MT-Serie "Raus aufs Land": Das unternimmt der Kreis Minden-Lübbecke, um attraktiver zu werden Sebastian Radermacher Minden. Der demografische Wandel macht auch vor dem Kreis Minden-Lübbecke nicht Halt. Seit Jahren ist die Einwohnerzahl rückläufig. Was unternimmt die Verwaltung, um das Leben hier im ländlichen Raum attraktiver zu machen? Wo stockt die Entwicklung? Kreiswirtschaftsförderer Oliver Gubela gibt einen Überblick. Herr Gubela, warum sollte man seinen Lebensmittelpunkt im Kreis Minden-Lübbecke haben? Ein zentraler Punkt für Zufriedenheit im Leben ist die Arbeitsstelle – und wir haben hier viele attraktive Arbeitgeber, große wie kleine, Spezialisten, einen breiten Branchenmix. Mit Blick auf die Wirtschaftskraft sind wir sind im oberen Viertel der Kreise in Deutschland. Zudem finde ich das Umfeld attraktiv. Die Landschaft ist schön, es gibt kleinere Gemeinden und auch größere Städte, Ballungszentren sind gut zu erreichen. Auch der Freizeitwert ist nicht zu unterschätzen. Natur, Berge, Wasser, Wandern, Radfahren, Potts Park, Kaiser-Wilhelm-Denkmal, den Dümmer See ganz in der Nähe: Da sind wir gut aufgestellt und da ist für jede Altersklasse etwas dabei – auch beim kulturellen Angebot. Aktuell leben im Kreis rund 310.000 Menschen, vor 15 Jahren waren es noch mehr als 320.000. Wie wollen Sie diesem Trend entgegenwirken? Der Trend ist nicht mal eben zu stoppen, denn wir können die Geburtenrate ja nicht einfach erhöhen. Wir können aber ein attraktiver Kreis für Familien mit Kindern sein, damit sie langfristig hier bleiben. Sicherlich könnten wir insgesamt als Gesellschaft – dazu zähle ich auch die Politik in Land und Bund – noch mehr beim Thema Familienfreundlichkeit tun. Wir werden aber keine Werbeplakate mit dem Slogan „Kommt nach Minden-Lübbecke!" in Düsseldorf oder Köln aufhängen. Sie sehen den Mühlenkreis gut aufgestellt, aber es läuft ja längst nicht alles perfekt. Wo hakt es? In unserem Tourismuskonzept lautet ein Schwerpunkt für die nächsten Jahre, die Freizeit-Infrastruktur zu verbessern. Wir kümmern uns bereits stellvertretend für die Kommunen um die Instandhaltung der Radwege, wollen da noch mehr machen und in Zukunft auch Wanderwege entsprechend entwickeln und vernetzen. Es gibt zudem Pläne für das Besucherbergwerk Kleinenbremen, wir arbeiten an einem Entwicklungskonzept für die Große Aue im Westkreis, und es gibt Ideen, den Mittellandkanal touristisch zu entwickeln – um nur einige Beispiele zu nennen. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um einen attraktiven Lebensraum geht. Wie ist der Kreis dort aufgestellt? Für einen ländlich geprägten Landkreis stehen wir gar nicht schlecht da. Es gibt in nahezu allen MKB-Bussen W-Lan, es sind viele Hybridfahrzeuge unterwegs, wir schaffen neue Schnellbuslinien. Im nächsten Jahr soll zudem eine Studie Aufschluss darüber geben, ob die alte MKB-Bahnstrecke zwischen Minden und Hille womöglich reaktiviert werden könnte. Und es gibt Gespräche mit dem Landkreis Osnabrück, ob man die Verbindung zwischen Bad Holzhausen und Bohmte reaktivieren könnte, wo neue Gleiskörper gelegt wurden. Das wäre eine spannende Anbindung an die Fernstrecke Osnabrück-Bremen-Hamburg. Wie viel Gestaltungsspielraum haben Sie bei dem Thema? Fakt ist: Wir müssen langfristig schauen, dass wir den ÖPNV finanziell absichern. Auf der einen Seite geht es darum, die Grundversorgung sicherzustellen, auf der anderen Seite aber auch darum, zusätzliche Angebote zu schaffen. Eine vernetzte Mobilität macht den ÖPNV attraktiv. Was man bei dem ganzen Thema nicht vergessen darf: ÖPNV ist defizitär und daher ein Zuschussgeschäft. Und so lange sich jeder ein Auto leisten kann und Alternativen fehlen, wird es im ländlichen Raum immer attraktiver sein, das Auto statt den Bus zu nutzen. Wo soll das Geld für die Entwicklung in Minden-Lübbecke herkommen? Das ist eine berechtigte Frage. Die Mobilität muss in den nächsten Jahren verbessert werden, das muss aber auch alles finanziert werden – und da fehlt es den ländlichen Regionen an Mitteln. Wir als Kreis haben dabei noch das Problem, dass wir von der Wirtschaftskraft gute Zahlen aufweisen, so dass wir in vielen