Minden kommt an die Weser: Zukunftsvisionen für eine Schlagde ohne Autos Anja Peper Minden (mt). Es kommt vor, dass Radtouristen Minden komplett links liegen lassen. Das liegt nicht an mangelndem Interesse, sondern vielmehr daran, dass Besucher den düsteren Stadteingang „Tränke" gar nicht als solchen wahrnehmen. Das ganze geparkte Blech auf der Schlagde taugt nicht als Einladung. Manchmal müffelt es unangenehm. Bei so viel Tristesse helfen auch das Willkommens-Schild („Hallo, Welcome, Bonjour") und großformatige Bilder vom Stadtleben nicht weiter. Schon lange ist klar: Hier muss etwas Grundlegendes passieren, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Wie kann die Stadt näher an den Fluss rücken? Wie kommen Radfahrer und Fußgänger zu ihrem Recht? Wo kann man ein Feierabendbier trinken? Wie lässt sich das mit dem zentralen Thema Hochwasserschutz vereinbaren? Und was ist finanzierbar? Im vergangenen Jahr hat die Stadt Minden einen Wettbewerb zur Neugestaltung der Weserpromenade ausgeschrieben. Zehn Landschaftsarchitektur-Büros aus ganz Deutschland haben ihre Ideen eingereicht. Jetzt steht der Sieger fest. Jury hat entschieden Über die Projektideen hat eine Jury entschieden. Es war eine Mammutsitzung über acht Stunden im Ständersaal des Preußenmuseums. Die Leitung hatte der Landschaftsarchitekt Friedhelm Terfrüchte aus Essen. Wettbewerbssieger ist das Büro von Landschaftsarchitekt Franz Reschke (Berlin). Die Entscheidung sei einstimmig gewesen, so Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz. Ein Blick auf die Homepage www.franzreschke.de zeigt eine bemerkenswerte Liste von Referenzen, unter anderem hat das Büro auch den ersten Preis beim Realisierungswettbewerb Landesgartenschau Höxter abgeräumt. Dort soll ebenfalls eine neue Stadtpromenade entstehen und die Altstadt näher an die Weser geholt werden. 2023 findet in Höxter die nächste Landesgartenschau NRW statt. Die grundlegende Idee Minden kommt an die Weser: Das ist die Idee hinter dem Entwurf. Die Schlagde wird ein grüner Platz, ein einladendes Entrée zur Stadt. Die Mindener Weserpromenade verbindet zukünftig – ruhig und einheitlich gestaltet – drei eigenständige und identitätsstarke Räume: das schattig-dichte Weserglacis, die urban-grüne Schlagde und die offene Weserwiese vor der Fischerstadt. Die Weserpromenade wird als Herzstück des geplanten Rundweges zwischen den Mindener Ufern, zwischen Weser und Osterbach, eingebunden. Radfahrer und Fußgänger nutzen die neue Weserpromenade gleichberechtigt. Das in den Baumbestand eingepasste fünf Meter breite Promenadenprofil soll dafür sorgen, dass Radfahrer Rücksicht auf die Fußgänger nehmen und das Tempo drosseln. Gepflasterte Plätze setzen Akzente und lenken die Aufmerksamkeit auf Bootsanleger, Brücken und Wege zur Innenstadt. Das soll auch Ortsfremden eine intuitive Orientierung ermöglichen. Die Schlagde kann mehr Vom großflächigen Parkplatz zum lebendigen Treffpunkt am Ufer der Weser und vom dunklen Tunnel zum einladenden Entrée zur Innenstadt. „Die Schlagde ‚kann‘ zukünftig mehr als Autos und auch unter einer Brücke kann Stadtleben stattfinden", schreiben die Landschaftsarchitekten zu ihrem Konzept. Bereits im ersten Bauabschnitt wird nach Möglichkeit die Entnahme der Parkplätze bis auf Höhe des Bootsanlegers der Flotte Weser umgesetzt. Der gewonnene Raum soll für ein Schlagde-Café genutzt werden. Der freigeräumte Auftakt zur Stadt wird im Licht und durch eine niveaugleiche ‚Stadtbühne‘ im Belag betont: „Hier tanzt Minden Breakdance und hier tanzt Minden Walzer." Unter der Stadtbrücke können sich Rollerkinder und skatende Jugendliche ausprobieren. Weserglacis und Weserwiese Der grüne Gürtel der Stadt: Seit 2017 ist das Glacis in die Denkmalliste der Stadt Minden eingetragen. Über das stärkende Rückgrat der Promenade soll das Weserglacis ohne bauliche Eingriffe in seiner Qualität als Erholungsraum gestärkt werden, so die Planer. Insgesamt reicht das Planungsgebiet von der Eisenbahnbrücke im Norden bis zur Bastaubrücke im Süden. Der Platz am Bootsanleger der Mindener