Laternenfeste dürfen mit Einschränkungen wieder beginnen Doris Christoph Minden. Keine Laternen und Lichter, kein Gesang – vergangenes Jahr fielen wegen der Corona-Pandemie Laternen- und Martinsumzüge aus. Für dieses Jahr gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer: Die Landesregierung gibt bislang grünes Licht für die privaten Veranstaltungen. Allerdings wird am 29. Oktober eine neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht – rund zwei Wochen vorm 11. November, um den herum die meisten Umzüge stattfinden. An diesem Tag wird der Grablegung des Heiligen Martin von Tours gedacht. Vor allem bei den Katholiken spielt er eine große Rolle. Bei den heimischen katholischen Kindergärten hängen die Planungen derzeit noch in der Schwebe, wie Michaela Schelte, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Mindener Land, berichtet: „Wir sind dabei einen Weg zu finden, wie es machbar ist.“Ein Unsicherheitsfaktor sind die Gottesdienste, denn in Kirchen gibt es weiter Platzbeschränkungen. Hier werde den Kindern aber vorab die Geschichte des Heiligen erzählt, damit sie die Veranstaltung einordnen könnten. „Der Heilige Martin und seine guten Taten waren wie ein Licht in der Dunkelheit. Daran erinnern die Laternen“, erklärt Schelte.Auch der Heimatverein Dützen hat bereits mit den Planungen für seinen Umzug am Samstag, 16. November, begonnen. „Letztes Jahr war das ja leider wegen der hohen Inzidenzwerte nicht möglich. Dieses Jahr sind die Verhältnisse anders“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Heinz Piontek. Dass der Verein und alle Beteiligten es durchziehen könnten, damit habe man gar nicht gerechnet. Am Umzug beteiligen sich laut Piontek auch die Grundschule am Wiehen, die Kirchengemeinde St. Jakobus, die Feuerwehr und der Bläserkreis.Der stellvertretende Vorsitzende rechnet mit rund 300 Teilnehmenden – so viele waren es in den vergangenen Jahren. Der Umzug soll an der Mühle Dützen starten, dann geht es über Friedgartenstraße, Schleidermannsweg, Doldenweg und Blütenstraße zurück. An vier Stationen werde Halt gemacht und gesungen.Bis zu 2.500 Leute könnten mitmachen, ohne dass eine 3G-Nachweispflicht besteht. Singen ist bei entsprechendem Abstand an der frischen Luft auch ohne Mund-Nasenschutz möglich, teilt die Stadt Minden mit. Bei ihr hat Piontek die Veranstaltung angekündigt. „Laternen- und Martinsumzüge stellen in der Regel kleinere örtliche Brauchtumsveranstaltungen dar und sind somit erlaubnisfrei, solange keine übermäßige Straßenbenutzung nach der Straßenverkehrsordnung vorliegt. Insoweit reicht eine schriftliche Anzeige des Umzuges unter Benennung der geplanten Strecke und des Veranstaltungsdatums aus“, teilt das städtische Ordnungsamt mit.Früher wurden die Umzüge von der Polizei begleitet. Das sei aber schon seit ein paar Jahren nicht mehr so, erklärt Piontek. Die Stadt gibt deshalb ein paar Empfehlungen der Polizei weiter: Veranstalter und Teilnehmer sollten die Verkehrsregeln und Sicherheitsmaßnahmen beachten, dazu gehört das Tragen von Warnwesten auf der Straße oder eine weiße Beleuchtung am Anfang und eine rote Beleuchtung am Ende des Umzugs. Außerdem sollte zur Aufsicht pro zehn Kinder einer Erwachsener dabei sein. Vergangenes Jahr hatte der Kreis an die Bevölkerung appelliert, auf Martinssingen zu verzichten. Denn dabei erhöht sich der Aerosolausstoß und damit das Ansteckungsrisiko mit Coronaviren. Außerdem ist Abstandhalten etwa in Treppenhäusern nicht möglich. In diesem Jahr könne vor dem Hintergrund der noch nicht erneuerten Schutzverordnung keine besondere Empfehlung gegeben werden, die über die Vorsichtsmaßnahmen hinausgingen, teilt die Pressestelle mit.„Oft treffen sich beim Martinssingen Kinder, die sich ohnehin kennen und Kontakt miteinander haben beziehungsweise die regelmäßig getestet werden“, heißt es in der Antwort weiter. Generell sei es sicher sinnvoll, gerade bei hohen Inzidenzen über 150 auch eigenverantwortlich zurückhaltend bei Kontakten zu sein und noch mal besonders auf die geltenden Hygieneregeln Wert zu legen.

