbunden und haben beide das Ratsgymnasium in Minden besucht. Ein „Weiter-so“ werde es mit ihnen als Verwaltungschefs nicht geben. „Gestalten statt verwalten“, heißt ihr gemeinsames Credo. In der Corona-Krise steht ihnen ein Wahlkampf unter schwierigen Bedingungen bevor. Gesellige Treffen wie das Nachbarschaftsgrillen – im Augenblick wegen der Abstandsregeln noch undenkbar. Stattdessen möchte der Stadtverband beim Thema Social Media wieder etwas aufholen, um mehr junge Menschen für die politische Arbeit zu gewinnen. Dr. Konrad Winckler geht mit einem soliden Rückhalt als Spitzenkandidat in den Wahlkampf: 47 der 53 Delegierten stimmten für ihn (drei Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine ungültige Stimme). Die Ratskandidaten wurden ebenfalls bestimmt (siehe Kasten). Die große Überraschung des Abends findet sich auf der Reserveliste: Auf dem sicheren Listenplatz Eins steht mit Kathrin Kosiek eine Frau – vermutlich erstmals in der Geschichte des Stadtverbands. Sie ist Schulleiterin der Hohenstaufenschule, Chefin des Sommerbades, sachkundige Bürgerin im Bildungsausschuss und Mutter von drei Kindern. Die Macherin gilt als außerordentlich pragmatisch. Um den ersten Listenplatz hat sie sich nicht gerissen. Doch mit dem Frauenquorum wollen die Christdemokraten gezielt Frauen aufbauen und fördern, dazu ist eine ausreichende Zahl an Kandidatinnen erforderlich, sie sollen mindestens zu einem Drittel beteiligt sein. An den Tagen vor der Wahlversammlung hatte diese Liste durchaus für Kontroversen gesorgt – auch, weil sich Kandidaten vom Rechten Weserufer erst in der zweiten Hälfte wiederfinden. Im Großen und Ganzen: Die Mannschaft steht für einen höchst ungewöhnlichen Wahlkampf. Termin ist der 13. September. Winckler möchte Minden für die nächsten Jahrzehnte ausrichten. Sein Appell heißt: „Denken Sie groß!“ Einer seiner Schwerpunkte ist die Wirtschaft: „Wir wollen keinen Kotau vor den Unternehmen machen. Aber wir wollen einen engen Austausch über Bedarfe und Sorgen auf Augenhöhe.“ Er denkt an eine Stabsstelle für Wirtschafts- und Investitionsförderung: „Damit Unternehmen hier vor Ort investieren, Fachkräfte ausbilden und neue Unternehmensgründungen ermöglicht werden. Bessere Jobs heben das Grundeinkommen und führen zu einem Wohlstand für alle.“ Eine erfolgreiche Wirtschaft ermögliche die Handlungsfreiheit, um soziale Integration voranzutreiben und Teilhabe zu ermöglichen. „Dabei geht es nicht um die Entmündigung durch eine Rundumversorgung, sondern um die Selbstbestimmung durch Ertüchtigung. Seien es soziale Schwache, Geflüchtete oder Menschen mit Behinderungen. Sie alle stehen im Fokus einer Politik, die von einem christlichen Menschenbild geprägt sind.“ Aus dem Englischen stammt der Begriff „Community Building“: Das Bauen einer Gemeinschaft. „Noch zu oft aber verstehen wir uns nicht als Teil dieser Gemeinschaft.“ Er setzt mehr auf ein Miteinander statt auf ein Nebenher, so Winckler. Die Mindener CDU hat ihre Rats-Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September bestimmt: Wahlbezirk 1 (Häverstädt): Herbert Michels Wahlbezirk 2 (Dützen): Bernd Schmidt Wahlbezirk 3 (Haddenhausen): Thomas Jozefiak Wahlbezirk 4 (Hahlen/Minderheide): Hendrik Mucke Wahlbezirk 5 (Minderheide): Lennart Ulrich Wahlbezirk 6 (Stemmer/Kutenhausen): Ulrich Luckner Wahlbezirk 7 (Todtenhausen):Brigitte Kampeter Wahlbezirk 8 (Leteln/Aminghausen): Martin Hass Wahlbezirk 9 (Päpinghausen/Dankersen): Regina Schönbeck Wahlbezirk 10 (Meißen): Michael Schäfer-Lohmeyer Wahlbezirk 11 (Dankersen): Michael Behrens Wahlbezirk 12 (Zollern): Hikmet Celik Wahlbezirk 13 (Innenstadt): Lutz Abruszat Wahlbezirk 14 (Zentrum): Kathrin Kosiek Wahlbezirk 15 (Rechtes Weserufer): Dr. Konrad Winckler Wahlbezirk 16 (Zentrum): Dolores Bernhard Wahlbezirk 17 (Königstor/Rodenbeck): Markus Redeker Wahlbezirk 18 (Königstor): Undine Brockmeyer Wahlbezirk 19 (Königstor): Ulrich Stadtmann Wahlbezirk 20 (Königstor): Sascha Schütte Wahlbezirk 21 (Königstor/Hahlen): Sabine Fecht Wahlbezirk 22 (Bärenkämpen): Olaf Hartmann Wahlbezirk 23 (Bärenkämpen): Christina Gerhardt Wahlbezirk 24 (Nordstadt): Pascal Brongkoll Wahlbezirk 25 (Nordstadt):Pit Abruszat

