MT-Serie "Zu zweit": Buddhistisches Zentrum stellt sich neu auf Anja Peper Minden (mt). An ihre erste Yoga-Stunde kann sich Maren Kemme noch gut erinnern. Das war 1998. Anschließend ging sie die Obermarktstraße hinunter. „Ich hatte mich noch nie so leicht und frei, lebendig, präsent und in mir selbst ruhend gefühlt.“ Seitdem lässt Yoga sie nicht mehr los. Seit 2005 leitet die selbstständige Yoga-Lehrerin eigene Kurse. Ab September kann sie das Programmangebot deutlich ausweiten. Dafür werden die Räume an der Obermarktpassage gerade umgebaut. Künftig ist Maren Kemme mit ihrem Yoga Zentrum Hauptmieterin, das Buddhistische Zentrum bleibt bestehen, künftig als Untermieter. Was sich optisch ändern wird in den rund hundert Quadratmeter großen Räumen: Es gibt einen abgetrennten Garderobenbereich, in dem sich die Teilnehmer umziehen können, bevor es auf die Matte geht. Aus dem ehemaligen Büro wird eine Gemeinschafts-Teeküche. Das wird der künftige Treffpunkt. Die Themenfelder rund um Yoga, Meditation und Buddhismus bieten immer Gesprächsstoff vor und nach den Stunden. Jeder Yoga-Weg ist anders. Bei Maren Kemme war es eine lebensbedrohliche Krebserkrankung, mit der sie zu kämpfen hatte. In der Zeit hatte sie viel Zeit zum Nachdenken. „Vielleicht sind die Stimmen in mir genauso wichtig wie andere“, war so ein Gedanke. Sie fasste die Entscheidung, mehr Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, startete mit dem Yoga und hängte ihren Job als Fremdsprachen-Korrespondentin an den Nagel. Es fing an mit einem neuen Gesundheitsbewusstsein, wie von selbst kam das ethische Bewusstsein hinzu. Viele Yoga-Praktizierende ernähren sich vollwertig oder leben vegetarisch beziehungsweise vegan. Es gibt ein breites Angebot an Stilen, vielen Einsteigern fällt die Orientierung zunächst schwer. Ob man eher Übungen zum Kraftaufbau mag (wie zum Beispiel beim Vinyasa Yoga) oder Entspannung und Ruhe sucht (wie beim Iyengar Yoga) – die Möglichkeiten sind vielfältig. Manchmal kommen auch Hilfsmittel wie Kissen, Bänke oder Blöcke zum Einsatz. So oder so: Yoga wirkt. Das haben Wissenschaftler in vielen Studien bestätigt. Mehr Beweglichkeit, ein gutes Körpergefühl, innere Balance und mehr Gedankenruhe sind der Dank. Maren Kemme probiert regelmäßig Neues aus, wirft Altes über Bord und bleibt Überzeugendem treu. Sie kombiniert Iyengar-Yoga mit Achtsamkeit, Restorative Yoga, Yin Yoga, Vinyasa Flow Yoga, Ayurveda und Meditation. Wichtig ist ihr, die Teilnehmer bei den Übungen nicht in eine Schablone zu pressen. „Es geht nicht um die perfekte Pose. Es geht darum, mit dem eigenen Potenzial in Kontakt zu kommen.“ Perfektion ist auf ihrer Yoga-Matte nicht gefragt. Das Buddhistische Zentrum in Minden wurde 1997 eröffnet. „Das Interesse an Buddhismus und Meditation war damals enorm gewachsen“, erinnert sich Annette Aka, die die Gründung vorangetrieben hat. Nur am Anfang haben Leute gefragt, ob man denn Buddhist werden müsse, um die Angebote dort wahrnehmen zu können. Nein, muss man nicht. Und es ist auch nicht möglich, dort zu konvertieren. Annette Aka selbst ist seit 1995 Angehörige des buddhistischen Triratna Ordens. Inzwischen gibt es weltweit über 2.000 Ordensangehörige. Knapp die Hälfte von ihnen lebt in Großbritannien, etwa 30 Prozent in Indien und die übrigen in vielen Ländern aller fünf Kontinente. Der Orden steht jedem Menschen offen, der dem buddhistischen Pfad folgt. Dort hat Annette Aka auch ihren buddhistischen Namen erhalten: „Prasadavati“ bedeutet so viel wie „voller Leichtigkeit und Klarheit“. Für den Orden reist sie viel durch die Welt, gibt Seminare und Workshops. Im Mindener Zentrum wird sie künftig etwas weniger präsent sein. Die Eröffnungs-Feier im Yoga Zentrum Minden (Obermarktstraße 23) ist am Samstag, 31. August, von 10 bis 16 Uhr. Zum Start ist draußen vor der Tür ein Yoga-Flashmob zum Mitmachen in der Obermarktstraße geplant, anschließend gibt es Mango-Lassi, Yogi-Tee und Fingerfood. Für 15 Uhr ist eine offene Yoga-Stunde zum Mitmachen geplant. Am Sonntag, 1. September, läuft in der Zeit von 14 bis 17 Uhr der Einweihungs-Workshop (Anmeldung bis 28. August). Mehr Informationen unter: www.minden.yoga Die Autorin ist erreichbar unter (05 71) 882 231 oder Anja.Peper@MT.de Bei der MT-Serie „Zu zweit“ geht es um ein Team, das aus vielerlei Gründen zu zweit unterwegs ist: im Leben, im Beruf, beim Hobby. Manchmal sind die beiden so aufeinander angewiesen, dass sie ihre Aufgabe ohne den anderen nicht erfüllen könnten. Manchmal ist die Zweisamkeit selbstgewählt. Die MT-Redaktion freut sich über Vorschläge – am besten per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung, warum gerade diese beiden Vorgeschlagenen etwas Besonderes sind. Stichwort: „Zu zweit“, E-Mail: lokales@MT.de Zu zweit:

MT-Serie "Zu zweit": Buddhistisches Zentrum stellt sich neu auf

Maren Kemme (hinten) und Annette Aka tauschen im Buddhistischen Zentrum die Rollen: Maren wird die Hauptmieterin in den Räumen an der Obermarktstraße und das Angebot an Yoga-Kursen ausbauen. MT- © Foto: Alex Lehn

Minden (mt). An ihre erste Yoga-Stunde kann sich Maren Kemme noch gut erinnern. Das war 1998. Anschließend ging sie die Obermarktstraße hinunter. „Ich hatte mich noch nie so leicht und frei, lebendig, präsent und in mir selbst ruhend gefühlt.“ Seitdem lässt Yoga sie nicht mehr los. Seit 2005 leitet die selbstständige Yoga-Lehrerin eigene Kurse. Ab September kann sie das Programmangebot deutlich ausweiten. Dafür werden die Räume an der Obermarktpassage gerade umgebaut. Künftig ist Maren Kemme mit ihrem Yoga Zentrum Hauptmieterin, das Buddhistische Zentrum bleibt bestehen, künftig als Untermieter.

Was sich optisch ändern wird in den rund hundert Quadratmeter großen Räumen: Es gibt einen abgetrennten Garderobenbereich, in dem sich die Teilnehmer umziehen können, bevor es auf die Matte geht. Aus dem ehemaligen Büro wird eine Gemeinschafts-Teeküche. Das wird der künftige Treffpunkt. Die Themenfelder rund um Yoga, Meditation und Buddhismus bieten immer Gesprächsstoff vor und nach den Stunden.

Jeder Yoga-Weg ist anders. Bei Maren Kemme war es eine lebensbedrohliche Krebserkrankung, mit der sie zu kämpfen hatte. In der Zeit hatte sie viel Zeit zum Nachdenken. „Vielleicht sind die Stimmen in mir genauso wichtig wie andere“, war so ein Gedanke. Sie fasste die Entscheidung, mehr Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, startete mit dem Yoga und hängte ihren Job als Fremdsprachen-Korrespondentin an den Nagel. Es fing an mit einem neuen Gesundheitsbewusstsein, wie von selbst kam das ethische Bewusstsein hinzu. Viele Yoga-Praktizierende ernähren sich vollwertig oder leben vegetarisch beziehungsweise vegan.

