Minden zum dritten Mal "Stadt der Weltdekade" Netzwerk für Nachhaltigkeit überzeugt Jury / Lob für Zusammenarbeit von Einrichtungen und Organisationen Minden (mt/mob). Die Stadt Minden ist zum dritten Mal für ihre in Wertung der Fachjury herausragende Bildungsarbeit als Stadt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ausgezeichnet worden. Der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink, Falk Bloech sowie André Gerling (Stadtentwicklung, Stadtverwaltung Minden) nahmen die Auszeichnung jetzt in Bad Honnef entgegen.Die gastgebende Kommune am Rhein wurde zum zweiten Mal als Stadt der Weltdekade und die Gemeinde Dornstadt in Baden-Württemberg wurde zum ersten Mal ausgezeichnet."Die Vielzahl der Aktivitäten in Minden sowie die strukturelle Verankerung und Netzwerkbildung sind vorbildlich", begründete Professor Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade, die erneute Auszeichnung.Unter der Leitidee "Bildung für nachhaltige Entwicklung" arbeiteten mittlerweile viele Einrichtungen, Organisationen, Kirchen und Initiativen zusammen. Sechs offizielle UN-Dekade-Projekte seien allein in der Oberen Altstadt Mindens angesiedelt, so de Haan in seiner Laudatio weiter.Lobend erwähnte der Vorsitzende des Nationalkomitees auch zwei strategische Ziele der Stadt Minden, die ebenfalls dazu beigetragen hätten, dass Minden erneut ausgezeichnet wurde: "Chancengerechtigkeit durch Teilhabe" und "Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen". Innerhalb der Bildungslandschaft habe sich Minden als Aufgabe gesetzt, diese Ziele auch durch Aktivitäten von "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zu verwirklichen, fasste de Haan abschließend zusammen.Die Auszeichnung wird für beispielhafte Aktivitäten sowie eine vorbildliche und nachahmenswerte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung vergeben.Akteure vor Ort unterstützenSie soll dazu beitragen, die Anliegen der Dekade in Deutschland sichtbar zu machen und gleichzeitig die einzelnen Akteure vor Ort zu unterstützen. Die Auszeichnung gilt jeweils für zwei Jahre. Nach einem einstimmigen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses hatte sich die Stadt Minden Anfang dieses Jahres erneut beworben."Wir freuen uns sehr, dass Minden nach 2009 und 2010 erneut für zwei Jahre als Stadt der Weltdekade der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden ist", fasste Bürgermeister Michael Buhre zusammen, der an der Übergabe nicht persönlich teilnehmen konnte."Besonders bedanken möchte ich mich bei dem Bündnis aus zahlreichen Vereinen, Verbänden und Organisationen, welches die BNE-Aktivitäten in Minden trägt."Ohne diese ehrenamtliche Arbeit seien die vielfältigen Aktivitäten zur Unterstützung der Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht möglich. "Wichtig wird es jetzt sein, die Ziele von BNE auch über das Ende der Weltdekade im Jahr 2014 weiterzutragen, aber hier sehe ich unsere Stadt auf einem guten Weg."In Oberer Altstadt ansässigDie Akteure der nachhaltigen Bildungsarbeit sind in Minden vor allem in der Oberen Altstadt ansässig. Die Projekte sind die Internationalen Projekttage der deutschen UNESCO-Projektschulen, das Kunst- und Bauprojekt "Eine-Welt-Dorf" auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule, das Netzwerk "BOA - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt", die Fernuni mit ihrem interdisziplinären Studium Umweltwissenschaften "Infernum", die NRW-Schulkampagne "Agenda 21 in der Schule", das Projekt "Klima für Energiewandel" an verschiedenen Kitas und Schulen sowie das ökologische Landbau-Projekt der Waldorfschule. UN-BildungsprojektIm Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern.Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern.Neben Minden gibt es derzeit 15 ausgezeichnete Städte der UN-Weltdekade. Dazu gehören unter anderem München, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden, Erfurt und Bonn.In Deutschland wird die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von einem von der Deutschen UNESCO-Kommission einberufenen Nationalkomitee koordiniert.Dem Nationalkomitee gehören rund 30 Institutionen und Experten an, darunter Vertreter der Bundesregierung, der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und Vertreter aus der Wissenschaft. Es hat mehr als 100 Bildungsinitiativen an einem Runden Tisch versammelt und einen nationalen Aktionsplan entwickelt.

Minden zum dritten Mal "Stadt der Weltdekade"

Minden (mt/mob). Die Stadt Minden ist zum dritten Mal für ihre in Wertung der Fachjury herausragende Bildungsarbeit als Stadt der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) ausgezeichnet worden.

