MT-Interview: Hauptdarstellerin Maite Kelly über Schwangerschaft und ihren „Mr. Handsome“ „Mein Mann ist bei der Geburt dabei“ / „Die schwarzen Brüder“ Von Inge Czygan Minden/Bückeburg (ic). Als „Frau Rossi“ steht sie am Schloss Bückeburg auf der Bühne des Open-Air-Musicals „Die schwarzen Brüder“: Und Maite Kelly, die selbst als zweitjüngstes von zwölf Kindern der berühmten Kelly Family am 4. Dezember 1979 in Berlin geboren wurde, erwartet ihr drittes Kind. Wie es bei ihr privat aussieht, verrät die vielseitige Entertainerin im MT-Interview. Wie geht es dir während Deiner Schwangerschaft?Ich fühle mich wahnsinnig fit, wenn ich schwanger bin. Bei der ersten Schwangerschaft habe ich das Haus komplett renoviert. Ein anderes Mal habe ich den Garten umgegraben. In den ersten Monaten ist mir etwas übel, aber danach könnte ich Bäume ausreißen. Aber ich bin vernünftig und habe die Rolle der Frau Rossi sehr durchdacht angenommen. Ich brauche auf der Bühne nicht herumzuhüpfen.Seit dem 27. August 2005 bist Du mit dem Franzosen Florent Raimond verheiratet – wie habt ihr euch kennen gelernt?Ein guter Freund stellte uns vor zwölf Jahren vor einem Konzert in Belgien vor, und bei meinem Mann war es Liebe auf den ersten Blick. Mein Mann kommt aus Paris und kannte die Kelly Family nicht, und ich wollte mich eigentlich auf keinen Fall verlieben, doch da war es schon zu spät. Ich war ungeschminkt, meine Haare waren durcheinander, und ich war überhaupt nicht in Flirtlaune oder auf Männersuche, denn das war die Zeit, nachdem mein Vater gestorben war. Da wollte ich meine Trauer leben.Wie ging es mit euch weiter?Er fuhr mit unserem Freund hinter unserem Bus her nach Amsterdam, und ich wusste, dass er in sechs Wochen für zwei Jahre nach Afrika gehen wollte. Da wollte ich wissen, warum, und stieg bei ihm ins Auto. Drei Stunden später stiegen wir beide verliebt aus. Danach rief er an und ließ nicht locker. Er ist ein „Mister Handsome“, besitzt Substanz und hat eine große Präsenz.Wie schafft ihr es, eine Ehe ohne Skandale zu führen?Wir haben unser Ehe-Gelübde sehr ernst genommen, und auch unser römisch-katholischer Glaube trägt viel dazu bei, dass wir durch das Gebet innig verbunden sind. Wir beten zusammen morgens, abends, vor dem Schlafengehen, und uns sind die gleichen Werte wichtig. Wir haben leidenschaftliche Liebe, aber wir sind auch unfassbar gute Seelenfreunde.Wer kümmert sich um eure beiden Töchter Agnes (8) und Josephine (6)?Wir wechseln uns ab. Mein Mann erledigt meine Business-Angelegenheiten. Er arbeitet als Unternehmer, Schauspieler und Model. Die Schauspielerei liegt in der Familie. Auch sein Vater tritt als Laienschauspieler auf, und unsere beiden Töchter spielen im Kindertheater.Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe hat Dich und Deine Familie eingeladen, während der Spielzeit bei ihm im Schloss zu wohnen – werden da Erinnerungen an die Zeit wach, als Du mit der Kelly Family in Schloss Gymnich bei Köln lebtest?Für uns ist es etwas ganz Besonderes, und wir sind sehr gerührt, dass wir in den Gästeräumen des Fürsten wohnen dürfen. Wenn ich an früher denke, dann fällt mir ein, wie viele Fenster ich in unserem Schloss putzen musste, und es reicht mir heute, dass ich in einem schönen Haus lebe.Hilft Dir Dein Mann Florent im Haushalt?Ja. Er kocht sehr viel und kann gut Staub saugen. Aber ich bin gründlicher beim Bad und Toiletten putzen.Deine beiden Töchter kamen durch Kaiserschnitt zur Welt. Hast Du Angst vor einem erneuten Eingriff?Nein. Ich habe keine Angst. Die Freude ist viel größer als die Schmerzen.Wisst ihr schon einen Namen für das Kind?Wir legen uns nicht fest, bis das Kind da ist, denn wenn man dem Kind in die Augen schaut, dann weiß man erst, wie es heißen soll. Mein Mann hat dafür ein gutes Gespür.Ist Dein Mann bei der Geburt dabei?Ja, immer.Was sagen Deine Töchter zu dem Geschwisterchen?Die freuen sich wie Bolle. Wir kaufen jetzt schon kleine Sachen und Schühchen, die sie total süß finden, und es steht schon fest, dass unser Kleines unser Sonnenschein wird. Neu ist, dass wir alle zusammen dieses Baby ganz bewusst erleben werden und dass es uns bestimmt um den Finger wickeln wird.Welche Sprache sprecht ihr zu Hause?Mein Mann spricht Französisch. Ich spreche mit den Kindern Deutsch. Mein Mann und ich sprechen Englisch.Bist Du eine strenge Mutter?Mir ist es wichtig, dass die Kinder ganz klare Richtlinien haben. Aber ich bin nicht streng bei Sachen, die nicht wichtig sind, zum Beispiel, was andere denken. Ganz wichtig für uns ist, dass wir morgens und abends gemeinsam essen und dass wir die Vorfreude auf Feste wie Ostern oder Weihnachten kultivieren.Fällt es Dir schwer, Dich in die Rolle der hartherzigen Frau Rossi, die auch mal mit der Bratpfanne zuschlägt, zu versetzen?Sie ist grob, ja, aber ich verstehe, dass sie ein „rough life“ hatte und dadurch so geworden ist, denn sie ist keine sadistische böse Hexe. Ihr Herz wurde durch das harte Leben immer härter. Meine Herausforderung ist, die Menschlichkeit hinter dieser rauen Schale zu zeigen und Frau Rossi so darzustellen, dass der Zuschauer das Gefühl hat: Es gibt Momente, wo auch ich so bin. Das entschuldigt aber ihr Verhalten nicht. Die Geschichte hat mich sehr berührt.Deine Mutter Barbara-Ann starb 1982 mit 36 Jahren an Brustkrebs, Dein Vater Dan 2002, und auf Deiner Homepage schreibst Du die bewegende Zeile „Mom and Dad, I miss you so much. It hurts, but when I look into the faces of my girls, I see you shine through them“ – vermisst Du Deine Eltern sehr?Natürlich. Umso älter ich werde, fallen mir Sprüche meines Vaters ein, die mir Kraft schenken. Er war sehr zuversichtlich, besaß einen wunderbaren Humor und hat nie so getan, als sei er perfekt.Hast Du zurzeit Heißhunger auf saure Gurken?Ja, das war ganz schlimm. Jetzt genieße ich die Erdbeerzeit ausgiebig.Für die Vorpremiere am 6. August, 19.30 Uhr, verlost das MT heute zwischen 6 und 18 Uhr fünfmal zwei Karten. Wer gewinnen möchte, sollte heute zwischen 6 und 18 Uhr das Aktionstelefon (01 37) 8 60 02 76 anrufen. Ein Anruf aus dem Festnetz kostet 50 Cent, Mobilfunkpreise können je nach Anbieter höher sein.