Fahrgastschifffahrt wird unter Erhalt der bestehenden Mauern über zwei Niveaus ausgebildet. Entlang der Fischerstadt prägt die historische Sandsteinmauer das Bild. Durch den Rückbau der Parkplätze wird die Stadtmauer freigestellt und ein stadtnaher Freiraum zurückgewonnen. Obernkirchner Sandstein Das Büro Reschke schlägt regionalen warmgrau-gelblichen Obernkirchner Sandstein gemischt mit dem aufgearbeiteten Basaltpflaster vor. Die Möblierung entlang der Promenade (Sitztiefe 60 Zentimeter) und auf den Plätzen (100 Zentimeter) ist als robuste Stahlkonstruktion mit kräftigen, unbehandelten Holzauflagen (Lärche/Douglasie) vorgesehen. Das Freiraummobiliar berücksichtigt die Ansprüche aller Generationen (Sitzhöhe, Lehne, Aufstehhilfen). Fahrradbügel werden den einzelnen Platzsituationen zugeordnet, im Bereich des Cafés an der Schlagde werden für den Radtourismus kompakt Abstell- und Lademöglichkeiten sowie ein öffentliches WC geschaffen. Eine durchgehende, gleichmäßige und warmweiße Beleuchtung soll künftig die Weserpromenade erhellen. Eine Beleuchtung des Durchgangs zur Innenstadt auch tagsüber sorgt für geringere Kontraste, was zu einem höheren Sicherheitsgefühl beitragen soll. Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser Schon oft hat die Schlagde unter Wasser gestanden und der Parkplatz musste gesperrt werden. Was heißt das für die Planung des Café-Gebäudes und die Auswahl der Baumarten? Dazu schreibt Frederik Springer aus dem Büro des Wettbewerbsgewinners Franz Reschke: „Für hochwasserresistente Cafés gibt es Beispiele in der Hamburger Hafencity, wo sowohl die Zugangstüren als auch die Fenster zum Ausschank im Hochwasserfall mit wasserdichten Flutschutztoren verschlossen werden können." Darüber hinaus gebe es mehrere Baumarten, die zeitweise „nasse Füße" vertragen können. Hochwasserresistent seien im Grunde alle Arten mit ursprünglichen Standorten in Auenlandschaften entlang von Flüssen und an Ufern von Seen. „Zudem sollte das Baumdach möglichst vielfältig sein und durch feingliederige Blätter einen nicht allzu dunklen Schatten auf die Schlagde werfen", so Frederik Springer. Außerdem ist wichtig, dass die Bäume die in Zukunft wohl häufiger auftretende extreme Hitze aushalten. Und die Parkplätze? Auf der Schlagde gibt es aktuell knapp 400 Parkplätze. Natürlich können die nicht von einen Tag auf den anderen ersatzlos wegfallen. Das soll nach und nach passieren. Gemeinsam mit der Politik soll eine Lösung dafür gefunden werden, so Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz bei der Stadt Minden. Am 23. Juni wird das Konzept dem zuständigen Fachausschuss präsentiert. Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass die übrig bleibenden Parkplätze für die Anwohner der Fischerstadt reserviert werden. Aber auch der Einzelhandel in der Bäckerstraße muss erreichbar bleiben, zum Beispiel für den Lieferverkehr. An der Jury-Sitzung haben neben den Fachleuten auch Vertreter der heimischen Politik teilgenommen. Alle Fraktionen hatten Gelegenheit, sich an dem Prozess zu beteiligen. Von den insgesamt mehr als 20 Teilnehmern der Jury-Sitzung in dieser Woche waren elf stimmberechtigt. Übrigens gingen auch der zweite und der dritte Platz im Wettbewerb an Landschaftsarchitekten in Berlin. So geht es weiter Bis die Zukunftsvision für die Promenade in die Tat umgesetzt wird, fließt noch viel Wasser die Weser runter. Etwa drei Jahre wird es noch dauern, bis etwas passiert. Erst nach der Entscheidung für das Konzept beginnt das Verhandlungsverfahren. Denkbar ist auch, dass es nur zum Teil umgesetzt werden kann, denn die Baukosten sind in der Corona-Krise explodiert, es gibt diverse Materialengpässe. „Eine vollständige Umsetzung aller Teilbereiche in dem in der Auslobung genannten Budget ist voraussichtlich nicht darstellbar", heißt es im Konzept des Büros Franz Reschke. Dennoch soll die Zahl der Parkplätze sukzessive und deutlich reduziert werden. Aus Sicht der Regionale-Managerin Annette Nothnagel wäre die Neugestaltung der Mindener Promenade ein „Riesen-Gewinn für ganz Ostwestfalen-Lippe".

