Mehr für die Wehr: Mindener Feuerwehr braucht Helme, Platz und neue Fahrzeuge Monika Jäger Minden. Beschaffungen, Neubauten, Zukunftspläne der Feuerwehr: Lutz Kölling und Tim Upheber gaben im Fachausschuss einen Überblick zu Themen in diesem Zusammenhang. Allen gemeinsam: Der Bedarf an Ausstattung und Personal steigt aktuell. Angeschafft werden beispielsweise 650 neue Feuerwehrhelme aus Kunststoff, die die alten aus Aluminium ersetzen. Damit sollen nicht nur Berufs- und Freiwillige Feuerwehr ausgestattet werden, sondern auch der Rettungsdienst. Die Gesamtkosten von 160.000 Euro werden auf zwei Jahre verteilt, die Helme im November 2021 und Februar 2022 geliefert. Auch mehrere Wärmebildkameras werden bestellt. Diese gehören inzwischen als Norm zur Grundausstattung von neuen Fahrzeugen; in Minden sollen nun auch alte Fahrzeuge beziehungsweise alle Löschgruppen und Einheiten eine bekommen. In diesem Tagen muss ferner entschieden werden, an welche Fachfirma der Auftrag für unter anderem zehn neue Mannschaftstransportfahrzeuge vergeben wird. Eines der Fahrzeuge schafft Minden im Auftrag der Partnerfeuerwehr Tangermünde mit an, die auf diese Weise von den erwartbar besseren Konditionen einer Großbestellung profitieren will. Dass in Minden die Sirenen nur langsam auf die Dächer kommen, hat auch mit dem aktuellen Baustoffmangel zu tun, so Lutz Kölling. Dachöffnungen sind inzwischen aber in Aminghausen und an der Forststraße geschaffen worden, kurzfristig folgen sollen Bölhorst, Päpinghausen und Dankersen. Unter welchen räumlichen Bedingungen die Löschgruppen und Einheiten in den kommenden Jahren arbeiten werden, dazu gibt es zurzeit viele Gespräche und Abstimmungen. Zum Feuerwehrstandort im Osten liefen noch Gespräche, der Hauptausschuss der Stadt Minden soll in der nächsten Sitzung nichtöffentlich dazu eine Entscheidung treffen. Auch zum Stand im Norden stehen noch letzte Gespräche aus, hier geht es um das künftige Zusammenwirken der Löschgruppen Todtenhausen und Kutenhausen. Die Hauptwache ist im Laufe der Jahrzehnte zu klein geworden – hier ist inzwischen der künftige Bedarf genau beschrieben worden. Tim Upheber, Leiter der Feuerwehr, macht in dem Zusammenhang im MT-Gespräch deutlich, dass er eine Erweiterung am bestehenden Standort favorisiert. Was genau getan wird, liege aber jetzt in Händen der Planungsfirma und der hier zuständigen städtischen Gebäudewirtschaft. „Wir wissen jedenfalls, dass wir definitiv mit dem Platz nicht hinkommen, den wir hier haben." Auch wo genau die neue Feuerwehrschule sein wird, die zum 1. April 2022 in Minden eröffnet, ist noch nicht endgültig entschieden. Eine Option wäre, eine zurzeit ungenutzte Etage der Hafenschule in Dankersen und das Gerätehaus Dankersen zu verwenden, das auf lange Sicht frei wird. Auch hier steht die endgültige Entscheidung aus, zumal in jedem Fall ein Umbau, beispielsweise für Duschen und Umkleiden, nötig wäre. In den nächsten Monaten erwartet die Mindener Wehr zudem weitere Informationen über die neuen Anforderungen des Rettungsbedarfsplans. Dieser wird alle fünf Jahre angepasst, zuständig ist der Kreis Minden-Lübbecke. Aktuell wurde in Gesprächen mit allen Rettungswachen des Kreises die Fortschreibung erarbeitet; Minden wird – wie alle Rettungswachen – diese dann bekommen und muss sein Einvernehmen erklären. Auch hier geht Upheber davon aus, dass sich die Mindener mehr als bisher mit Material und Personal einbringen müssen, da sich Einsatzzahlen erhöht und Vorgaben geändert hätten.

