Mehr Geld fürs Mindener Rathaus: Kosten für Sanierung könnten auf 49 Millionen Euro steigen Monika Jäger Minden (mob). Die Mindener Stadtverordneten werden sich im Hauptausschuss in dieser Woche mit dem Haushalt, einem Tibet-Aktionstag und einem Finanzthema befassen, zu dem Diskussionen zu erwarten sein dürften: Da geht es um die Kosten der Rathaussanierung. Stadtkämmerer Norbert Kresse gibt regelmäßig im Hauptausschuss Zwischenberichte zum Stand der Arbeiten; diesmal fällt sein Bericht jedoch deutlich umfangreicher aus. Der Umbau ist hochkomplex. Die sechs Gebäudeteile stammen aus verschiedenen Bauepochen und haben eine Gesamtfläche von etwa. 20.000 Quadratmetern. Der gesamte Rathauskomplex einschließlich der Innenhöfe und des Kleinen Domhofes steht unter Denkmalschutz. Was genau das Ganze kosten würde, konnte zu Beginn der Arbeiten nur grob geschätzt werden, denn keiner wusste, was sich tatsächlich in den alten Decken und Wänden finden würde. 34,5 Millionen Euro wurden als Kostenrahmen im Herbst 2016 und 2017 genannt. Ende 2018/Anfang 2019 lag diese Summe bei 37 Millionen Euro. Anfang Juni 2019 begannen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt – dazu gehörten das historische Rathaus, das Geschäftshaus am Scharn und Teile des Deilmannbaus. Im Mai 2019 legten die Stadtverordneten Geld dafür nach: 41,64 Millionen Euro sollten die Arbeiten nun kosten dürfen – einer der Gründe war die allgemeine Kostensteigerung, ein anderer die Pläne, Minden Marketing und Tourist Information mit ins Rathaus zu holen. Am Donnerstag nun wird Kämmerer Norbert Kresse, der auch für die Gebäudewirtschaft zuständig ist, einen Beschlussvorschlag einbringen, nach dem nun knapp 49 Millionen Euro nötig sein werden. Zweitens greift die CDU-Fraktion ein Thema auf, das im vergangenen Jahr durchaus umstritten war: Die Beteiligung am Solidaritätstag für Tibet. Am 10. März sollte dazu unter anderem die Flagge dieses Staates am Rathaus „deutlich sichtbar aufgehängt“ werden, zudem sollten begleitende Aktionen und Infomöglichkeiten eingerichtet werden. Bereits mehrfach hatte die Politik darüber diskutiert, zuletzt bestand im Januar 2020 Konsens, dass an diesem jährlichen Aktionstag teilgenommen werden sollte. Damals hatten Grüne und CDU sehr ähnliche Anträge gestellt. Im Mai 2018 hatte der Rat beschlossen, die über Jahre eingeschlafene Aktion wieder aufzunehmen. Jetzt möchte die CDU mit ihrem erneuten Antrag eine Grundsätzlichkeit erreichen. Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich außerdem unter anderem mit dem städtischen Haushalt und der Theatersanierung. Die Sitzung am Donnerstag, 25. Februar, beginnt um 16.30 Uhr im Ständersaal des Preußenmuseums, Simeonsplatz 12.

Mehr Geld fürs Mindener Rathaus: Kosten für Sanierung könnten auf 49 Millionen Euro steigen

Komplizierte Sanierung: Der gesamte Rathauskomplex steht unter Denkmalschutz. MT-Archivfoto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden (mob). Die Mindener Stadtverordneten werden sich im Hauptausschuss in dieser Woche mit dem Haushalt, einem Tibet-Aktionstag und einem Finanzthema befassen, zu dem Diskussionen zu erwarten sein dürften: Da geht es um die Kosten der Rathaussanierung.

Stadtkämmerer Norbert Kresse gibt regelmäßig im Hauptausschuss Zwischenberichte zum Stand der Arbeiten; diesmal fällt sein Bericht jedoch deutlich umfangreicher aus. Der Umbau ist hochkomplex. Die sechs Gebäudeteile stammen aus verschiedenen Bauepochen und haben eine Gesamtfläche von etwa. 20.000 Quadratmetern. Der gesamte Rathauskomplex einschließlich der Innenhöfe und des Kleinen Domhofes steht unter Denkmalschutz.

Was genau das Ganze kosten würde, konnte zu Beginn der Arbeiten nur grob geschätzt werden, denn keiner wusste, was sich tatsächlich in den alten Decken und Wänden finden würde. 34,5 Millionen Euro wurden als Kostenrahmen im Herbst 2016 und 2017 genannt. Ende 2018/Anfang 2019 lag diese Summe bei 37 Millionen Euro.

Anfang Juni 2019 begannen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt – dazu gehörten das historische Rathaus, das Geschäftshaus am Scharn und Teile des Deilmannbaus.

Im Mai 2019 legten die Stadtverordneten Geld dafür nach: 41,64 Millionen Euro sollten die Arbeiten nun kosten dürfen – einer der Gründe war die allgemeine Kostensteigerung, ein anderer die Pläne, Minden Marketing und Tourist Information mit ins Rathaus zu holen. Am Donnerstag nun wird Kämmerer Norbert Kresse, der auch für die Gebäudewirtschaft zuständig ist, einen Beschlussvorschlag einbringen, nach dem nun knapp 49 Millionen Euro nötig sein werden.

Zweitens greift die CDU-Fraktion ein Thema auf, das im vergangenen Jahr durchaus umstritten war: Die Beteiligung am Solidaritätstag für Tibet. Am 10. März sollte dazu unter anderem die Flagge dieses Staates am Rathaus „deutlich sichtbar aufgehängt“ werden, zudem sollten begleitende Aktionen und Infomöglichkeiten eingerichtet werden.

Bereits mehrfach hatte die Politik darüber diskutiert, zuletzt bestand im Januar 2020 Konsens, dass an diesem jährlichen Aktionstag teilgenommen werden sollte. Damals hatten Grüne und CDU sehr ähnliche Anträge gestellt. Im Mai 2018 hatte der Rat beschlossen, die über Jahre eingeschlafene Aktion wieder aufzunehmen. Jetzt möchte die CDU mit ihrem erneuten Antrag eine Grundsätzlichkeit erreichen.

Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich außerdem unter anderem mit dem städtischen Haushalt und der Theatersanierung. Die Sitzung am Donnerstag, 25. Februar, beginnt um 16.30 Uhr im Ständersaal des Preußenmuseums, Simeonsplatz 12.

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