Mehr Geld für Ferienfreizeiten der Mindener Jugendverbände Doris Christoph Minden. Abschalten, mal was anderes sehen und dabei mit Freunden zusammen sein – Ferienfreizeiten und Fahrten machen das für Kinder und Jugendliche möglich. Organisiert werden sie oft von Jugendverbänden. Doch in diesem Jahr gab es kaum Angebote – zum einen wegen der Planungsunsicherheit, zum anderen wegen gestiegener Kosten für Busfahrten oder Unterkünfte, wie Verwaltungsmitarbeiterin Daniela Thoring im jüngsten Jugendhilfeausschuss erklärte. 2019 organisierten mehr als 20 Jugendverbände 45 Freizeiten. In diesem Jahr gab es gerade mal 19 Angebote, die von zehn Trägern auf die Beine gestellt wurden. Zudem konnten sich weniger Familien die Teilnahme leisten, so Thoring. Die Stadt schlägt deshalb vor, die Förderung von drei Euro pro Teilnehmer und Übernachtung auf acht Euro zu erhöhen. Das Geld dafür kommt aus dem NRW-Sonderförderprogramm „Aufholen nach Corona in der Kinder- und Jugendhilfe“. Damit will das Land negative Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche abfedern. In 2021 kann das Mindener Jugendamt rund 171.000 Euro dank des Programms verteilen. Im kommenden Jahr sind es rund 342.000 Euro (das MT berichtete). 30 Prozent der jeweiligen Summe können in die offene Kinder- und Jugendarbeit oder Ferienfreizeiten fließen. In diesem Jahr kann die Stadt für die so genannte Fördersäule III so rund 46.000 Euro verteilen, in 2022 sind es 92.000 Euro. Nachdem der Ausschuss im August über die Summe informiert worden war, wurde nun eine Aufteilung vorgeschlagen: Rund 20.000 Euro sollen in diesem Jahr und 40.000 Euro in 2022 in die Förderung von Freizeiten und Fahrten fließen. Jeweils 5.000 Euro für dieses und nächstes Jahr soll zudem der Jugendring Minden-Lübbecke erhalten. Er ist ein Zusammenschluss der Jugendverbände im Jugendamtsbezirk des Kreises und der Stadt Minden, die als freie Träger der Jugendhilfe anerkannt sind und Nachwuchsarbeit anbieten. Zu ihnen gehören beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr oder das Jugendrotkreuz. Um der Kinder- und Jugendarbeit wieder auf die Beine zu helfen, hatte der Jugendring das Förderprogramm „Re:Start“ mit 30.000 Euro für seine Mitglieder aufgelegt (das MT berichtete). 20.000 Euro seien bereits abgerufen worden, hieß es im Ausschuss. Die Mitglieder verabschiedeten den Vorschlag der Verwaltung einstimmig. Die übrige Summe aus dem Förderprogramm fließt beispielsweise in Projekte oder Freizeitmaßnahmen der städtischen Jugendhäuser, wie Jugendamtsleiter Eckhard Mohrmann auf MT-Nachfrage erklärte. Aber: „Es ist schwierig, das komplette Geld unterzubringen.“ Das liege zum einen an der Kurzfristigkeit, mit der die Verwaltung von den Fördermöglichkeiten erfahren habe. Zum anderen soll das Geld vor allem in neue Angebote fließen. Und dafür brauche es zum Beispiel auch zusätzliches Personal – auch das sei zurzeit schwierig zu bekommen, so Mohrmann. Nicht verplantes Geld muss übrigens zurückgezahlt werden.

Mehr Geld für Ferienfreizeiten der Mindener Jugendverbände

In diesem Jahr wurden kaum Ferienfreizeiten angeboten, zudem konnten sich weniger Familien die Teilnahme leisten. Symbolfoto: pixabay © pixabay

Minden. Abschalten, mal was anderes sehen und dabei mit Freunden zusammen sein – Ferienfreizeiten und Fahrten machen das für Kinder und Jugendliche möglich. Organisiert werden sie oft von Jugendverbänden. Doch in diesem Jahr gab es kaum Angebote – zum einen wegen der Planungsunsicherheit, zum anderen wegen gestiegener Kosten für Busfahrten oder Unterkünfte, wie Verwaltungsmitarbeiterin Daniela Thoring im jüngsten Jugendhilfeausschuss erklärte.

2019 organisierten mehr als 20 Jugendverbände 45 Freizeiten. In diesem Jahr gab es gerade mal 19 Angebote, die von zehn Trägern auf die Beine gestellt wurden. Zudem konnten sich weniger Familien die Teilnahme leisten, so Thoring. Die Stadt schlägt deshalb vor, die Förderung von drei Euro pro Teilnehmer und Übernachtung auf acht Euro zu erhöhen.

Das Geld dafür kommt aus dem NRW-Sonderförderprogramm „Aufholen nach Corona in der Kinder- und Jugendhilfe“. Damit will das Land negative Folgen der Corona-Pandemie für Kinder und Jugendliche abfedern.


In 2021 kann das Mindener Jugendamt rund 171.000 Euro dank des Programms verteilen. Im kommenden Jahr sind es rund 342.000 Euro (das MT berichtete). 30 Prozent der jeweiligen Summe können in die offene Kinder- und Jugendarbeit oder Ferienfreizeiten fließen. In diesem Jahr kann die Stadt für die so genannte Fördersäule III so rund 46.000 Euro verteilen, in 2022 sind es 92.000 Euro. Nachdem der Ausschuss im August über die Summe informiert worden war, wurde nun eine Aufteilung vorgeschlagen: Rund 20.000 Euro sollen in diesem Jahr und 40.000 Euro in 2022 in die Förderung von Freizeiten und Fahrten fließen.

Jeweils 5.000 Euro für dieses und nächstes Jahr soll zudem der Jugendring Minden-Lübbecke erhalten. Er ist ein Zusammenschluss der Jugendverbände im Jugendamtsbezirk des Kreises und der Stadt Minden, die als freie Träger der Jugendhilfe anerkannt sind und Nachwuchsarbeit anbieten. Zu ihnen gehören beispielsweise die Freiwillige Feuerwehr oder das Jugendrotkreuz.

Um der Kinder- und Jugendarbeit wieder auf die Beine zu helfen, hatte der Jugendring das Förderprogramm „Re:Start“ mit 30.000 Euro für seine Mitglieder aufgelegt (das MT berichtete). 20.000 Euro seien bereits abgerufen worden, hieß es im Ausschuss. Die Mitglieder verabschiedeten den Vorschlag der Verwaltung einstimmig.

Die übrige Summe aus dem Förderprogramm fließt beispielsweise in Projekte oder Freizeitmaßnahmen der städtischen Jugendhäuser, wie Jugendamtsleiter Eckhard Mohrmann auf MT-Nachfrage erklärte. Aber: „Es ist schwierig, das komplette Geld unterzubringen.“

Das liege zum einen an der Kurzfristigkeit, mit der die Verwaltung von den Fördermöglichkeiten erfahren habe. Zum anderen soll das Geld vor allem in neue Angebote fließen. Und dafür brauche es zum Beispiel auch zusätzliches Personal – auch das sei zurzeit schwierig zu bekommen, so Mohrmann. Nicht verplantes Geld muss übrigens zurückgezahlt werden.

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