#Minden2050: Die CDU-Mannschaft für die Kommunalwahl steht

Kommunalwahl im Blick (v.l.): Bürgermeisterkandidat Dr. Konrad Winckler, Stadtverbandsvorsitzender Lennart Ulrich (hinten), Landratskandidatin Anna Katharina Bölling, Versammlungsleiter Dr. Oliver Vogt. MT-Foto: Anja Peper © Anja Peper

Minden. #Minden2050“ – diesen Slogan sich der CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Konrad Winckler für die Kommunalwahl auf die Fahnen geschrieben. Viele sagen: „Was interessiert mich Minden in 30 Jahren? Da bin ich längst tot!“ Ein Argument, das der 38-Jährige nicht nachvollziehen kann: „Mit dieser Einstellung kann man auch zehn Liter Dieselkraftstoff in die Bastau kippen, einen Haufen Styropor im Garten anzünden und die Weserwiesen betonieren – und gleichzeitig hoffen, dass mehr Leute zum Einkaufen in die Innenstadt kommen.“ Mit einer anschaulichen, nur elf Minuten dauernden Rede, stellte sich Winckler dem CDU-Stadtverband bei der Wahlversammlung in der KTG-Mensa vor. Zu Gast war auch die Landratskandidatin Anna Katharina Bölling (39), die am 22. Juni offiziell nominiert werden soll.

Die Beiden haben einiges gemeinsam: Sie sind heimatverbunden und haben beide das Ratsgymnasium in Minden besucht. Ein „Weiter-so“ werde es mit ihnen als Verwaltungschefs nicht geben. „Gestalten statt verwalten“, heißt ihr gemeinsames Credo. In der Corona-Krise steht ihnen ein Wahlkampf unter schwierigen Bedingungen bevor. Gesellige Treffen wie das Nachbarschaftsgrillen – im Augenblick wegen der Abstandsregeln noch undenkbar. Stattdessen möchte der Stadtverband beim Thema Social Media wieder etwas aufholen, um mehr junge Menschen für die politische Arbeit zu gewinnen.

Dr. Konrad Winckler geht mit einem soliden Rückhalt als Spitzenkandidat in den Wahlkampf: 47 der 53 Delegierten stimmten für ihn (drei Nein-Stimmen, zwei Enthaltungen, eine ungültige Stimme). Die Ratskandidaten wurden ebenfalls bestimmt (siehe Kasten). Die große Überraschung des Abends findet sich auf der Reserveliste: Auf dem sicheren Listenplatz Eins steht mit Kathrin Kosiek eine Frau – vermutlich erstmals in der Geschichte des Stadtverbands. Sie ist Schulleiterin der Hohenstaufenschule, Chefin des Sommerbades, sachkundige Bürgerin im Bildungsausschuss und Mutter von drei Kindern. Die Macherin gilt als außerordentlich pragmatisch. Um den ersten Listenplatz hat sie sich nicht gerissen. Doch mit dem Frauenquorum wollen die Christdemokraten gezielt Frauen aufbauen und fördern, dazu ist eine ausreichende Zahl an Kandidatinnen erforderlich, sie sollen mindestens zu einem Drittel beteiligt sein. An den Tagen vor der Wahlversammlung hatte diese Liste durchaus für Kontroversen gesorgt – auch, weil sich Kandidaten vom Rechten Weserufer erst in der zweiten Hälfte wiederfinden.

