Minden Marketing sucht neue Konzepte für Kirmes, Gourmetmeile und Kultursommerbühne Ursula Koch Minden. Die Liste der Ausfälle ist lang: Frühjahrs- und Herbstmesse, die Zeitinseln zum verkaufsoffenen Sonntag, Gourmetmeile, Kultursommerbühne, Oktoberfest, Reenactor-Messe. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben die Pläne der Minden Marketing GmbH (MMG) für dieses Jahr ordentlich durcheinander gewirbelt und tun es noch. Die Konzertreihe „Martini um 12“, die in den vergangenen Jahren im Sommer am Samstag zur Mittagszeit auf der Martinitreppe Kulturfans und zufälligen Passanten Unterhaltung bot, fand ein neues Domizil bei der „Kultur im Hof“. Diese Reihe übertrifft, was die Anzahl der 28 Veranstaltungen angeht, bei weitem die üblicherweise fünf Auftritte vor dem Mindener Dom, bot aber nur Platz für 199 Zuschauer, während der Kleine Domhof bis zu 3.000 Personen fassen kann. Das heißt am Ende: Nur knapp die Hälfte der zahlenden Zuschauer, die im Durchschnitt in „normalen“ Jahren die Kultursommerbühne besuchen, berichtet MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander. Die Gourmetmeile locke im Durchschnitt 20.000, das Oktoberfest 6.000, die Reenactor-Messe 5.000 Besucher, die auch aus der weiteren Umgebung kommen. „München hatte sein Oktoberfest frühzeitig abgesagt. Das hat uns in Minden bei der Entscheidung sehr geholfen“, sagt Sander. Weil die Reenactor-Messe im selben Zelt stattfinde, sei sie damit automatisch hinfällig gewesen. „Wir sind sehr fair mit den Agenturen und Partnern auseinandergekommen“, zeigt er sich erleichtert. Für 2021 hofft er, wieder eine Gourmetmeile veranstalten zu können. „In diesem Jahr wurde Edeka 100 Jahre alt, der WEZ 120 und die Veranstaltung selber 20. Das hätten wir gerne groß gefeiert. Das möchten wir gerne 2021 nachholen“, kündigt Sander an. Er hofft, dass im nächsten Jahr auch die Kultursommerbühne wieder auf dem Kleinen Domhof veranstaltet werden kann. „Wir werden seltener die ganz großen Veranstaltungen haben“, erwartet Sander für die Zukunft. Stattdessen würden die kleinen Formate an Bedeutung gewinnen. „Die Menschen wollen sich treffen“, beobachtet er. Darum sei es Aufgabe des Stadtmarketings das unter den gebotenen Distanzregeln möglich zu machen. Dafür müsse das Marketing neue Koordinaten entwickeln. Ein Weg könnte ein Kirmespark auf Kanzlers Weide werden, der im Oktober eröffnen soll. „Das Projekt ist auf einem guten Weg“, sagt Sander, allerdings liegen noch nicht alle notwendigen Genehmigungen vor. Nach seinen Plänen soll in der Mitte ein großer Biergarten aufgebaut werden, darum herum sollen sich Imbissstände und Fahrgeschäfte gruppieren. Damit will er dem Publikum einen Ersatz für die traditionelle Herbstmesse bieten und heimischen Schaustellern Verdienstmöglichkeiten eröffnen. Sander denkt darüber nach, digitale Angebote in die Veranstaltungen stärker zu integrieren. Da seien spannende Formate denkbar. Darum müssten die Konzepte neu gedacht werden. In welche Richtung es geht, ist für den MMG-Geschäftsführer eindeutig: „Kleiner, wertiger, distanzierter.“

Minden Marketing sucht neue Konzepte für Kirmes, Gourmetmeile und Kultursommerbühne

Die Gourmetmeile konnte im Juni nicht stattfinden. Die Minden Marketing hofft, im nächsten Jahr die drei Geburtstage nachfeiern zu können. Foto: MT-Archiv/pr © pr

Minden. Die Liste der Ausfälle ist lang: Frühjahrs- und Herbstmesse, die Zeitinseln zum verkaufsoffenen Sonntag, Gourmetmeile, Kultursommerbühne, Oktoberfest, Reenactor-Messe. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben die Pläne der Minden Marketing GmbH (MMG) für dieses Jahr ordentlich durcheinander gewirbelt und tun es noch.

Die Konzertreihe „Martini um 12“, die in den vergangenen Jahren im Sommer am Samstag zur Mittagszeit auf der Martinitreppe Kulturfans und zufälligen Passanten Unterhaltung bot, fand ein neues Domizil bei der „Kultur im Hof“. Diese Reihe übertrifft, was die Anzahl der 28 Veranstaltungen angeht, bei weitem die üblicherweise fünf Auftritte vor dem Mindener Dom, bot aber nur Platz für 199 Zuschauer, während der Kleine Domhof bis zu 3.000 Personen fassen kann. Das heißt am Ende: Nur knapp die Hälfte der zahlenden Zuschauer, die im Durchschnitt in „normalen“ Jahren die Kultursommerbühne besuchen, berichtet MMG-Geschäftsführer Dr. Jörg-Friedrich Sander.

Die Gourmetmeile locke im Durchschnitt 20.000, das Oktoberfest 6.000, die Reenactor-Messe 5.000 Besucher, die auch aus der weiteren Umgebung kommen. „München hatte sein Oktoberfest frühzeitig abgesagt. Das hat uns in Minden bei der Entscheidung sehr geholfen“, sagt Sander. Weil die Reenactor-Messe im selben Zelt stattfinde, sei sie damit automatisch hinfällig gewesen. „Wir sind sehr fair mit den Agenturen und Partnern auseinandergekommen“, zeigt er sich erleichtert.

Für 2021 hofft er, wieder eine Gourmetmeile veranstalten zu können. „In diesem Jahr wurde Edeka 100 Jahre alt, der WEZ 120 und die Veranstaltung selber 20. Das hätten wir gerne groß gefeiert. Das möchten wir gerne 2021 nachholen“, kündigt Sander an. Er hofft, dass im nächsten Jahr auch die Kultursommerbühne wieder auf dem Kleinen Domhof veranstaltet werden kann.

„Wir werden seltener die ganz großen Veranstaltungen haben“, erwartet Sander für die Zukunft. Stattdessen würden die kleinen Formate an Bedeutung gewinnen. „Die Menschen wollen sich treffen“, beobachtet er. Darum sei es Aufgabe des Stadtmarketings das unter den gebotenen Distanzregeln möglich zu machen. Dafür müsse das Marketing neue Koordinaten entwickeln. Ein Weg könnte ein Kirmespark auf Kanzlers Weide werden, der im Oktober eröffnen soll. „Das Projekt ist auf einem guten Weg“, sagt Sander, allerdings liegen noch nicht alle notwendigen Genehmigungen vor. Nach seinen Plänen soll in der Mitte ein großer Biergarten aufgebaut werden, darum herum sollen sich Imbissstände und Fahrgeschäfte gruppieren. Damit will er dem Publikum einen Ersatz für die traditionelle Herbstmesse bieten und heimischen Schaustellern Verdienstmöglichkeiten eröffnen.

Sander denkt darüber nach, digitale Angebote in die Veranstaltungen stärker zu integrieren. Da seien spannende Formate denkbar. Darum müssten die Konzepte neu gedacht werden. In welche Richtung es geht, ist für den MMG-Geschäftsführer eindeutig: „Kleiner, wertiger, distanzierter.“

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