Mehr Hahlen für alle: So will sich ein neugegründeter Verein für ein lebenswertes Hahlen einsetzen Anja Peper Minden-Hahlen. Wie bleibt unser Dorf lebenswert? In erster Linie wohl durch Menschen, die Eigeninitiative zeigen und sich für ein gemeinsames Ziel engagieren. In Hahlen ziehen die Vereine an einem Strang und haben den Verein „Hahler Dorfkultur“ gegründet. Zwar ist der Ort mit seinen knapp 3.900 Einwohnern offiziell gar kein Dorf, sondern seit der Gebiets- und Verwaltungsreform vom 1. Januar 1973 ein Stadtteil von Minden. Doch die Strukturen sind noch da. Der Dorfplatz mit seiner Linde bildet den Mittelpunkt. Hier stehen die historisch bedeutenden Gebäude: die Marienkapelle von 1503, die alte Schule von 1820 sowie die ehemalige Hahler Dorfschänke. Das Ziel des Vereins: „Wir wollen in Zusammenarbeit mit allen Hahler Vereinen zukünftig Projekte zur Förderung der Dorfgemeinschaft anstoßen.“ Die Homepage ist fertig, jetzt fängt der Verein an, richtig die Werbetrommel zu rühren, damit es noch mehr Mitglieder werden. Alle Generationen sollen einbezogen werden. Altersunterschiede spielen keine Rolle: Gründungsmitglied Wilhelm Rohlfing gehört mit 66 zu den Ältesten, die zweite Vorsitzende Elena Wüllner ist mit 23 Jahren eine der Jüngsten. Zusammen suchen sie gezielt nach Möglichkeiten, das Dorf zu beleben. Zwar lebt es sich insgesamt nicht schlecht in Hahlen. Die Nähe zum Mittellandkanal bietet hohen Freizeitwert für Spaziergänger, Läufer und Radfahrer. Hier stehen schicke alte Fachwerkhäuser. Die Vereine bieten eine vielfältige Palette an Möglichkeiten. Hier kennt man sich. Das traditionelle Hahler Kranzreiten ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Doch was fehlt, ist ein lebendiger Dorfkern. Die ehemalige Dorfkneipe „Am Hahler Semphüsken“ ist seit einem Jahr geschlossen und damit fehlt ein zentraler Treffpunkt. Wer größere Veranstaltungen organisieren möchte, braucht einen Saal. Im Saal der Dorfkneipe würden bis zu 100 Menschen Platz finden, wenn er eines Tages wieder öffnet. Es geht dem Verein aber nicht nur um die großen Events, sondern auch um die Möglichkeit, sich auf ein Feierabendbier zu treffen. „Donnerstag bis Sonntag: Das sind in der Regel die Tage, die immer laufen“, erzählt der Vorsitzende Axel Wüllner. Jahreshauptversammlungen, Knobelabende, After-Handball-Shows – alles ist möglich. Allein der TSV Hahlen hat etwa 700 Mitglieder, der Kranzreiterverein mehr als 300. Da gibt es immer mal wieder etwas zu feiern. Die Freiwillige Feuerwehr hat jeden zweiten Freitag Dienst. Und auch viele Radfahrer kommen am Wochenende vorbei. Das Potenzial für eine florierende Gastronomie wäre also da, da ist sich der Vorstand der „Hahler Dorfkultur“ einig. Besonders sonntags war der Biergarten ein beliebter Treffpunkt: Ein kaltes Getränk, die Füße im Sand und das alles im Schatten der kleinen Kirche. Wer sich dafür interessiert, die ehemalige „Hahler Dorfschänke“ zu pachten, kann sich bei Getränke Gieselmann unter der Telefonnummer (0571) 29 0 77 melden. Wer Mitglied im Verein „Hahler Dorfkultur“ werden möchte, muss übrigens nicht zwingend in Hahlen wohnen. Jeder kann den Verein unterstützen. Alle weiteren Infos unter hahler-dorfkultur-ev.de/. Hier sind auch die Kontaktdaten und der Antrag auf Mitgliedschaft zu finden. Außerdem ist der Verein auf Instagram aktiv: hahlerdorfkulturverein.

