Lkw-Fahrer hinterlassen Fäkalien im Gewerbegebiet Päpinghausen Bürgern stinkt es / Dixi-Toilette soll Abhilfe schaffen Von Ulrike Mißbach Minden-Päpinghausen (mt). Den Bürgern in Päpinghausen stinkt es im wahrsten Sinne des Wortes. Seit Jahren hinterlassen Lkw-Fahrer, die im Gewerbegebiet in ihren Fahrzeugen übernachten, ihre Notdurft in den Grünanlagen. "Es wird Zeit, dass dort eine Toilette aufgestellt wird", meint Ortsvorsteher Hans Dieter Rommelmann. Wiederholt haben sich Bürger, die im Gewerbegebiet spazieren gehen, bei ihm beschwert. "Da muss endlich etwas passieren", so ihre Forderungen. Besonders schlimm sei es an den Wochenenden, so der Ortsvorsteher. Wegen des Fahrverbots übernachten die Lkw-Fahrer dann in ihren Fahrzeugen im Gewerbegebiet, bis sie ihre Fahrzeuge dann am Montag be- oder entladen können. Da die Firmen während dieser Zeit geschlossen sind, gibt es im weiten Umfeld keine Sanitäranlagen."Ich habe ja Verständnis für die Leute, wo sollen sie denn hin?", meint Hans Dieter Rommelmann. Die Fahrer sorgten schließlich auch mit dafür, dass in Minden Arbeitsplätze erhalten blieben. "Letztendlich sind sie auch mit dafür verantwortlich, dass entsprechende Gelder ins Stadtsäckel fließen", so der Ortsvorsteher weiter. Deshalb müsse dringend dafür gesorgt werden, dass die Fahrer wenigstens zur Toilette gehen könnten.Erfreulicherweise habe die Zahl der Gewerbetreibenden während der zurückliegenden Jahre deutlich zugenommen, so der Ortsvorsteher. Parallel dazu sei jedoch auch die Zahl der Lkw-Fahrer gestiegen, die in Päpinghausen einen Zwischenstopp einlegten. Derzeit gibt es etwa 15 Firmen vor Ort."Wenn der neue Containerhafen fertig ist, werden sicherlich entsprechende Sanitäranlagen gebaut", meint Hans Dieter Rommelmann. "Bis es so weit ist, muss es aber eine Zwischenlösung - zum Beispiel in Form einer Dixi-Toilette - geben."Dixi-Toiletten für Gewerbegebiete wünscht sich auch Guido Reincke von der Mindener Spedition Schierenberg. "Unsere Fahrer haben zwar hier in Minden keine Probleme, aber sicherlich tauchen ähnliche Schwierigkeiten in anderen Städten auf", meint Guido Reincke. In der Regel blieben die Fahrer auf Rastplätzen oder Autohöfen stehen. "Dort kommt es aber immer wieder zu Überfüllungen. Da die Fahrer verpflichtet sind, ihre Lenkzeiten einzuhalten müssen sie oft notgedrungen auf andere Plätze ausweichen", berichtet Guido Reincke. "Und was sollen sie denn machen, wenn es dort keine Sanitäranlagen gibt?" Dixi-Toiletten ließen sich schnell und bequem überall aufbauen.Erste Gespräche hat Ortsvorsteher Hans Dieter Rommelmann bereits mit Bürgermeister Michael Buhre geführt. Inzwischen wurde auch eine schriftliche Beschwerde eingereicht.Die Problematik sei bekannt, heißt es auf MT-Anfrage vonseiten der Stadt. Die Beschwerde werde "im Rahmen des Beschwerdemanagements bearbeitet", teilt Pressesprecherin Susann Lewerenz mit. In absehbarer Zeit werde es auch einen Ortstermin mit allen beteiligten Dienststellen geben, heißt es in der kurzen Stellungnahme der Stadt weiter.