Mehr für die Wehr: Mindener Feuerwehr braucht Helme, Platz und neue Fahrzeuge

Für die Zukunft der Feuerwehr will die Stadt auch in neue Ausrüstung investieren. Archivfoto: Lennart Weber © Lennart Weber

Minden. Beschaffungen, Neubauten, Zukunftspläne der Feuerwehr: Lutz Kölling und Tim Upheber gaben im Fachausschuss einen Überblick zu Themen in diesem Zusammenhang. Allen gemeinsam: Der Bedarf an Ausstattung und Personal steigt aktuell.

Angeschafft werden beispielsweise 650 neue Feuerwehrhelme aus Kunststoff, die die alten aus Aluminium ersetzen. Damit sollen nicht nur Berufs- und Freiwillige Feuerwehr ausgestattet werden, sondern auch der Rettungsdienst. Die Gesamtkosten von 160.000 Euro werden auf zwei Jahre verteilt, die Helme im November 2021 und Februar 2022 geliefert. Auch mehrere Wärmebildkameras werden bestellt. Diese gehören inzwischen als Norm zur Grundausstattung von neuen Fahrzeugen; in Minden sollen nun auch alte Fahrzeuge beziehungsweise alle Löschgruppen und Einheiten eine bekommen.

In diesem Tagen muss ferner entschieden werden, an welche Fachfirma der Auftrag für unter anderem zehn neue Mannschaftstransportfahrzeuge vergeben wird. Eines der Fahrzeuge schafft Minden im Auftrag der Partnerfeuerwehr Tangermünde mit an, die auf diese Weise von den erwartbar besseren Konditionen einer Großbestellung profitieren will.


Dass in Minden die Sirenen nur langsam auf die Dächer kommen, hat auch mit dem aktuellen Baustoffmangel zu tun, so Lutz Kölling. Dachöffnungen sind inzwischen aber in Aminghausen und an der Forststraße geschaffen worden, kurzfristig folgen sollen Bölhorst, Päpinghausen und Dankersen.

Unter welchen räumlichen Bedingungen die Löschgruppen und Einheiten in den kommenden Jahren arbeiten werden, dazu gibt es zurzeit viele Gespräche und Abstimmungen. Zum Feuerwehrstandort im Osten liefen noch Gespräche, der Hauptausschuss der Stadt Minden soll in der nächsten Sitzung nichtöffentlich dazu eine Entscheidung treffen. Auch zum Stand im Norden stehen noch letzte Gespräche aus, hier geht es um das künftige Zusammenwirken der Löschgruppen Todtenhausen und Kutenhausen.

Die Hauptwache ist im Laufe der Jahrzehnte zu klein geworden – hier ist inzwischen der künftige Bedarf genau beschrieben worden. Tim Upheber, Leiter der Feuerwehr, macht in dem Zusammenhang im MT-Gespräch deutlich, dass er eine Erweiterung am bestehenden Standort favorisiert. Was genau getan wird, liege aber jetzt in Händen der Planungsfirma und der hier zuständigen städtischen Gebäudewirtschaft. „Wir wissen jedenfalls, dass wir definitiv mit dem Platz nicht hinkommen, den wir hier haben."

Auch wo genau die neue Feuerwehrschule sein wird, die zum 1. April 2022 in Minden eröffnet, ist noch nicht endgültig entschieden. Eine Option wäre, eine zurzeit ungenutzte Etage der Hafenschule in Dankersen und das Gerätehaus Dankersen zu verwenden, das auf lange Sicht frei wird. Auch hier steht die endgültige Entscheidung aus, zumal in jedem Fall ein Umbau, beispielsweise für Duschen und Umkleiden, nötig wäre.

In den nächsten Monaten erwartet die Mindener Wehr zudem weitere Informationen über die neuen Anforderungen des Rettungsbedarfsplans. Dieser wird alle fünf Jahre angepasst, zuständig ist der Kreis Minden-Lübbecke. Aktuell wurde in Gesprächen mit allen Rettungswachen des Kreises die Fortschreibung erarbeitet; Minden wird – wie alle Rettungswachen – diese dann bekommen und muss sein Einvernehmen erklären.

Auch hier geht Upheber davon aus, dass sich die Mindener mehr als bisher mit Material und Personal einbringen müssen, da sich Einsatzzahlen erhöht und Vorgaben geändert hätten.

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