„Minden ist ein begehrter Standort“ Monika Jäger Minden (mt). Zwei Stunden Diskussion im Rat, ein abgeschmetterter Antrag auf Debattenende, Streit um eine mögliche Sonderratssitzung, eine viertelstündige Sitzungsunterbrechung, und am Ende eine klare politische Ansage: Die Stadt trifft mit der ITG (Immobilien Treuhand GmbH & Co KG) aus Düsseldorf eine Entwicklungsvereinbarung für ein Geschäftshaus am Scharn.Die Entscheidung fiel bei zwei Nein-Stimmen der Linken und einer Enthaltung aus Reihen der Grünen. In den nächsten sechs Monaten wird nun von allen Seiten geprüft, ob sich das Projekt realisieren lässt.„Minden ist ein begehrter Standort für den Handel“, erklärte Horst Jütte, Mitglied der ITG-Geschäftsführung, dem Rat. So gebe es schon mehrere Interessenten, die Mieter des geplanten neuen Einzelhandelsobjekts werden könnten.Oder besser der Objekte, denn gleich zwei Geschäftshäuser sollen zwischen Scharn und Rathaus-Innenhof entstehen. Eines könnte ein Textilkaufhaus werden („mit einem Angebot, dass es in Minden bisher nicht gibt“), das andere würde gemischte Waren anbieten, etwa Elektronik, Schreibwaren, Haushaltswaren, Spielzeug. „Unser Motto ist Ergänzen, nicht verdrängen“, so Jütte gegenüber dem MT.Während die Präsentation des ITG-Trios die meisten der Mindener Politiker überzeugte, sahen andere offene Fragen.Die Linke hatte zuvor sogar eine Sonderratssitzung zum Thema gefordert, zog den Antrag dann aber zurück - nicht, weil ihre Zweifel ausgeräumt waren, sondern aus der Erkenntnis, gegen die Stimmenmehrheit nicht anzukommen und der Bereitschaft, Kosten zu sparen.Problematisch fand die Linke das Auswahlverfahren, bei dem es Zweifel daran gab, ob das Projekt eines anderen Bewerbers im Ältestenrat richtig dargestellt worden war. Auch Hartmut Freise (DLF) und Edith von Wrisberg (MI) kritisierten das Verfahren als nicht geradlinig genug beziehungsweise zu intransparent.Bürgermeister Michael Buhre: „Es gab drei Bewerber, davon erfüllte einer alle drei der hier im Rat beschlossenen Kriterien, einer zwei, und einer keins. Das Verfahren war in Ordnung.“Eine mögliche Abbindung des Rathaus-Innenhofs, fehlende Wohnungen in der Neuplanung, die Situation der gegenwärtigen Mieter und der Wunsch nach einer großen Lösung, die weitere Häuser der Scharn-Zeile mit einbeziehen würde, beschäftigten die Politiker ebenfalls. Horst Idelberger (Die Grünen) wollte wissen, wie die ITG einen Leerstand wie der in der ebenfalls von der ITG entwickelten Obermarktpassage verhindern werde. 20 Jahre sei die Passage gut gelaufen, so Jütte, und nach dem Verkauf habe der neue Investor ITG-Angebote zur weiteren Betreuung des Objekts ausgeschlagen. Eine andere Lage, nur zwei Mieter - am Scharn bestünden grundsätzlich andere Bedingungen.Die Entwicklungsvereinbarung sieht nun unter anderem den Kaufvertrag bis Ende Januar 2015 vor und die Projektvorstellung im April. In beiden Fällen wird der Rat der Stadt beteiligt sein. Jütte: „Ein „strammer Zeitplan“.

„Minden ist ein begehrter Standort“

Die Scharn-Entwicklung soll voran gehen. Vor der Ratssitzung trafen sich Stadtkämmerer Norbert Kresse, Bürgermeister Michael Buhre, ITG-Architekt Arnd Gatermann, Mitglied der ITG-Geschäftsführung Horst Jütte. Repräsentant Nord Mathias Feldick und Andre Blankenagel, Volksbank Mindener Land. © MT-Foto: Alex Lehn

Minden (mt). Zwei Stunden Diskussion im Rat, ein abgeschmetterter Antrag auf Debattenende, Streit um eine mögliche Sonderratssitzung, eine viertelstündige Sitzungsunterbrechung, und am Ende eine klare politische Ansage: Die Stadt trifft mit der ITG (Immobilien Treuhand GmbH & Co KG) aus Düsseldorf eine Entwicklungsvereinbarung für ein Geschäftshaus am Scharn.

Die Entscheidung fiel bei zwei Nein-Stimmen der Linken und einer Enthaltung aus Reihen der Grünen. In den nächsten sechs Monaten wird nun von allen Seiten geprüft, ob sich das Projekt realisieren lässt.

„Minden ist ein begehrter Standort für den Handel“, erklärte Horst Jütte, Mitglied der ITG-Geschäftsführung, dem Rat. So gebe es schon mehrere Interessenten, die Mieter des geplanten neuen Einzelhandelsobjekts werden könnten.

Oder besser der Objekte, denn gleich zwei Geschäftshäuser sollen zwischen Scharn und Rathaus-Innenhof entstehen. Eines könnte ein Textilkaufhaus werden („mit einem Angebot, dass es in Minden bisher nicht gibt“), das andere würde gemischte Waren anbieten, etwa Elektronik, Schreibwaren, Haushaltswaren, Spielzeug. „Unser Motto ist Ergänzen, nicht verdrängen“, so Jütte gegenüber dem MT.

Während die Präsentation des ITG-Trios die meisten der Mindener Politiker überzeugte, sahen andere offene Fragen.

Die Linke hatte zuvor sogar eine Sonderratssitzung zum Thema gefordert, zog den Antrag dann aber zurück - nicht, weil ihre Zweifel ausgeräumt waren, sondern aus der Erkenntnis, gegen die Stimmenmehrheit nicht anzukommen und der Bereitschaft, Kosten zu sparen.

Problematisch fand die Linke das Auswahlverfahren, bei dem es Zweifel daran gab, ob das Projekt eines anderen Bewerbers im Ältestenrat richtig dargestellt worden war. Auch Hartmut Freise (DLF) und Edith von Wrisberg (MI) kritisierten das Verfahren als nicht geradlinig genug beziehungsweise zu intransparent.

Bürgermeister Michael Buhre: „Es gab drei Bewerber, davon erfüllte einer alle drei der hier im Rat beschlossenen Kriterien, einer zwei, und einer keins. Das Verfahren war in Ordnung.“

Eine mögliche Abbindung des Rathaus-Innenhofs, fehlende Wohnungen in der Neuplanung, die Situation der gegenwärtigen Mieter und der Wunsch nach einer großen Lösung, die weitere Häuser der Scharn-Zeile mit einbeziehen würde, beschäftigten die Politiker ebenfalls. Horst Idelberger (Die Grünen) wollte wissen, wie die ITG einen Leerstand wie der in der ebenfalls von der ITG entwickelten Obermarktpassage verhindern werde. 20 Jahre sei die Passage gut gelaufen, so Jütte, und nach dem Verkauf habe der neue Investor ITG-Angebote zur weiteren Betreuung des Objekts ausgeschlagen. Eine andere Lage, nur zwei Mieter - am Scharn bestünden grundsätzlich andere Bedingungen.

Die Entwicklungsvereinbarung sieht nun unter anderem den Kaufvertrag bis Ende Januar 2015 vor und die Projektvorstellung im April. In beiden Fällen wird der Rat der Stadt beteiligt sein. Jütte: „Ein „strammer Zeitplan“.

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