Megamarsch: Hendrik Mucke ist 100 Kilometer durch das Wesergebirge gewandert - am Stück Claudia Hyna Minden (mt). Als Superman sieht Hendrik Mucke sich nicht. Aber seine Grenzen, die hätten sich schon verschoben. Am Wochenende hat der CDU- Ratsherr am ersten Megamarsch durch das Weserbergland teilgenommen – und ist in 21 Stunden und zehn Minuten ganze 100 Kilometer gewandert. Wie weit komme ich an einem Tag? Diese Frage hatte sich Mucke in letzter Zeit häufiger gestellt. Ganz schön weit, weiß er seit Sonntag. 1.610 Läufer gingen in Rinteln an den Start, das Ziel – den dortigen Marktplatz – erreichten nur 448 von ihnen. Wie fühlt sich das an? „Zu sagen, ich bin fit, wäre wohl übertrieben", sagt der 49-Jährige gestern. Aber es gehe ihm ganz gut. Am Sonntagabend, da tat ihm alles weh. Vor allem Füße, Beine und die Knie, außerdem sei der Rücken nach der Strapaze ganz schön verspannt gewesen, berichtet er. Ein Blick auf die Leidensgenossen am Wegesrand zeigte ihm jedoch, dass er gut dabei war. „Einige Füße sahen schon übel aus." Einen Tag nach dem Marsch hat er sich frei genommen. Heute geht es wieder ins Büro nach Gütersloh, dort arbeitet Mucke als ITler bei Miele. „Die Treppen werde ich wohl langsamer als sonst hoch gehen", sagt er trocken. Beim Megamarsch startete er mit sechs Stundenkilometern, am Ende habe er noch etwa fünf km/h geschafft. Zwar hatte sich Mucke alleine angemeldet, am Start traf er dann aber auf Jens Mundhenke aus Minden, der beim "Mondlauf für Pinocchio" (für Afrikas Kinder) mitmacht. Spontan beschlossen sie, das Wesergebirge gemeinsam zu durchqueren. Die beiden Männer haben sich gegenseitig motiviert. Das hätte ihm unheimlich geholfen, sagt der Christdemokrat. Alle 20 Kilometer steuerten sie die Verpflegungsstationen an. Hier warteten Wasser, Obst, Müsliriegel, Brühe, Kaffee und Brötchen. Die Stimmung sei super gewesen, berichtet Mucke. Mit Einbruch der Nacht hätten die Wanderer nur noch gedämpft gesprochen. Als es heller wurde und die Vögel zwitscherten, war die Hälfte der Strecke geschafft. Im Ziel gab es zur Belohnung ein kühles alkoholfreies Bier. Dort wartete auch seine Frau Sonja. „Zugetraut hat sie mir das Ganze schon, aber sie hatte wohl Angst, wie ich das so ohne Schlaf schaffe." Natürlich startete Hendrik Mucke nicht unvorbereitet in den Megamarsch. An Sonntagen trifft man den Hahler regelmäßig im Hiller Moor, in den Bastauwiesen oder im Wiehengebirge – allerdings nur Frühaufsteher. Meist geht er gegen 6 oder 7 Uhr los. Er mag die Ruhe, die Natur, hier bekommt er den Kopf frei. Und ist dann früh genug zurück, um noch Zeit mit Frau und Kindern verbringen. Als er sich für den Marsch angemeldet hatte, steigerte er die Strecken Stück für Stück, vor drei Wochen schließlich auf 60 Kilometer. Einmal Megamarsch, immer Megamarsch? Will er das Ausnahmeerlebnis wiederholen? „Das entscheide ich am Ende dieser Woche."

Megamarsch: Hendrik Mucke ist 100 Kilometer durch das Wesergebirge gewandert - am Stück

Stolz wie Oskar: Die Mindener Hendrik Mucke (rechts) und Jens Mundhenke (links) sind 100 Kilometer in weniger als 24 Stunden gelaufen. Erschöpft, aber glücklich kommen sie im Ziel an. © Foto: Hendrik Mucke/pr

Minden (mt). Als Superman sieht Hendrik Mucke sich nicht. Aber seine Grenzen, die hätten sich schon verschoben. Am Wochenende hat der CDU- Ratsherr am ersten Megamarsch durch das Weserbergland teilgenommen – und ist in 21 Stunden und zehn Minuten ganze 100 Kilometer gewandert.