MT-Interview: Hauptdarstellerin Maite Kelly über Schwangerschaft und ihren „Mr. Handsome“

Minden/Bückeburg (ic). Als „Frau Rossi“ steht sie am Schloss Bückeburg auf der Bühne des Open-Air-Musicals „Die schwarzen Brüder“: Und Maite Kelly, die selbst als zweitjüngstes von zwölf Kindern der berühmten Kelly Family am 4. Dezember 1979 in Berlin geboren wurde, erwartet ihr drittes Kind. Wie es bei ihr privat aussieht, verrät die vielseitige Entertainerin im MT-Interview.

Wie geht es dir während Deiner Schwangerschaft?

Talentiert, charmant und gut gelaunt: Maite Kelly spielt im Musical „Die schwarzen Brüder“ die Frau Rossi. - © Foto: Inge Czygan
Talentiert, charmant und gut gelaunt: Maite Kelly spielt im Musical „Die schwarzen Brüder“ die Frau Rossi. - © Foto: Inge Czygan

Ich fühle mich wahnsinnig fit, wenn ich schwanger bin. Bei der ersten Schwangerschaft habe ich das Haus komplett renoviert. Ein anderes Mal habe ich den Garten umgegraben. In den ersten Monaten ist mir etwas übel, aber danach könnte ich Bäume ausreißen. Aber ich bin vernünftig und habe die Rolle der Frau Rossi sehr durchdacht angenommen. Ich brauche auf der Bühne nicht herumzuhüpfen.

Seit dem 27. August 2005 bist Du mit dem Franzosen Florent Raimond verheiratet – wie habt ihr euch kennen gelernt?

Ein guter Freund stellte uns vor zwölf Jahren vor einem Konzert in Belgien vor, und bei meinem Mann war es Liebe auf den ersten Blick. Mein Mann kommt aus Paris und kannte die Kelly Family nicht, und ich wollte mich eigentlich auf keinen Fall verlieben, doch da war es schon zu spät. Ich war ungeschminkt, meine Haare waren durcheinander, und ich war überhaupt nicht in Flirtlaune oder auf Männersuche, denn das war die Zeit, nachdem mein Vater gestorben war. Da wollte ich meine Trauer leben.

Wie ging es mit euch weiter?

Er fuhr mit unserem Freund hinter unserem Bus her nach Amsterdam, und ich wusste, dass er in sechs Wochen für zwei Jahre nach Afrika gehen wollte. Da wollte ich wissen, warum, und stieg bei ihm ins Auto. Drei Stunden später stiegen wir beide verliebt aus. Danach rief er an und ließ nicht locker. Er ist ein „Mister Handsome“, besitzt Substanz und hat eine große Präsenz.

