Medzechs „Offene Galerie“ präsentiert sich wandelnde Ausstellung mit neuen Konstellationen Ursula Koch Minden. Überraschende Konstellationen und Korrespondenzen stellt die Galerie artminden in ihrer neuen Ausstellung her. In einer „Offenen Galerie“ versammelt der Bildhauer Peter Medzech, unterstützt von den beiden Kunsterziehern Thomas Willer und Hans Luckfiel, in den beiden Räumen der ehemaligen Dorfschule in Todtenhausen Arbeiten von Künstlern aus der Region für ein ganzes Jahr. Allerdings soll sich die Ausstellung im Lauf der Zeit immer wieder verändern, indem etwa die Künstler Werke austauschen oder neue Künstler hinzu kommen. Mit Antje Anderson, Nils Grube, Katharina Ismer, Donata Kataria, Uwe Schierholz, Friedrich Stork und Thomas Willer sind Künstler dabei, deren Werke bereits in der Galerie zu sehen war. Mit Arbeiten von Andreas Jackstien, Ulrich Kügler, Friedgund Lapp, Dietmar Lehmann, Hartwig Reinboth, Bernd Spriewald sowie Rosemarie und Bernhard Sprute sind in der Region bekannte Künstler zum ersten Mal in der Galerie vertreten. Und wie immer zeigt auch der Galerist eigene, überwiegend kleinformatige Skulpturen. Ulrich Kügler, der sich vor allem mit Projekten im öffentlichen Raum und Rauminstallationen präsentiert, zeigt sich von einer anderen Seite: Malerei, im kleinen Format in zartem Rosa Frauen mit Bällen, die in dem einheitlich unruhigen Hintergrund erst auf den zweiten Blick auszumachen sind, wie hinter einem Regenschleier – „Übung“. Im großen Format und kräftigem Rot eine „Tänzerin“, nicht naturalistisch, aber dann doch erstaunlich konkret. Der „Übung“ gegenüber hängt ein Materialbild von Donata Kataria, das eher Skulptur als Bild ist. Miteinander verbundene Tischtennisbälle füllen einen schwarzen Bilderrahmen komplett aus und bilden darin räumlich einen Höhenzug. Kataria war Leistungskurs-Schülerin bei Kügler und hat inzwischen ein Bildhauerei-Studium in München abgeschlossen. Zwei recht grafisch anmutenden Landschaften von Katharina Ismer aus Preußisch Ströhen, die in Berlin Malerei studierte, steht das Diptychon der Weser bei Porta des Rahdeners Friedrich Stork, bereits 2011 entstanden, gegenüber. Bernd Spriewald, vor allem für großformatige Gemälde bekannt, ist hier mit zwei zarten Bleistift-Zeichnungen vertreten, St. Joseph zeigt den jungen, nachdenklichen Beuys. Auf den spielt auch Andreas Jackstien mit seinen farbigen „Hasickel“-Zeichnungen an. Der Hase taucht als Motiv auch in einem kleinformatigen Gemälde von Bernhard Sprute aus Bad Oeynhausen auf. Die pastos aufgetragene Farbe strukturiert die Oberfläche sehr stark, während das Gemälde seiner Frau Rosemarie „phrygische Sibylle“ Ruhe ausstrahlt. Die achtteilige Bilderserie von Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst, in dem mehrere der beteiligen Künstler organisiert sind, wirkt wie ein Kommentar zur Corona-Pandemie. Wären da nicht die asiatisch aussehenden Gesichter in den Porträts, die sich hinter OP-Masken, Schutzbrillen und Klarsichtfolie verbergen. Wie in anderen Serien, dienen ihm Zeitungsfotos als Motiv für seine Malerei. In diesem Fall stammen sie von den Demonstrationen für demokratische Grundrechte in Hongkong. Je nach aktuell geltender Corona-Schutzverordnung kann die Ausstellung ab sofort nach vorheriger Anmeldung, Telefon (05 71) 9 74 26 97 oder (01 78) 4 53 34 21, besucht werden.