Im Großen und Ganzen: Die Mannschaft steht für einen höchst ungewöhnlichen Wahlkampf. Termin ist der 13. September. Winckler möchte Minden für die nächsten Jahrzehnte ausrichten. Sein Appell heißt: „Denken Sie groß!“ Einer seiner Schwerpunkte ist die Wirtschaft: „Wir wollen keinen Kotau vor den Unternehmen machen. Aber wir wollen einen engen Austausch über Bedarfe und Sorgen auf Augenhöhe.“ Er denkt an eine Stabsstelle für Wirtschafts- und Investitionsförderung: „Damit Unternehmen hier vor Ort investieren, Fachkräfte ausbilden und neue Unternehmensgründungen ermöglicht werden. Bessere Jobs heben das Grundeinkommen und führen zu einem Wohlstand für alle.“

Eine erfolgreiche Wirtschaft ermögliche die Handlungsfreiheit, um soziale Integration voranzutreiben und Teilhabe zu ermöglichen. „Dabei geht es nicht um die Entmündigung durch eine Rundumversorgung, sondern um die Selbstbestimmung durch Ertüchtigung. Seien es soziale Schwache, Geflüchtete oder Menschen mit Behinderungen. Sie alle stehen im Fokus einer Politik, die von einem christlichen Menschenbild geprägt sind.“ Aus dem Englischen stammt der Begriff „Community Building“: Das Bauen einer Gemeinschaft. „Noch zu oft aber verstehen wir uns nicht als Teil dieser Gemeinschaft.“ Er setzt mehr auf ein Miteinander statt auf ein Nebenher, so Winckler.

Die Mindener CDU hat ihre Rats-Kandidaten für die Kommunalwahl am 13. September bestimmt:

Wahlbezirk 1 (Häverstädt): Herbert Michels

Wahlbezirk 2 (Dützen): Bernd Schmidt

Wahlbezirk 3 (Haddenhausen): Thomas Jozefiak

Wahlbezirk 4 (Hahlen/Minderheide): Hendrik Mucke

Wahlbezirk 5 (Minderheide): Lennart Ulrich

Wahlbezirk 6 (Stemmer/Kutenhausen): Ulrich Luckner

Wahlbezirk 7 (Todtenhausen):Brigitte Kampeter

Wahlbezirk 8 (Leteln/Aminghausen): Martin Hass

Wahlbezirk 9 (Päpinghausen/Dankersen): Regina Schönbeck

Wahlbezirk 10 (Meißen): Michael Schäfer-Lohmeyer

Wahlbezirk 11 (Dankersen): Michael Behrens

Wahlbezirk 12 (Zollern): Hikmet Celik

Wahlbezirk 13 (Innenstadt): Lutz Abruszat

Wahlbezirk 14 (Zentrum): Kathrin Kosiek

Wahlbezirk 15 (Rechtes Weserufer): Dr. Konrad Winckler

Wahlbezirk 16 (Zentrum): Dolores Bernhard

Wahlbezirk 17 (Königstor/Rodenbeck): Markus Redeker

Wahlbezirk 18 (Königstor): Undine Brockmeyer

Wahlbezirk 19 (Königstor): Ulrich Stadtmann

Wahlbezirk 20 (Königstor): Sascha Schütte

Wahlbezirk 21 (Königstor/Hahlen): Sabine Fecht

Wahlbezirk 22 (Bärenkämpen): Olaf Hartmann

Wahlbezirk 23 (Bärenkämpen): Christina Gerhardt

Wahlbezirk 24 (Nordstadt): Pascal Brongkoll

Wahlbezirk 25 (Nordstadt):Pit Abruszat

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