Mehr Hahlen für alle: So will sich ein neugegründeter Verein für ein lebenswertes Hahlen einsetzen

Mehrere Vereine ziehen an einem Strang und haben sich zum „Hahler Dorfkultur e.V.“ zusammengeschlossen. Gemeinsam wollen sie Projekte zur Förderung der Dorfgemeinschaft anstoßen – und zwar für alle Generationen. Foto: © privat

Minden-Hahlen. Wie bleibt unser Dorf lebenswert? In erster Linie wohl durch Menschen, die Eigeninitiative zeigen und sich für ein gemeinsames Ziel engagieren. In Hahlen ziehen die Vereine an einem Strang und haben den Verein „Hahler Dorfkultur“ gegründet. Zwar ist der Ort mit seinen knapp 3.900 Einwohnern offiziell gar kein Dorf, sondern seit der Gebiets- und Verwaltungsreform vom 1. Januar 1973 ein Stadtteil von Minden. Doch die Strukturen sind noch da. Der Dorfplatz mit seiner Linde bildet den Mittelpunkt. Hier stehen die historisch bedeutenden Gebäude: die Marienkapelle von 1503, die alte Schule von 1820 sowie die ehemalige Hahler Dorfschänke.

Das Ziel des Vereins: „Wir wollen in Zusammenarbeit mit allen Hahler Vereinen zukünftig Projekte zur Förderung der Dorfgemeinschaft anstoßen.“ Die Homepage ist fertig, jetzt fängt der Verein an, richtig die Werbetrommel zu rühren, damit es noch mehr Mitglieder werden. Alle Generationen sollen einbezogen werden. Altersunterschiede spielen keine Rolle: Gründungsmitglied Wilhelm Rohlfing gehört mit 66 zu den Ältesten, die zweite Vorsitzende Elena Wüllner ist mit 23 Jahren eine der Jüngsten. Zusammen suchen sie gezielt nach Möglichkeiten, das Dorf zu beleben.

Zwar lebt es sich insgesamt nicht schlecht in Hahlen. Die Nähe zum Mittellandkanal bietet hohen Freizeitwert für Spaziergänger, Läufer und Radfahrer. Hier stehen schicke alte Fachwerkhäuser. Die Vereine bieten eine vielfältige Palette an Möglichkeiten. Hier kennt man sich. Das traditionelle Hahler Kranzreiten ist weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Doch was fehlt, ist ein lebendiger Dorfkern. Die ehemalige Dorfkneipe „Am Hahler Semphüsken“ ist seit einem Jahr geschlossen und damit fehlt ein zentraler Treffpunkt. Wer größere Veranstaltungen organisieren möchte, braucht einen Saal. Im Saal der Dorfkneipe würden bis zu 100 Menschen Platz finden, wenn er eines Tages wieder öffnet. Es geht dem Verein aber nicht nur um die großen Events, sondern auch um die Möglichkeit, sich auf ein Feierabendbier zu treffen. „Donnerstag bis Sonntag: Das sind in der Regel die Tage, die immer laufen“, erzählt der Vorsitzende Axel Wüllner. Jahreshauptversammlungen, Knobelabende, After-Handball-Shows – alles ist möglich. Allein der TSV Hahlen hat etwa 700 Mitglieder, der Kranzreiterverein mehr als 300. Da gibt es immer mal wieder etwas zu feiern. Die Freiwillige Feuerwehr hat jeden zweiten Freitag Dienst. Und auch viele Radfahrer kommen am Wochenende vorbei. Das Potenzial für eine florierende Gastronomie wäre also da, da ist sich der Vorstand der „Hahler Dorfkultur“ einig. Besonders sonntags war der Biergarten ein beliebter Treffpunkt: Ein kaltes Getränk, die Füße im Sand und das alles im Schatten der kleinen Kirche. Wer sich dafür interessiert, die ehemalige „Hahler Dorfschänke“ zu pachten, kann sich bei Getränke Gieselmann unter der Telefonnummer (0571) 29 0 77 melden.

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Patrick Schwemmling

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Wer Mitglied im Verein „Hahler Dorfkultur“ werden möchte, muss übrigens nicht zwingend in Hahlen wohnen. Jeder kann den Verein unterstützen. Alle weiteren Infos unter hahler-dorfkultur-ev.de/. Hier sind auch die Kontaktdaten und der Antrag auf Mitgliedschaft zu finden. Außerdem ist der Verein auf Instagram aktiv: hahlerdorfkulturverein.

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