Wie weit komme ich an einem Tag? Diese Frage hatte sich Mucke in letzter Zeit häufiger gestellt. Ganz schön weit, weiß er seit Sonntag. 1.610 Läufer gingen in Rinteln an den Start, das Ziel – den dortigen Marktplatz – erreichten nur 448 von ihnen. Wie fühlt sich das an? „Zu sagen, ich bin fit, wäre wohl übertrieben", sagt der 49-Jährige gestern. Aber es gehe ihm ganz gut. Am Sonntagabend, da tat ihm alles weh. Vor allem Füße, Beine und die Knie, außerdem sei der Rücken nach der Strapaze ganz schön verspannt gewesen, berichtet er. Ein Blick auf die Leidensgenossen am Wegesrand zeigte ihm jedoch, dass er gut dabei war. „Einige Füße sahen schon übel aus." Einen Tag nach dem Marsch hat er sich frei genommen. Heute geht es wieder ins Büro nach Gütersloh, dort arbeitet Mucke als ITler bei Miele. „Die Treppen werde ich wohl langsamer als sonst hoch gehen", sagt er trocken.

Motivation ist alles: Eine Erkenntnis des Laufs. Und dass man die Kraft hat, so etwas zu schaffen, sagt Mucke. - © Foto: Hendrik Mucke/pr
Motivation ist alles: Eine Erkenntnis des Laufs. Und dass man die Kraft hat, so etwas zu schaffen, sagt Mucke. - © Foto: Hendrik Mucke/pr

Beim Megamarsch startete er mit sechs Stundenkilometern, am Ende habe er noch etwa fünf km/h geschafft. Zwar hatte sich Mucke alleine angemeldet, am Start traf er dann aber auf Jens Mundhenke aus Minden, der beim "Mondlauf für Pinocchio" (für Afrikas Kinder) mitmacht. Spontan beschlossen sie, das Wesergebirge gemeinsam zu durchqueren. Die beiden Männer haben sich gegenseitig motiviert. Das hätte ihm unheimlich geholfen, sagt der Christdemokrat.

Start und Ziel war auf dem Marktplatz in Rinteln. Von hier ging es durch das Wesergebirge. - © Foto: Hendrik Mucke/pr
Start und Ziel war auf dem Marktplatz in Rinteln. Von hier ging es durch das Wesergebirge. - © Foto: Hendrik Mucke/pr

Alle 20 Kilometer steuerten sie die Verpflegungsstationen an. Hier warteten Wasser, Obst, Müsliriegel, Brühe, Kaffee und Brötchen. Die Stimmung sei super gewesen, berichtet Mucke. Mit Einbruch der Nacht hätten die Wanderer nur noch gedämpft gesprochen. Als es heller wurde und die Vögel zwitscherten, war die Hälfte der Strecke geschafft. Im Ziel gab es zur Belohnung ein kühles alkoholfreies Bier. Dort wartete auch seine Frau Sonja. „Zugetraut hat sie mir das Ganze schon, aber sie hatte wohl Angst, wie ich das so ohne Schlaf schaffe."

Natürlich startete Hendrik Mucke nicht unvorbereitet in den Megamarsch. An Sonntagen trifft man den Hahler regelmäßig im Hiller Moor, in den Bastauwiesen oder im Wiehengebirge – allerdings nur Frühaufsteher. Meist geht er gegen 6 oder 7 Uhr los. Er mag die Ruhe, die Natur, hier bekommt er den Kopf frei. Und ist dann früh genug zurück, um noch Zeit mit Frau und Kindern verbringen. Als er sich für den Marsch angemeldet hatte, steigerte er die Strecken Stück für Stück, vor drei Wochen schließlich auf 60 Kilometer. Einmal Megamarsch, immer Megamarsch? Will er das Ausnahmeerlebnis wiederholen? „Das entscheide ich am Ende dieser Woche."

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