Förderprogrammen nicht berücksichtigt werden, benachbarte Kreise hingegen schon, obwohl die Strukturen ähnlich sind. Können Sie ein Beispiel nennen? In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Unternehmen aus Hüllhorst wenige Kilometer weiter nach Löhne in den Kreis Herford abgewandert sind, weil sie dort Fördermittel in sechsstelliger Höhe bekommen konnten. Das ist aus Sicht der Firmen verständlich, aber volkswirtschaftlich ist das ein Treppenwitz. Einer der wichtigsten Standortfaktoren ist die Versorgung mit schnellem Internet. Der kreisweite Breitbandausbau soll 2022 beendet werden. Das Thema wird Sie aber in Zukunft weiter beschäftigen, oder? Ja, denn das nächste große Thema steht schon vor der Tür: der Mobilfunkstandard 5G, für den ein Breitbandnetz die Grundlage ist. In den vergangenen 20 Jahren wurde es versäumt, strategisch und einheitlich an das Thema Internetausbau heranzugehen. Dann wäre die Situation in Deutschland jetzt nicht so, wie sie ist. Aktuell werden die Bereiche ausgebaut, die ohne eine Förderung nie erschlossen worden wären, weil es für die Unternehmen zu teuer ist. Dass wir in einigen Kommunen Anschlussquoten von zum Teil nur 60 Prozent und weniger haben, erschüttert mich. Werden weitere „weiße Flecken" in Zukunft mit Glasfaser versorgt? Durch das aktuelle Ausbauprojekt stärken wir die Ränder. Der positive Effekt ist, dass es durch diese Grundstruktur einfacher wird, andere Bereiche, die nicht ganz so schlecht waren, aber für die Zukunft auch nicht ausreichend abgedeckt sein werden, künftig ebenfalls zu erschließen. In mehreren Kommunen, zum Beispiel in Lübbecke, Hille oder auch Espelkamp gehen Pläne in diese Richtung. In der Stadt Minden läuft der Baufortschritt aber nicht optimal. Es ist ja mittlerweile ein emotionales Thema und Minden ist ein Sonderfall. Aber ich bin optimistisch, dass der Breitbandausbau durch Greenfiber auch in dort erfolgreich und planmäßig zu Ende geführt wird. Da die Stadt aufgrund ihrer Struktur für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau für Telekommunikationsunternehmen attraktiv ist, wird der weitere Ausbau sicherlich anders vonstattengehen als im Rest des Kreises. Bei welchen Themen hat der Kreis Minden-Lübbecke Zeit verschenkt? Bei der touristischen Infrastruktur wurde in den vergangenen 20 bis 30 Jahren der Status Quo erhalten. Das kann man für eine gewisse Zeit machen – manchmal ist der Wanderweg einfach nicht so wichtig wie der Ausbau einer Kita–, aber irgendwann kann einem so etwas auf die Füße fallen, deshalb haben wir nun einen höheren Handlungsbedarf. Aber insgesamt ist die Infrastruktur im Kreis gut. Was mich freut: Bei der Entwicklung neuer Wohngebiete wird vermehrt an das Thema Mobilität gedacht. Wie läuft bei der strategischen Ausrichtung für die Zukunft die Zusammenarbeit mit den Kommunen? Der Austausch ist intensiv. Unser allgemeines Credo lautet: Der Kreis macht nichts, was die Kommunen machen. Wir kümmern uns um Kreisentwicklung, Mobilität, Standortmarketing – die Städte betreuen zum Beispiel die Unternehmen vor Ort oder entwickeln Gewerbeflächen. Da mischen wir uns nicht ein. Ich freue ich über Projekte in den Städten und Gemeinden, zum Beispiel in Minden für das Rechte Weserufer. Das Bochumer-Modell bei der Mediziner-Ausbildung hat sich etabliert, ebenso der FH-Standort – und wenn das Bahn-Projekt „Railcampus" so wie geplant in die Tat umgesetzt wird, ist das eine riesige Chance für den Kreis. Wie wollen Sie junge Menschen erreichen und für den Mühlenkreis begeistern? Mit unserer Online-Kampagne „Überlandflieger" in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Standortförderung (IGS) wollen wir deutlich machen, dass es sich lohnt, hier mit der Familie zu leben und zu arbeiten. Bei Instagram abonnieren uns knapp 800 Nutzerinnen und Nutzer, fast 1.700 folgen uns auf Facebook. Wir merken, dass solche Internet-Aktivitäten Aufmerksamkeit erzeugen – auch wenn die absoluten Zahlen natürlich höher sein könnten. Man darf so eine Kampagne aber auch nicht überbewerten. Klar ist auch, dass Social-Media-Aktivitäten Geld kosten, da wir auf externe Dienstleister zurückgreifen müssen.