Lkw-Fahrer hinterlassen Fäkalien im Gewerbegebiet Päpinghausen

Minden-Päpinghausen (mt). Den Bürgern in Päpinghausen stinkt es im wahrsten Sinne des Wortes. Seit Jahren hinterlassen Lkw-Fahrer, die im Gewerbegebiet in ihren Fahrzeugen übernachten, ihre Notdurft in den Grünanlagen.

Päpinghausen stinkt es - © MINDEN
Päpinghausen stinkt es - © MINDEN

"Es wird Zeit, dass dort eine Toilette aufgestellt wird", meint Ortsvorsteher Hans Dieter Rommelmann. Wiederholt haben sich Bürger, die im Gewerbegebiet spazieren gehen, bei ihm beschwert. "Da muss endlich etwas passieren", so ihre Forderungen. Besonders schlimm sei es an den Wochenenden, so der Ortsvorsteher. Wegen des Fahrverbots übernachten die Lkw-Fahrer dann in ihren Fahrzeugen im Gewerbegebiet, bis sie ihre Fahrzeuge dann am Montag be- oder entladen können. Da die Firmen während dieser Zeit geschlossen sind, gibt es im weiten Umfeld keine Sanitäranlagen.

"Ich habe ja Verständnis für die Leute, wo sollen sie denn hin?", meint Hans Dieter Rommelmann. Die Fahrer sorgten schließlich auch mit dafür, dass in Minden Arbeitsplätze erhalten blieben. "Letztendlich sind sie auch mit dafür verantwortlich, dass entsprechende Gelder ins Stadtsäckel fließen", so der Ortsvorsteher weiter. Deshalb müsse dringend dafür gesorgt werden, dass die Fahrer wenigstens zur Toilette gehen könnten.

Was macht ein Brummi-Fahrer, der im Feld übernachten muss? Fehlende Dixi-Klos sorgen für Unmut. - © Foto: dpa (Archiv)
Was macht ein Brummi-Fahrer, der im Feld übernachten muss? Fehlende Dixi-Klos sorgen für Unmut. - © Foto: dpa (Archiv)

Erfreulicherweise habe die Zahl der Gewerbetreibenden während der zurückliegenden Jahre deutlich zugenommen, so der Ortsvorsteher. Parallel dazu sei jedoch auch die Zahl der Lkw-Fahrer gestiegen, die in Päpinghausen einen Zwischenstopp einlegten. Derzeit gibt es etwa 15 Firmen vor Ort.

"Wenn der neue Containerhafen fertig ist, werden sicherlich entsprechende Sanitäranlagen gebaut", meint Hans Dieter Rommelmann. "Bis es so weit ist, muss es aber eine Zwischenlösung - zum Beispiel in Form einer Dixi-Toilette - geben."

Dixi-Toiletten für Gewerbegebiete wünscht sich auch Guido Reincke von der Mindener Spedition Schierenberg. "Unsere Fahrer haben zwar hier in Minden keine Probleme, aber sicherlich tauchen ähnliche Schwierigkeiten in anderen Städten auf", meint Guido Reincke. In der Regel blieben die Fahrer auf Rastplätzen oder Autohöfen stehen. "Dort kommt es aber immer wieder zu Überfüllungen. Da die Fahrer verpflichtet sind, ihre Lenkzeiten einzuhalten müssen sie oft notgedrungen auf andere Plätze ausweichen", berichtet Guido Reincke. "Und was sollen sie denn machen, wenn es dort keine Sanitäranlagen gibt?" Dixi-Toiletten ließen sich schnell und bequem überall aufbauen.

Erste Gespräche hat Ortsvorsteher Hans Dieter Rommelmann bereits mit Bürgermeister Michael Buhre geführt. Inzwischen wurde auch eine schriftliche Beschwerde eingereicht.

Die Problematik sei bekannt, heißt es auf MT-Anfrage vonseiten der Stadt. Die Beschwerde werde "im Rahmen des Beschwerdemanagements bearbeitet", teilt Pressesprecherin Susann Lewerenz mit. In absehbarer Zeit werde es auch einen Ortstermin mit allen beteiligten Dienststellen geben, heißt es in der kurzen Stellungnahme der Stadt weiter.

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