Michael Jäcke bleibt Mindens Bürgermeister Anna Bölling (CDU) landet bei Landratswahl vorne Benjamin Piel Minden. Michael Jäcke war für seinen zurückhaltenden Wahlkampf zuletzt kritisiert worden. Doch das starke Wahlergebnis des amtierenden Mindener Bürgermeisters ist erstaunlich stark (54,3 Prozent) ausgefallen. Zum zweiten Mal ist der Sozialdemokrat damit bereits im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit zum Bürgermeister gewählt worden. Völlig gegen den Bundestrend seiner Partei gelang es ihm sogar, sein Ergebnis der vorangegangenen Wahl zu verbessern. „Wir freuen uns riesig über dieses tolle Ergebnis“, sagte Jäcke gegenüber dem MT. Sein Kontrahent Dr. Konrad Winckler (CDU) bekam 31,1 Prozent der Stimmen und zeigte sich entsprechend geknickt: „Mit dem Ergebnis kann man natürlich nicht zufrieden sein, wir hatten gedacht, dass wir den Herrn Jäcke zumindest in die Stichwahl bekommen.“ Seine Partei habe sich mehr erhofft. Auf der Suche nach einer neuen Landrätin oder einem neuen Landrat geht es am 27. September in die Stichwahl. Die Differenz der Ergebnisse von Anna Bölling und Ingo Ellerkamp ist mit knapp 15 Prozentpunkten größer als von vielen erwartet. Entsprechend enttäuscht äußerte sich Ellerkamp: „Ich muss zugeben, dass ich mir das Ergebnis knapper vorgestellt hatte.“ In Porta Westfalica erwischte es die SPD schwer. Die Stadt war jahrzehntelang eine Hochburg der Sozialdemokraten gewesen. Damit ist es nun erst einmal vorbei. SPD-Bürgermeisterkandidat Achim Achilles schaffte es zwar mit 27,4 Prozent noch in die Stichwahl. Allerdings fuhr Dr. Sonja Gerlach für die CDU mit 44 Prozent ein starkes Ergebnis ein. Sie geht damit in zwei Wochen als Favoritin in die Stichwahl. „Wir werden noch mal hart arbeiten und überzeugend rüberbringen, wofür wir stehen“, kündigte sie gegenüber dem MT an. Achilles dagegen wirkte enttäuscht: „Das ist sicherlich nicht das Ergebnis, das wir erwartet haben und ich hoffe, dass wir in der Stichwahl noch ein bisschen zulegen können.“ Nicht in die Stichwahl muss Dirk Breves (CDU) in Petershagen. Er holte mit 59,4 Prozent die absolute Mehrheit und ließ Herausforderer Jens Wölke (SPD/36,1 Prozent) keine Chance. Spannend bleibt es in Hille. Dort holte Amtsinhaber Michael Schweiß (SPD), der aus dem Amt heraus kandidierte, weil er sich vor der Wahl mit seiner Partei überworfen hatte, die meisten Stimmen (39,9 Prozent). Er tritt in der Stichwahl gegen Henning Grinke (CDU) an, der 31,4 Prozent holte. Burkhard Günther (SPD), der kurioserweise gegen gegen seien Parteifreund Schweiß antrat, schaffte es mit 28,8 Prozent nicht in die Stichwahl. Er rief anschließend zur Wahl des CDU-Mannes bei der Stichwahl auf. Große Wahlsieger waren die Grünen. Sie steigerten ihre Ergebnisse sowohl bei der Kreistags- als auch bei den Ratswahlen. Das beste Ergebnis fuhren die Grünen mit mehr als 20 Prozent in Porta ein. Eine der Verliererinnen der Wahl ist die AfD. Auf Kreisebene sowie in Minden erreichte sie nur ein unwesentlich besseres Ergebnis als 2014. In Petershagen und Hille blieb sie unterhalb von fünf, in Porta landete sie leicht über sechs Prozent.