MT-Serie "Raus aufs Land": Das unternimmt der Kreis Minden-Lübbecke, um attraktiver zu werden

Radwegbeschilderung Minden © Alex Lehn

Minden. Der demografische Wandel macht auch vor dem Kreis Minden-Lübbecke nicht Halt. Seit Jahren ist die Einwohnerzahl rückläufig. Was unternimmt die Verwaltung, um das Leben hier im ländlichen Raum attraktiver zu machen? Wo stockt die Entwicklung? Kreiswirtschaftsförderer Oliver Gubela gibt einen Überblick.

Herr Gubela, warum sollte man seinen Lebensmittelpunkt im Kreis Minden-Lübbecke haben?

Ein zentraler Punkt für Zufriedenheit im Leben ist die Arbeitsstelle – und wir haben hier viele attraktive Arbeitgeber, große wie kleine, Spezialisten, einen breiten Branchenmix. Mit Blick auf die Wirtschaftskraft sind wir sind im oberen Viertel der Kreise in Deutschland. Zudem finde ich das Umfeld attraktiv. Die Landschaft ist schön, es gibt kleinere Gemeinden und auch größere Städte, Ballungszentren sind gut zu erreichen. Auch der Freizeitwert ist nicht zu unterschätzen. Natur, Berge, Wasser, Wandern, Radfahren, Potts Park, Kaiser-Wilhelm-Denkmal, den Dümmer See ganz in der Nähe: Da sind wir gut aufgestellt und da ist für jede Altersklasse etwas dabei – auch beim kulturellen Angebot.


Aktuell leben im Kreis rund 310.000 Menschen, vor 15 Jahren waren es noch mehr als 320.000. Wie wollen Sie diesem Trend entgegenwirken?

Der Trend ist nicht mal eben zu stoppen, denn wir können die Geburtenrate ja nicht einfach erhöhen. Wir können aber ein attraktiver Kreis für Familien mit Kindern sein, damit sie langfristig hier bleiben. Sicherlich könnten wir insgesamt als Gesellschaft – dazu zähle ich auch die Politik in Land und Bund – noch mehr beim Thema Familienfreundlichkeit tun. Wir werden aber keine Werbeplakate mit dem Slogan „Kommt nach Minden-Lübbecke!" in Düsseldorf oder Köln aufhängen.

