Meister an der Orgel - Ton Koopman soll in St. Martini spielen Minden (mt/och). Der niederländische Organist Ton Koopman ist einer der international renommiertesten Interpreten Alter Musik. Ursprünglich sollte er zu den Orgeltagen im vergangenen November in der Martinikirche auftreten. Das ließ allerdings die Corona-Schutzverordnung nicht zu. Unter dem Vorbehalt, dass sich das Infektionsgeschehen günstig entwickelt, will die Martinikirche am 1. und 2. Mai einen neuen Versuch unternehmen, die Auftritte nachzuholen. Am 1. Mai soll Koopman, der als Honorarprofessor an der Musikhochschule Lübeck lehrt, einen Meisterkurs in Orgelinterpretation leiten. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn beschränkt, die Gebühr beträgt 40 Euro. Eine passive Teilnahme ist dieses Mal wegen des beschränkten Platzes auf der Orgelempore nicht möglich. Anmeldungen für den Workshop sind unter der E-Mail-Adresse wellner@martinigemeinde.de möglich. Koopman hat sich mit der Musik vom Frühbarock bis zur Wiener Klassik, also der Zeit zwischen 1600 und 1800, auch wissenschaftlich beschäftigt. Mit unzähligen Einspielungen als Organist, Cembalist und Ensembleleiter ist der 76-Jährige in Rundfunk und Fernsehen seit vielen Jahrzehnten präsent. 2019 wurde er Präsident des Bach-Archivs in Leipzig. Am 2. Mai gibt Koopman um 17 Uhr ein Konzert auf der historischen Martiniorgel. Das Programm soll die Vielseitigkeit des Instruments zeigen. Im Mittelpunkt steht daher die Orgelmusik Johann Sebastian Bachs und Dietrich Buxtehudes. Von diesen beiden Großmeistern der Orgel hat Ton Koopman bereits sämtliche Orgelwerke eingespielt. Bach ist für Koopman immer das Zentrum seiner Musikbegeisterung gewesen. Buxtehude ist ein Lehrer Bachs. Der niederländische Komponist Jan Pieterszoon Sweelinck lebte 100 Jahre vor Bach und hat die im Entstehen begriffene Norddeutsche Orgelschule entscheidend mitgeprägt. Eintrittskarten werden nach Auskunft von Martinikantor Ulf Wellner erhältlich sein, sobald geklärt ist, ob dieses Konzert stattfinden kann.

Meister an der Orgel - Ton Koopman soll in St. Martini spielen

Minden (mt/och). Der niederländische Organist Ton Koopman ist einer der international renommiertesten Interpreten Alter Musik. Ursprünglich sollte er zu den Orgeltagen im vergangenen November in der Martinikirche auftreten.

Der niederländische Organist und Dirigent Ton Koopman soll am 1. Mai in St. Martini auftreten. Foto: pr - © pr
Der niederländische Organist und Dirigent Ton Koopman soll am 1. Mai in St. Martini auftreten. Foto: pr - © pr

Das ließ allerdings die Corona-Schutzverordnung nicht zu. Unter dem Vorbehalt, dass sich das Infektionsgeschehen günstig entwickelt, will die Martinikirche am 1. und 2. Mai einen neuen Versuch unternehmen, die Auftritte nachzuholen.

Am 1. Mai soll Koopman, der als Honorarprofessor an der Musikhochschule Lübeck lehrt, einen Meisterkurs in Orgelinterpretation leiten. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn beschränkt, die Gebühr beträgt 40 Euro. Eine passive Teilnahme ist dieses Mal wegen des beschränkten Platzes auf der Orgelempore nicht möglich. Anmeldungen für den Workshop sind unter der E-Mail-Adresse wellner@martinigemeinde.de möglich.

Koopman hat sich mit der Musik vom Frühbarock bis zur Wiener Klassik, also der Zeit zwischen 1600 und 1800, auch wissenschaftlich beschäftigt. Mit unzähligen Einspielungen als Organist, Cembalist und Ensembleleiter ist der 76-Jährige in Rundfunk und Fernsehen seit vielen Jahrzehnten präsent. 2019 wurde er Präsident des Bach-Archivs in Leipzig.

Am 2. Mai gibt Koopman um 17 Uhr ein Konzert auf der historischen Martiniorgel. Das Programm soll die Vielseitigkeit des Instruments zeigen. Im Mittelpunkt steht daher die Orgelmusik Johann Sebastian Bachs und Dietrich Buxtehudes. Von diesen beiden Großmeistern der Orgel hat Ton Koopman bereits sämtliche Orgelwerke eingespielt. Bach ist für Koopman immer das Zentrum seiner Musikbegeisterung gewesen. Buxtehude ist ein Lehrer Bachs.

Der niederländische Komponist Jan Pieterszoon Sweelinck lebte 100 Jahre vor Bach und hat die im Entstehen begriffene Norddeutsche Orgelschule entscheidend mitgeprägt. Eintrittskarten werden nach Auskunft von Martinikantor Ulf Wellner erhältlich sein, sobald geklärt ist, ob dieses Konzert stattfinden kann.

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