Medzechs „Offene Galerie“ präsentiert sich wandelnde Ausstellung mit neuen Konstellationen

Werke von Peter Medzech, Donata Kataria und Katharina Ismer (von links) sind zum Auftakt in der „Offenen Galerie“ bei Peter Medzech zu sehen. MT-Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Überraschende Konstellationen und Korrespondenzen stellt die Galerie artminden in ihrer neuen Ausstellung her. In einer „Offenen Galerie“ versammelt der Bildhauer Peter Medzech, unterstützt von den beiden Kunsterziehern Thomas Willer und Hans Luckfiel, in den beiden Räumen der ehemaligen Dorfschule in Todtenhausen Arbeiten von Künstlern aus der Region für ein ganzes Jahr. Allerdings soll sich die Ausstellung im Lauf der Zeit immer wieder verändern, indem etwa die Künstler Werke austauschen oder neue Künstler hinzu kommen.

Mit Antje Anderson, Nils Grube, Katharina Ismer, Donata Kataria, Uwe Schierholz, Friedrich Stork und Thomas Willer sind Künstler dabei, deren Werke bereits in der Galerie zu sehen war. Mit Arbeiten von Andreas Jackstien, Ulrich Kügler, Friedgund Lapp, Dietmar Lehmann, Hartwig Reinboth, Bernd Spriewald sowie Rosemarie und Bernhard Sprute sind in der Region bekannte Künstler zum ersten Mal in der Galerie vertreten. Und wie immer zeigt auch der Galerist eigene, überwiegend kleinformatige Skulpturen.

Ulrich Kügler, der sich vor allem mit Projekten im öffentlichen Raum und Rauminstallationen präsentiert, zeigt sich von einer anderen Seite: Malerei, im kleinen Format in zartem Rosa Frauen mit Bällen, die in dem einheitlich unruhigen Hintergrund erst auf den zweiten Blick auszumachen sind, wie hinter einem Regenschleier – „Übung“. Im großen Format und kräftigem Rot eine „Tänzerin“, nicht naturalistisch, aber dann doch erstaunlich konkret. Der „Übung“ gegenüber hängt ein Materialbild von Donata Kataria, das eher Skulptur als Bild ist. Miteinander verbundene Tischtennisbälle füllen einen schwarzen Bilderrahmen komplett aus und bilden darin räumlich einen Höhenzug. Kataria war Leistungskurs-Schülerin bei Kügler und hat inzwischen ein Bildhauerei-Studium in München abgeschlossen.

Zwei recht grafisch anmutenden Landschaften von Katharina Ismer aus Preußisch Ströhen, die in Berlin Malerei studierte, steht das Diptychon der Weser bei Porta des Rahdeners Friedrich Stork, bereits 2011 entstanden, gegenüber.

Bernd Spriewald, vor allem für großformatige Gemälde bekannt, ist hier mit zwei zarten Bleistift-Zeichnungen vertreten, St. Joseph zeigt den jungen, nachdenklichen Beuys. Auf den spielt auch Andreas Jackstien mit seinen farbigen „Hasickel“-Zeichnungen an. Der Hase taucht als Motiv auch in einem kleinformatigen Gemälde von Bernhard Sprute aus Bad Oeynhausen auf. Die pastos aufgetragene Farbe strukturiert die Oberfläche sehr stark, während das Gemälde seiner Frau Rosemarie „phrygische Sibylle“ Ruhe ausstrahlt.

Die achtteilige Bilderserie von Hartwig Reinboth, Vorsitzender des Vereins für aktuelle Kunst, in dem mehrere der beteiligen Künstler organisiert sind, wirkt wie ein Kommentar zur Corona-Pandemie. Wären da nicht die asiatisch aussehenden Gesichter in den Porträts, die sich hinter OP-Masken, Schutzbrillen und Klarsichtfolie verbergen. Wie in anderen Serien, dienen ihm Zeitungsfotos als Motiv für seine Malerei. In diesem Fall stammen sie von den Demonstrationen für demokratische Grundrechte in Hongkong.

Je nach aktuell geltender Corona-Schutzverordnung kann die Ausstellung ab sofort nach vorheriger Anmeldung, Telefon (05 71) 9 74 26 97 oder (01 78) 4 53 34 21, besucht werden.

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