Es gibt ein breites Angebot an Stilen, vielen Einsteigern fällt die Orientierung zunächst schwer. Ob man eher Übungen zum Kraftaufbau mag (wie zum Beispiel beim Vinyasa Yoga) oder Entspannung und Ruhe sucht (wie beim Iyengar Yoga) – die Möglichkeiten sind vielfältig. Manchmal kommen auch Hilfsmittel wie Kissen, Bänke oder Blöcke zum Einsatz. So oder so: Yoga wirkt. Das haben Wissenschaftler in vielen Studien bestätigt. Mehr Beweglichkeit, ein gutes Körpergefühl, innere Balance und mehr Gedankenruhe sind der Dank.

Maren Kemme probiert regelmäßig Neues aus, wirft Altes über Bord und bleibt Überzeugendem treu. Sie kombiniert Iyengar-Yoga mit Achtsamkeit, Restorative Yoga, Yin Yoga, Vinyasa Flow Yoga, Ayurveda und Meditation. Wichtig ist ihr, die Teilnehmer bei den Übungen nicht in eine Schablone zu pressen. „Es geht nicht um die perfekte Pose. Es geht darum, mit dem eigenen Potenzial in Kontakt zu kommen.“ Perfektion ist auf ihrer Yoga-Matte nicht gefragt.

Das Buddhistische Zentrum in Minden wurde 1997 eröffnet. „Das Interesse an Buddhismus und Meditation war damals enorm gewachsen“, erinnert sich Annette Aka, die die Gründung vorangetrieben hat. Nur am Anfang haben Leute gefragt, ob man denn Buddhist werden müsse, um die Angebote dort wahrnehmen zu können. Nein, muss man nicht. Und es ist auch nicht möglich, dort zu konvertieren.

Annette Aka selbst ist seit 1995 Angehörige des buddhistischen Triratna Ordens. Inzwischen gibt es weltweit über 2.000 Ordensangehörige. Knapp die Hälfte von ihnen lebt in Großbritannien, etwa 30 Prozent in Indien und die übrigen in vielen Ländern aller fünf Kontinente. Der Orden steht jedem Menschen offen, der dem buddhistischen Pfad folgt. Dort hat Annette Aka auch ihren buddhistischen Namen erhalten: „Prasadavati“ bedeutet so viel wie „voller Leichtigkeit und Klarheit“. Für den Orden reist sie viel durch die Welt, gibt Seminare und Workshops. Im Mindener Zentrum wird sie künftig etwas weniger präsent sein.

Die Eröffnungs-Feier im Yoga Zentrum Minden (Obermarktstraße 23) ist am Samstag, 31. August, von 10 bis 16 Uhr. Zum Start ist draußen vor der Tür ein Yoga-Flashmob zum Mitmachen in der Obermarktstraße geplant, anschließend gibt es Mango-Lassi, Yogi-Tee und Fingerfood. Für 15 Uhr ist eine offene Yoga-Stunde zum Mitmachen geplant.

Am Sonntag, 1. September, läuft in der Zeit von 14 bis 17 Uhr der Einweihungs-Workshop (Anmeldung bis 28. August). Mehr Informationen unter:

www.minden.yoga

Die Autorin ist erreichbar unter (05 71) 882 231 oder Anja.Peper@MT.de

Bei der MT-Serie „Zu zweit“ geht es um ein Team, das aus vielerlei Gründen zu zweit unterwegs ist: im Leben, im Beruf, beim Hobby. Manchmal sind die beiden so aufeinander angewiesen, dass sie ihre Aufgabe ohne den anderen nicht erfüllen könnten. Manchmal ist die Zweisamkeit selbstgewählt.

Die MT-Redaktion freut sich über Vorschläge – am besten per E-Mail mit einer kurzen Beschreibung, warum gerade diese beiden Vorgeschlagenen etwas Besonderes sind. Stichwort: „Zu zweit“, E-Mail: lokales@MT.de

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