Minden kommt an die Weser: Zukunftsvisionen für eine Schlagde ohne Autos

So sieht die Zukunftsvision für die Promenade aus. Es gibt stabile Bänke, aber es ist auch möglich, auf den Treppenstufen unten an der Weser zu sitzen. © x

Minden (mt). Es kommt vor, dass Radtouristen Minden komplett links liegen lassen. Das liegt nicht an mangelndem Interesse, sondern vielmehr daran, dass Besucher den düsteren Stadteingang „Tränke" gar nicht als solchen wahrnehmen. Das ganze geparkte Blech auf der Schlagde taugt nicht als Einladung. Manchmal müffelt es unangenehm. Bei so viel Tristesse helfen auch das Willkommens-Schild („Hallo, Welcome, Bonjour") und großformatige Bilder vom Stadtleben nicht weiter.

Schon lange ist klar: Hier muss etwas Grundlegendes passieren, um die Aufenthaltsqualität zu steigern. Wie kann die Stadt näher an den Fluss rücken? Wie kommen Radfahrer und Fußgänger zu ihrem Recht? Wo kann man ein Feierabendbier trinken? Wie lässt sich das mit dem zentralen Thema Hochwasserschutz vereinbaren? Und was ist finanzierbar? Im vergangenen Jahr hat die Stadt Minden einen Wettbewerb zur Neugestaltung der Weserpromenade ausgeschrieben. Zehn Landschaftsarchitektur-Büros aus ganz Deutschland haben ihre Ideen eingereicht. Jetzt steht der Sieger fest.

Jury hat entschieden


Über die Projektideen hat eine Jury entschieden. Es war eine Mammutsitzung über acht Stunden im Ständersaal des Preußenmuseums. Die Leitung hatte der Landschaftsarchitekt Friedhelm Terfrüchte aus Essen. Wettbewerbssieger ist das Büro von Landschaftsarchitekt Franz Reschke (Berlin). Die Entscheidung sei einstimmig gewesen, so Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz. Ein Blick auf die Homepage www.franzreschke.de zeigt eine bemerkenswerte Liste von Referenzen, unter anderem hat das Büro auch den ersten Preis beim Realisierungswettbewerb Landesgartenschau Höxter abgeräumt. Dort soll ebenfalls eine neue Stadtpromenade entstehen und die Altstadt näher an die Weser geholt werden. 2023 findet in Höxter die nächste Landesgartenschau NRW statt.