Laternenfeste dürfen mit Einschränkungen wieder beginnen

Bis zu 2.500 Menschen könnten zurzeit an Martins- und Laternenumzügen teilnehmen, ohne dass ein 3G-Nachweis erbracht werden muss. Foto: pixabay

Minden. Keine Laternen und Lichter, kein Gesang – vergangenes Jahr fielen wegen der Corona-Pandemie Laternen- und Martinsumzüge aus. Für dieses Jahr gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer: Die Landesregierung gibt bislang grünes Licht für die privaten Veranstaltungen. Allerdings wird am 29. Oktober eine neue Corona-Schutzverordnung veröffentlicht – rund zwei Wochen vorm 11. November, um den herum die meisten Umzüge stattfinden.

An diesem Tag wird der Grablegung des Heiligen Martin von Tours gedacht. Vor allem bei den Katholiken spielt er eine große Rolle. Bei den heimischen katholischen Kindergärten hängen die Planungen derzeit noch in der Schwebe, wie Michaela Schelte, Gemeindereferentin im Pastoralverbund Mindener Land, berichtet: „Wir sind dabei einen Weg zu finden, wie es machbar ist.“

Ein Unsicherheitsfaktor sind die Gottesdienste, denn in Kirchen gibt es weiter Platzbeschränkungen. Hier werde den Kindern aber vorab die Geschichte des Heiligen erzählt, damit sie die Veranstaltung einordnen könnten. „Der Heilige Martin und seine guten Taten waren wie ein Licht in der Dunkelheit. Daran erinnern die Laternen“, erklärt Schelte.

Auch der Heimatverein Dützen hat bereits mit den Planungen für seinen Umzug am Samstag, 16. November, begonnen. „Letztes Jahr war das ja leider wegen der hohen Inzidenzwerte nicht möglich. Dieses Jahr sind die Verhältnisse anders“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Heinz Piontek. Dass der Verein und alle Beteiligten es durchziehen könnten, damit habe man gar nicht gerechnet. Am Umzug beteiligen sich laut Piontek auch die Grundschule am Wiehen, die Kirchengemeinde St. Jakobus, die Feuerwehr und der Bläserkreis.

Der stellvertretende Vorsitzende rechnet mit rund 300 Teilnehmenden – so viele waren es in den vergangenen Jahren. Der Umzug soll an der Mühle Dützen starten, dann geht es über Friedgartenstraße, Schleidermannsweg, Doldenweg und Blütenstraße zurück. An vier Stationen werde Halt gemacht und gesungen.

Bis zu 2.500 Leute könnten mitmachen, ohne dass eine 3G-Nachweispflicht besteht. Singen ist bei entsprechendem Abstand an der frischen Luft auch ohne Mund-Nasenschutz möglich, teilt die Stadt Minden mit. Bei ihr hat Piontek die Veranstaltung angekündigt. „Laternen- und Martinsumzüge stellen in der Regel kleinere örtliche Brauchtumsveranstaltungen dar und sind somit erlaubnisfrei, solange keine übermäßige Straßenbenutzung nach der Straßenverkehrsordnung vorliegt. Insoweit reicht eine schriftliche Anzeige des Umzuges unter Benennung der geplanten Strecke und des Veranstaltungsdatums aus“, teilt das städtische Ordnungsamt mit.

Früher wurden die Umzüge von der Polizei begleitet. Das sei aber schon seit ein paar Jahren nicht mehr so, erklärt Piontek. Die Stadt gibt deshalb ein paar Empfehlungen der Polizei weiter: Veranstalter und Teilnehmer sollten die Verkehrsregeln und Sicherheitsmaßnahmen beachten, dazu gehört das Tragen von Warnwesten auf der Straße oder eine weiße Beleuchtung am Anfang und eine rote Beleuchtung am Ende des Umzugs. Außerdem sollte zur Aufsicht pro zehn Kinder einer Erwachsener dabei sein.

Vergangenes Jahr hatte der Kreis an die Bevölkerung appelliert, auf Martinssingen zu verzichten. Denn dabei erhöht sich der Aerosolausstoß und damit das Ansteckungsrisiko mit Coronaviren. Außerdem ist Abstandhalten etwa in Treppenhäusern nicht möglich. In diesem Jahr könne vor dem Hintergrund der noch nicht erneuerten Schutzverordnung keine besondere Empfehlung gegeben werden, die über die Vorsichtsmaßnahmen hinausgingen, teilt die Pressestelle mit.

„Oft treffen sich beim Martinssingen Kinder, die sich ohnehin kennen und Kontakt miteinander haben beziehungsweise die regelmäßig getestet werden“, heißt es in der Antwort weiter. Generell sei es sicher sinnvoll, gerade bei hohen Inzidenzen über 150 auch eigenverantwortlich zurückhaltend bei Kontakten zu sein und noch mal besonders auf die geltenden Hygieneregeln Wert zu legen.

Malina Reckordt

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