Professor Dr. Gerhard de Haan (von links), Heidi Consentius (Projekt-Büro UN-Dekade), Mindens stellvertretender Bürgermeister Egon Stellbrink, André Gerling (Stadtverwaltung Minden) und Falk Bloech (Aktionsgemeinschaft Friedenswoche) freuen sich über die erneute Auszeichnung. - © Foto: pr
Professor Dr. Gerhard de Haan (von links), Heidi Consentius (Projekt-Büro UN-Dekade), Mindens stellvertretender Bürgermeister Egon Stellbrink, André Gerling (Stadtverwaltung Minden) und Falk Bloech (Aktionsgemeinschaft Friedenswoche) freuen sich über die erneute Auszeichnung. - © Foto: pr

Der stellvertretende Bürgermeister Egon Stellbrink, Falk Bloech sowie André Gerling (Stadtentwicklung, Stadtverwaltung Minden) nahmen die Auszeichnung jetzt in Bad Honnef entgegen.

Die gastgebende Kommune am Rhein wurde zum zweiten Mal als Stadt der Weltdekade und die Gemeinde Dornstadt in Baden-Württemberg wurde zum ersten Mal ausgezeichnet.

"Die Vielzahl der Aktivitäten in Minden sowie die strukturelle Verankerung und Netzwerkbildung sind vorbildlich", begründete Professor Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade, die erneute Auszeichnung.

Unter der Leitidee "Bildung für nachhaltige Entwicklung" arbeiteten mittlerweile viele Einrichtungen, Organisationen, Kirchen und Initiativen zusammen. Sechs offizielle UN-Dekade-Projekte seien allein in der Oberen Altstadt Mindens angesiedelt, so de Haan in seiner Laudatio weiter.

Lobend erwähnte der Vorsitzende des Nationalkomitees auch zwei strategische Ziele der Stadt Minden, die ebenfalls dazu beigetragen hätten, dass Minden erneut ausgezeichnet wurde: "Chancengerechtigkeit durch Teilhabe" und "Nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen". Innerhalb der Bildungslandschaft habe sich Minden als Aufgabe gesetzt, diese Ziele auch durch Aktivitäten von "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zu verwirklichen, fasste de Haan abschließend zusammen.

Die Auszeichnung wird für beispielhafte Aktivitäten sowie eine vorbildliche und nachahmenswerte Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung vergeben.

Akteure vor Ort unterstützen

Sie soll dazu beitragen, die Anliegen der Dekade in Deutschland sichtbar zu machen und gleichzeitig die einzelnen Akteure vor Ort zu unterstützen. Die Auszeichnung gilt jeweils für zwei Jahre. Nach einem einstimmigen Beschluss des Haupt- und Finanzausschusses hatte sich die Stadt Minden Anfang dieses Jahres erneut beworben.

"Wir freuen uns sehr, dass Minden nach 2009 und 2010 erneut für zwei Jahre als Stadt der Weltdekade der Vereinten Nationen ausgezeichnet worden ist", fasste Bürgermeister Michael Buhre zusammen, der an der Übergabe nicht persönlich teilnehmen konnte.

"Besonders bedanken möchte ich mich bei dem Bündnis aus zahlreichen Vereinen, Verbänden und Organisationen, welches die BNE-Aktivitäten in Minden trägt."

Ohne diese ehrenamtliche Arbeit seien die vielfältigen Aktivitäten zur Unterstützung der Bildung für nachhaltige Entwicklung nicht möglich. "Wichtig wird es jetzt sein, die Ziele von BNE auch über das Ende der Weltdekade im Jahr 2014 weiterzutragen, aber hier sehe ich unsere Stadt auf einem guten Weg."

In Oberer Altstadt ansässig

Die Akteure der nachhaltigen Bildungsarbeit sind in Minden vor allem in der Oberen Altstadt ansässig. Die Projekte sind die Internationalen Projekttage der deutschen UNESCO-Projektschulen, das Kunst- und Bauprojekt "Eine-Welt-Dorf" auf dem Schulhof der Eine-Welt-Schule, das Netzwerk "BOA - Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Oberen Altstadt", die Fernuni mit ihrem interdisziplinären Studium Umweltwissenschaften "Infernum", die NRW-Schulkampagne "Agenda 21 in der Schule", das Projekt "Klima für Energiewandel" an verschiedenen Kitas und Schulen sowie das ökologische Landbau-Projekt der Waldorfschule.

UN-Bildungsprojekt
Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Im Jahr 2002 haben die Vereinten Nationen (UN) für die Jahre 2005 bis 2014 die Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgerufen. Die internationale Initiative will dazu beitragen, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung weltweit in den nationalen Bildungssystemen zu verankern. Neben Minden gibt es derzeit 15 ausgezeichnete Städte der UN-Weltdekade. Dazu gehören unter anderem München, Hamburg, Frankfurt am Main, Dresden, Erfurt und Bonn. In Deutschland wird die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" von einem von der Deutschen UNESCO-Kommission einberufenen Nationalkomitee koordiniert. Dem Nationalkomitee gehören rund 30 Institutionen und Experten an, darunter Vertreter der Bundesregierung, der Länder, Nichtregierungsorganisationen, die Medien, die Privatwirtschaft und Vertreter aus der Wissenschaft. Es hat mehr als 100 Bildungsinitiativen an einem Runden Tisch versammelt und einen nationalen Aktionsplan entwickelt.

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