Nach und nach sollen die Autos von der Schlagde verschwinden, damit dort ein grüner Treffpunkt entstehen kann, so der Vorschlag der Landschaftsarchitekten. Grafiken: Franz Reschke Landschaftsarchitektur (FRL) - © x
Nach und nach sollen die Autos von der Schlagde verschwinden, damit dort ein grüner Treffpunkt entstehen kann, so der Vorschlag der Landschaftsarchitekten. Grafiken: Franz Reschke Landschaftsarchitektur (FRL) - © x

Die grundlegende Idee

Minden kommt an die Weser: Das ist die Idee hinter dem Entwurf. Die Schlagde wird ein grüner Platz, ein einladendes Entrée zur Stadt. Die Mindener Weserpromenade verbindet zukünftig – ruhig und einheitlich gestaltet – drei eigenständige und identitätsstarke Räume: das schattig-dichte Weserglacis, die urban-grüne Schlagde und die offene Weserwiese vor der Fischerstadt. Die Weserpromenade wird als Herzstück des geplanten Rundweges zwischen den Mindener Ufern, zwischen Weser und Osterbach, eingebunden. Radfahrer und Fußgänger nutzen die neue Weserpromenade gleichberechtigt. Das in den Baumbestand eingepasste fünf Meter breite Promenadenprofil soll dafür sorgen, dass Radfahrer Rücksicht auf die Fußgänger nehmen und das Tempo drosseln. Gepflasterte Plätze setzen Akzente und lenken die Aufmerksamkeit auf Bootsanleger, Brücken und Wege zur Innenstadt. Das soll auch Ortsfremden eine intuitive Orientierung ermöglichen.

Die Schlagde kann mehr

Vom großflächigen Parkplatz zum lebendigen Treffpunkt am Ufer der Weser und vom dunklen Tunnel zum einladenden Entrée zur Innenstadt. „Die Schlagde ‚kann‘ zukünftig mehr als Autos und auch unter einer Brücke kann Stadtleben stattfinden", schreiben die Landschaftsarchitekten zu ihrem Konzept. Bereits im ersten Bauabschnitt wird nach Möglichkeit die Entnahme der Parkplätze bis auf Höhe des Bootsanlegers der Flotte Weser umgesetzt. Der gewonnene Raum soll für ein Schlagde-Café genutzt werden. Der freigeräumte Auftakt zur Stadt wird im Licht und durch eine niveaugleiche ‚Stadtbühne‘ im Belag betont: „Hier tanzt Minden Breakdance und hier tanzt Minden Walzer." Unter der Stadtbrücke können sich Rollerkinder und skatende Jugendliche ausprobieren.

Weserglacis und Weserwiese

Der grüne Gürtel der Stadt: Seit 2017 ist das Glacis in die Denkmalliste der Stadt Minden eingetragen. Über das stärkende Rückgrat der Promenade soll das Weserglacis ohne bauliche Eingriffe in seiner Qualität als Erholungsraum gestärkt werden, so die Planer. Insgesamt reicht das Planungsgebiet von der Eisenbahnbrücke im Norden bis zur Bastaubrücke im Süden.

Der Platz am Bootsanleger der Mindener Fahrgastschifffahrt wird unter Erhalt der bestehenden Mauern über zwei Niveaus ausgebildet. Entlang der Fischerstadt prägt die historische Sandsteinmauer das Bild. Durch den Rückbau der Parkplätze wird die Stadtmauer freigestellt und ein stadtnaher Freiraum zurückgewonnen.

Obernkirchner Sandstein

Das Büro Reschke schlägt regionalen warmgrau-gelblichen Obernkirchner Sandstein gemischt mit dem aufgearbeiteten Basaltpflaster vor. Die Möblierung entlang der Promenade (Sitztiefe 60 Zentimeter) und auf den Plätzen (100 Zentimeter) ist als robuste Stahlkonstruktion mit kräftigen, unbehandelten Holzauflagen (Lärche/Douglasie) vorgesehen. Das Freiraummobiliar berücksichtigt die Ansprüche aller Generationen (Sitzhöhe, Lehne, Aufstehhilfen). Fahrradbügel werden den einzelnen Platzsituationen zugeordnet, im Bereich des Cafés an der Schlagde werden für den Radtourismus kompakt Abstell- und Lademöglichkeiten sowie ein öffentliches WC geschaffen. Eine durchgehende, gleichmäßige und warmweiße Beleuchtung soll künftig die Weserpromenade erhellen. Eine Beleuchtung des Durchgangs zur Innenstadt auch tagsüber sorgt für geringere Kontraste, was zu einem höheren Sicherheitsgefühl beitragen soll.