Oliver Gubela leitet das Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung beim Kreis Minden-Lübbecke. Foto: privat - © privat
Oliver Gubela leitet das Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung beim Kreis Minden-Lübbecke. Foto: privat - © privat

Sie sehen den Mühlenkreis gut aufgestellt, aber es läuft ja längst nicht alles perfekt. Wo hakt es?

In unserem Tourismuskonzept lautet ein Schwerpunkt für die nächsten Jahre, die Freizeit-Infrastruktur zu verbessern. Wir kümmern uns bereits stellvertretend für die Kommunen um die Instandhaltung der Radwege, wollen da noch mehr machen und in Zukunft auch Wanderwege entsprechend entwickeln und vernetzen. Es gibt zudem Pläne für das Besucherbergwerk Kleinenbremen, wir arbeiten an einem Entwicklungskonzept für die Große Aue im Westkreis, und es gibt Ideen, den Mittellandkanal touristisch zu entwickeln – um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) ist ein nicht zu unterschätzender Faktor, wenn es um einen attraktiven Lebensraum geht. Wie ist der Kreis dort aufgestellt?

Für einen ländlich geprägten Landkreis stehen wir gar nicht schlecht da. Es gibt in nahezu allen MKB-Bussen W-Lan, es sind viele Hybridfahrzeuge unterwegs, wir schaffen neue Schnellbuslinien. Im nächsten Jahr soll zudem eine Studie Aufschluss darüber geben, ob die alte MKB-Bahnstrecke zwischen Minden und Hille womöglich reaktiviert werden könnte. Und es gibt Gespräche mit dem Landkreis Osnabrück, ob man die Verbindung zwischen Bad Holzhausen und Bohmte reaktivieren könnte, wo neue Gleiskörper gelegt wurden. Das wäre eine spannende Anbindung an die Fernstrecke Osnabrück-Bremen-Hamburg.

Wie viel Gestaltungsspielraum haben Sie bei dem Thema?

Fakt ist: Wir müssen langfristig schauen, dass wir den ÖPNV finanziell absichern. Auf der einen Seite geht es darum, die Grundversorgung sicherzustellen, auf der anderen Seite aber auch darum, zusätzliche Angebote zu schaffen. Eine vernetzte Mobilität macht den ÖPNV attraktiv. Was man bei dem ganzen Thema nicht vergessen darf: ÖPNV ist defizitär und daher ein Zuschussgeschäft. Und so lange sich jeder ein Auto leisten kann und Alternativen fehlen, wird es im ländlichen Raum immer attraktiver sein, das Auto statt den Bus zu nutzen.

Wo soll das Geld für die Entwicklung in Minden-Lübbecke herkommen?

Das ist eine berechtigte Frage. Die Mobilität muss in den nächsten Jahren verbessert werden, das muss aber auch alles finanziert werden – und da fehlt es den ländlichen Regionen an Mitteln. Wir als Kreis haben dabei noch das Problem, dass wir von der Wirtschaftskraft gute Zahlen aufweisen, so dass wir in vielen Förderprogrammen nicht berücksichtigt werden, benachbarte Kreise hingegen schon, obwohl die Strukturen ähnlich sind.

Können Sie ein Beispiel nennen?

In der Vergangenheit ist es vorgekommen, dass Unternehmen aus Hüllhorst wenige Kilometer weiter nach Löhne in den Kreis Herford abgewandert sind, weil sie dort Fördermittel in sechsstelliger Höhe bekommen konnten. Das ist aus Sicht der Firmen verständlich, aber volkswirtschaftlich ist das ein Treppenwitz.

Einer der wichtigsten Standortfaktoren ist die Versorgung mit schnellem Internet. Der kreisweite Breitbandausbau soll 2022 beendet werden. Das Thema wird Sie aber in Zukunft weiter beschäftigen, oder?