Wie schafft ihr es, eine Ehe ohne Skandale zu führen?

Wir haben unser Ehe-Gelübde sehr ernst genommen, und auch unser römisch-katholischer Glaube trägt viel dazu bei, dass wir durch das Gebet innig verbunden sind. Wir beten zusammen morgens, abends, vor dem Schlafengehen, und uns sind die gleichen Werte wichtig. Wir haben leidenschaftliche Liebe, aber wir sind auch unfassbar gute Seelenfreunde.

Wer kümmert sich um eure beiden Töchter Agnes (8) und Josephine (6)?

Wir wechseln uns ab. Mein Mann erledigt meine Business-Angelegenheiten. Er arbeitet als Unternehmer, Schauspieler und Model. Die Schauspielerei liegt in der Familie. Auch sein Vater tritt als Laienschauspieler auf, und unsere beiden Töchter spielen im Kindertheater.

Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe hat Dich und Deine Familie eingeladen, während der Spielzeit bei ihm im Schloss zu wohnen – werden da Erinnerungen an die Zeit wach, als Du mit der Kelly Family in Schloss Gymnich bei Köln lebtest?

Für uns ist es etwas ganz Besonderes, und wir sind sehr gerührt, dass wir in den Gästeräumen des Fürsten wohnen dürfen. Wenn ich an früher denke, dann fällt mir ein, wie viele Fenster ich in unserem Schloss putzen musste, und es reicht mir heute, dass ich in einem schönen Haus lebe.

Hilft Dir Dein Mann Florent im Haushalt?

Ja. Er kocht sehr viel und kann gut Staub saugen. Aber ich bin gründlicher beim Bad und Toiletten putzen.

Deine beiden Töchter kamen durch Kaiserschnitt zur Welt. Hast Du Angst vor einem erneuten Eingriff?

Nein. Ich habe keine Angst. Die Freude ist viel größer als die Schmerzen.

Wisst ihr schon einen Namen für das Kind?

Wir legen uns nicht fest, bis das Kind da ist, denn wenn man dem Kind in die Augen schaut, dann weiß man erst, wie es heißen soll. Mein Mann hat dafür ein gutes Gespür.

Ist Dein Mann bei der Geburt dabei?

Ja, immer.

Was sagen Deine Töchter zu dem Geschwisterchen?

Die freuen sich wie Bolle. Wir kaufen jetzt schon kleine Sachen und Schühchen, die sie total süß finden, und es steht schon fest, dass unser Kleines unser Sonnenschein wird. Neu ist, dass wir alle zusammen dieses Baby ganz bewusst erleben werden und dass es uns bestimmt um den Finger wickeln wird.

Welche Sprache sprecht ihr zu Hause?

Mein Mann spricht Französisch. Ich spreche mit den Kindern Deutsch. Mein Mann und ich sprechen Englisch.

Bist Du eine strenge Mutter?

Mir ist es wichtig, dass die Kinder ganz klare Richtlinien haben. Aber ich bin nicht streng bei Sachen, die nicht wichtig sind, zum Beispiel, was andere denken. Ganz wichtig für uns ist, dass wir morgens und abends gemeinsam essen und dass wir die Vorfreude auf Feste wie Ostern oder Weihnachten kultivieren.

Fällt es Dir schwer, Dich in die Rolle der hartherzigen Frau Rossi, die auch mal mit der Bratpfanne zuschlägt, zu versetzen?

Sie ist grob, ja, aber ich verstehe, dass sie ein „rough life“ hatte und dadurch so geworden ist, denn sie ist keine sadistische böse Hexe. Ihr Herz wurde durch das harte Leben immer härter. Meine Herausforderung ist, die Menschlichkeit hinter dieser rauen Schale zu zeigen und Frau Rossi so darzustellen, dass der Zuschauer das Gefühl hat: Es gibt Momente, wo auch ich so bin. Das entschuldigt aber ihr Verhalten nicht. Die Geschichte hat mich sehr berührt.

Deine Mutter Barbara-Ann starb 1982 mit 36 Jahren an Brustkrebs, Dein Vater Dan 2002, und auf Deiner Homepage schreibst Du die bewegende Zeile „Mom and Dad, I miss you so much. It hurts, but when I look into the faces of my girls, I see you shine through them“ – vermisst Du Deine Eltern sehr?

Natürlich. Umso älter ich werde, fallen mir Sprüche meines Vaters ein, die mir Kraft schenken. Er war sehr zuversichtlich, besaß einen wunderbaren Humor und hat nie so getan, als sei er perfekt.

Hast Du zurzeit Heißhunger auf saure Gurken?

Ja, das war ganz schlimm. Jetzt genieße ich die Erdbeerzeit ausgiebig.

Für die Vorpremiere am 6. August, 19.30 Uhr, verlost das MT heute zwischen 6 und 18 Uhr fünfmal zwei Karten. Wer gewinnen möchte, sollte heute zwischen 6 und 18 Uhr das Aktionstelefon (01 37) 8 60 02 76 anrufen. Ein Anruf aus dem Festnetz kostet 50 Cent, Mobilfunkpreise können je nach Anbieter höher sein.

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