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser

Schon oft hat die Schlagde unter Wasser gestanden und der Parkplatz musste gesperrt werden. Was heißt das für die Planung des Café-Gebäudes und die Auswahl der Baumarten? Dazu schreibt Frederik Springer aus dem Büro des Wettbewerbsgewinners Franz Reschke: „Für hochwasserresistente Cafés gibt es Beispiele in der Hamburger Hafencity, wo sowohl die Zugangstüren als auch die Fenster zum Ausschank im Hochwasserfall mit wasserdichten Flutschutztoren verschlossen werden können." Darüber hinaus gebe es mehrere Baumarten, die zeitweise „nasse Füße" vertragen können. Hochwasserresistent seien im Grunde alle Arten mit ursprünglichen Standorten in Auenlandschaften entlang von Flüssen und an Ufern von Seen. „Zudem sollte das Baumdach möglichst vielfältig sein und durch feingliederige Blätter einen nicht allzu dunklen Schatten auf die Schlagde werfen", so Frederik Springer. Außerdem ist wichtig, dass die Bäume die in Zukunft wohl häufiger auftretende extreme Hitze aushalten.

Sonnige und angenehm schattige Plätze unter einem Dach aus feingliedrigen Blättern sollen die Schlagde zu einem attraktiven Treffpunkt für alle Generationen machen. - © x
Sonnige und angenehm schattige Plätze unter einem Dach aus feingliedrigen Blättern sollen die Schlagde zu einem attraktiven Treffpunkt für alle Generationen machen. - © x

Und die Parkplätze?

Auf der Schlagde gibt es aktuell knapp 400 Parkplätze. Natürlich können die nicht von einen Tag auf den anderen ersatzlos wegfallen. Das soll nach und nach passieren. Gemeinsam mit der Politik soll eine Lösung dafür gefunden werden, so Lars Bursian, Beigeordneter für Städtebau und Feuerschutz bei der Stadt Minden. Am 23. Juni wird das Konzept dem zuständigen Fachausschuss präsentiert. Vermutlich läuft es darauf hinaus, dass die übrig bleibenden Parkplätze für die Anwohner der Fischerstadt reserviert werden. Aber auch der Einzelhandel in der Bäckerstraße muss erreichbar bleiben, zum Beispiel für den Lieferverkehr. An der Jury-Sitzung haben neben den Fachleuten auch Vertreter der heimischen Politik teilgenommen. Alle Fraktionen hatten Gelegenheit, sich an dem Prozess zu beteiligen. Von den insgesamt mehr als 20 Teilnehmern der Jury-Sitzung in dieser Woche waren elf stimmberechtigt. Übrigens gingen auch der zweite und der dritte Platz im Wettbewerb an Landschaftsarchitekten in Berlin.

So geht es weiter

Bis die Zukunftsvision für die Promenade in die Tat umgesetzt wird, fließt noch viel Wasser die Weser runter. Etwa drei Jahre wird es noch dauern, bis etwas passiert. Erst nach der Entscheidung für das Konzept beginnt das Verhandlungsverfahren. Denkbar ist auch, dass es nur zum Teil umgesetzt werden kann, denn die Baukosten sind in der Corona-Krise explodiert, es gibt diverse Materialengpässe. „Eine vollständige Umsetzung aller Teilbereiche in dem in der Auslobung genannten Budget ist voraussichtlich nicht darstellbar", heißt es im Konzept des Büros Franz Reschke. Dennoch soll die Zahl der Parkplätze sukzessive und deutlich reduziert werden. Aus Sicht der Regionale-Managerin Annette Nothnagel wäre die Neugestaltung der Mindener Promenade ein „Riesen-Gewinn für ganz Ostwestfalen-Lippe".

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