Ja, denn das nächste große Thema steht schon vor der Tür: der Mobilfunkstandard 5G, für den ein Breitbandnetz die Grundlage ist. In den vergangenen 20 Jahren wurde es versäumt, strategisch und einheitlich an das Thema Internetausbau heranzugehen. Dann wäre die Situation in Deutschland jetzt nicht so, wie sie ist. Aktuell werden die Bereiche ausgebaut, die ohne eine Förderung nie erschlossen worden wären, weil es für die Unternehmen zu teuer ist. Dass wir in einigen Kommunen Anschlussquoten von zum Teil nur 60 Prozent und weniger haben, erschüttert mich.

Werden weitere „weiße Flecken" in Zukunft mit Glasfaser versorgt?

Durch das aktuelle Ausbauprojekt stärken wir die Ränder. Der positive Effekt ist, dass es durch diese Grundstruktur einfacher wird, andere Bereiche, die nicht ganz so schlecht waren, aber für die Zukunft auch nicht ausreichend abgedeckt sein werden, künftig ebenfalls zu erschließen. In mehreren Kommunen, zum Beispiel in Lübbecke, Hille oder auch Espelkamp gehen Pläne in diese Richtung.

In der Stadt Minden läuft der Baufortschritt aber nicht optimal.

Es ist ja mittlerweile ein emotionales Thema und Minden ist ein Sonderfall. Aber ich bin optimistisch, dass der Breitbandausbau durch Greenfiber auch in dort erfolgreich und planmäßig zu Ende geführt wird. Da die Stadt aufgrund ihrer Struktur für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau für Telekommunikationsunternehmen attraktiv ist, wird der weitere Ausbau sicherlich anders vonstattengehen als im Rest des Kreises.

Bei welchen Themen hat der Kreis Minden-Lübbecke Zeit verschenkt?

Bei der touristischen Infrastruktur wurde in den vergangenen 20 bis 30 Jahren der Status Quo erhalten. Das kann man für eine gewisse Zeit machen – manchmal ist der Wanderweg einfach nicht so wichtig wie der Ausbau einer Kita–, aber irgendwann kann einem so etwas auf die Füße fallen, deshalb haben wir nun einen höheren Handlungsbedarf. Aber insgesamt ist die Infrastruktur im Kreis gut. Was mich freut: Bei der Entwicklung neuer Wohngebiete wird vermehrt an das Thema Mobilität gedacht.

Wie läuft bei der strategischen Ausrichtung für die Zukunft die Zusammenarbeit mit den Kommunen?

Der Austausch ist intensiv. Unser allgemeines Credo lautet: Der Kreis macht nichts, was die Kommunen machen. Wir kümmern uns um Kreisentwicklung, Mobilität, Standortmarketing – die Städte betreuen zum Beispiel die Unternehmen vor Ort oder entwickeln Gewerbeflächen. Da mischen wir uns nicht ein. Ich freue ich über Projekte in den Städten und Gemeinden, zum Beispiel in Minden für das Rechte Weserufer. Das Bochumer-Modell bei der Mediziner-Ausbildung hat sich etabliert, ebenso der FH-Standort – und wenn das Bahn-Projekt „Railcampus" so wie geplant in die Tat umgesetzt wird, ist das eine riesige Chance für den Kreis.

Wie wollen Sie junge Menschen erreichen und für den Mühlenkreis begeistern?

Mit unserer Online-Kampagne „Überlandflieger" in Kooperation mit der Interessengemeinschaft Standortförderung (IGS) wollen wir deutlich machen, dass es sich lohnt, hier mit der Familie zu leben und zu arbeiten. Bei Instagram abonnieren uns knapp 800 Nutzerinnen und Nutzer, fast 1.700 folgen uns auf Facebook. Wir merken, dass solche Internet-Aktivitäten Aufmerksamkeit erzeugen – auch wenn die absoluten Zahlen natürlich höher sein könnten. Man darf so eine Kampagne aber auch nicht überbewerten. Klar ist auch, dass Social-Media-Aktivitäten Geld kosten, da wir auf externe Dienstleister zurückgreifen müssen.

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