Michael Jäcke bleibt Mindens Bürgermeister

Minden. Michael Jäcke war für seinen zurückhaltenden Wahlkampf zuletzt kritisiert worden. Doch das starke Wahlergebnis des amtierenden Mindener Bürgermeisters ist erstaunlich stark (54,3 Prozent) ausgefallen. Zum zweiten Mal ist der Sozialdemokrat damit bereits im ersten Wahlgang mit der absoluten Mehrheit zum Bürgermeister gewählt worden.

Grafik: MT
Grafik: MT

Völlig gegen den Bundestrend seiner Partei gelang es ihm sogar, sein Ergebnis der vorangegangenen Wahl zu verbessern. „Wir freuen uns riesig über dieses tolle Ergebnis“, sagte Jäcke gegenüber dem MT. Sein Kontrahent Dr. Konrad Winckler (CDU) bekam 31,1 Prozent der Stimmen und zeigte sich entsprechend geknickt: „Mit dem Ergebnis kann man natürlich nicht zufrieden sein, wir hatten gedacht, dass wir den Herrn Jäcke zumindest in die Stichwahl bekommen.“ Seine Partei habe sich mehr erhofft.

Auf der Suche nach einer neuen Landrätin oder einem neuen Landrat geht es am 27. September in die Stichwahl. Die Differenz der Ergebnisse von Anna Bölling und Ingo Ellerkamp ist mit knapp 15 Prozentpunkten größer als von vielen erwartet. Entsprechend enttäuscht äußerte sich Ellerkamp: „Ich muss zugeben, dass ich mir das Ergebnis knapper vorgestellt hatte.“

In Porta Westfalica erwischte es die SPD schwer. Die Stadt war jahrzehntelang eine Hochburg der Sozialdemokraten gewesen. Damit ist es nun erst einmal vorbei. SPD-Bürgermeisterkandidat Achim Achilles schaffte es zwar mit 27,4 Prozent noch in die Stichwahl. Allerdings fuhr Dr. Sonja Gerlach für die CDU mit 44 Prozent ein starkes Ergebnis ein. Sie geht damit in zwei Wochen als Favoritin in die Stichwahl. „Wir werden noch mal hart arbeiten und überzeugend rüberbringen, wofür wir stehen“, kündigte sie gegenüber dem MT an. Achilles dagegen wirkte enttäuscht: „Das ist sicherlich nicht das Ergebnis, das wir erwartet haben und ich hoffe, dass wir in der Stichwahl noch ein bisschen zulegen können.“

Nicht in die Stichwahl muss Dirk Breves (CDU) in Petershagen. Er holte mit 59,4 Prozent die absolute Mehrheit und ließ Herausforderer Jens Wölke (SPD/36,1 Prozent) keine Chance.

Spannend bleibt es in Hille. Dort holte Amtsinhaber Michael Schweiß (SPD), der aus dem Amt heraus kandidierte, weil er sich vor der Wahl mit seiner Partei überworfen hatte, die meisten Stimmen (39,9 Prozent). Er tritt in der Stichwahl gegen Henning Grinke (CDU) an, der 31,4 Prozent holte. Burkhard Günther (SPD), der kurioserweise gegen gegen seien Parteifreund Schweiß antrat, schaffte es mit 28,8 Prozent nicht in die Stichwahl. Er rief anschließend zur Wahl des CDU-Mannes bei der Stichwahl auf.

Große Wahlsieger waren die Grünen. Sie steigerten ihre Ergebnisse sowohl bei der Kreistags- als auch bei den Ratswahlen. Das beste Ergebnis fuhren die Grünen mit mehr als 20 Prozent in Porta ein.

Eine der Verliererinnen der Wahl ist die AfD. Auf Kreisebene sowie in Minden erreichte sie nur ein unwesentlich besseres Ergebnis als 2014. In Petershagen und Hille blieb sie unterhalb von fünf, in Porta landete sie leicht über sechs Prozent.

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