Kreisverwaltung gibt Details zur 15-Kilometer-Regel bekannt - Inzidenzwert weiter über 200 Lea Oetjen Minden (mt/lo). „Wir haben alle das gemeinsame Ziel, die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen", sagt Landrätin Anna Katharina Bölling (CDU). Damit begründet sie, warum der Kreis Minden-Lübbecke trotz „Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit und Kontrolle dieser Regelung" die Regionalverordnung der Landesregierung unterstützt. Ab sofort und bis auf Weiteres gilt also die 15-Kilometer-Regel. Wichtig ist, dass diese Maßnahme erst beim Verlassen des Kreisgebietes greift. Das bedeutet konkret: Im Mühlenkreis dürfen wir uns frei bewegen, erst wenn wir das Kreisgebiet verlassen, gilt die 15-Kilometer-Regel gemessen von Heimatstadt oder -gemeinde. Klingt kompliziert, ist es vermutlich auch. Damit die Anwohner den geltenden Bewegungsradius einfacher ermitteln können, bietet der Kreis fortan im Corona-Dashboard auf der Homepage eine entsprechende Funktion an. „Es gibt einen neuen Tab unter der Karte des Kreises, auf dem ,15km Bewegungsradius' steht. Dieser muss zuerst angeklickt und anschließend rechts oben am Rand der Karte die jeweilige Stadt oder Gemeinde ausgewählt werden. Dann wird der entsprechende Radius angezeigt", erklärt Kreissprecherin Sabine Ohnesorge in einer Pressemitteilung. Sie offenbart zudem, dass seitdem klar ist, dass die Regionalverordnung auch für Minden gilt, die Kreisverwaltung diverse ungeklärte Fragen erreichen. Diese werden erst einmal gesammelt und können per E-Mail an infektionsschutz@minden-luebbecke.de an die Verantwortlichen gerichtet werden. „Wir gehen davon aus, dass das zuständige Ministerium zeitnah zusätzliche Informationen zu den noch offenen Fragen zur Verfügung stellen wird", sagt Krisenstabsleiterin Cornelia Schöder. Da die für den Kreis Minden-Lübbecke aktuell geltende Allgemeinverfügung ausläuft, arbeitet der Krisenstab zurzeit an einer Folge-Regelung. „Diese werden wir wie üblich mit dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes abstimmen und bekannt geben", so Schröder. Während der Krisenstab also schon über ein Konzept für die nächsten Wochen nachdenkt, meldete der Kreis am Dienstag weitere 75 Neuinfektionen - also insgesamt 646 innerhalb der vergangenen sieben Tage. Damit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz zwar auf 208,1. Sie liegt jedoch weiterhin bei mehr als 200 - einem Grenzwert, der für die Anordnung der Regionalverordnung entscheidend ist. Inzwischen haben sich also seit Beginn der Pandemie 8281 Menschen im Mühlenkreis mit dem Virus infiziert. Zusätzlich zu den Neuinfektionen informiert Ohnesorge auch über weitere drei Corona-Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stehen. So verstarb eine 79-Jährige aus Porta Westfalica, ein 71-Jähriger aus Lübbecke und ein 85-Jähriger aus Petershagen. An den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen werden aktuell 91 Menschen behandelt. 16 Covid-Patienten liegen auf der Mindener Intensivstation, zwei davon werden invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum werden weiterhin 12 der insgesamt 16 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt. Den höchsten Inzidenz-Wert im Kreisgebiet hat weiterhin Rahden mit 331, gefolgt von Hüllhorst (260), Espelkamp (258), Preußisch Oldendorf (230) und Porta Westfalica (219). Den niedrigsten Wert haben Stemwede (161), Minden (179) und Hille (182).

Kreisverwaltung gibt Details zur 15-Kilometer-Regel bekannt - Inzidenzwert weiter über 200

Die 15-Kilometer-Regel sorgt für Verwirrung. © imago images/Christian Ohde

Minden (mt/lo). „Wir haben alle das gemeinsame Ziel, die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger zu schützen", sagt Landrätin Anna Katharina Bölling (CDU). Damit begründet sie, warum der Kreis Minden-Lübbecke trotz „Bedenken hinsichtlich der Umsetzbarkeit und Kontrolle dieser Regelung" die Regionalverordnung der Landesregierung unterstützt. Ab sofort und bis auf Weiteres gilt also die 15-Kilometer-Regel. Wichtig ist, dass diese Maßnahme erst beim Verlassen des Kreisgebietes greift. Das bedeutet konkret: Im Mühlenkreis dürfen wir uns frei bewegen, erst wenn wir das Kreisgebiet verlassen, gilt die 15-Kilometer-Regel gemessen von Heimatstadt oder -gemeinde.

Klingt kompliziert, ist es vermutlich auch. Damit die Anwohner den geltenden Bewegungsradius einfacher ermitteln können, bietet der Kreis fortan im Corona-Dashboard auf der Homepage eine entsprechende Funktion an. „Es gibt einen neuen Tab unter der Karte des Kreises, auf dem ,15km Bewegungsradius' steht. Dieser muss zuerst angeklickt und anschließend rechts oben am Rand der Karte die jeweilige Stadt oder Gemeinde ausgewählt werden. Dann wird der entsprechende Radius angezeigt", erklärt Kreissprecherin Sabine Ohnesorge in einer Pressemitteilung.

Sie offenbart zudem, dass seitdem klar ist, dass die Regionalverordnung auch für Minden gilt, die Kreisverwaltung diverse ungeklärte Fragen erreichen. Diese werden erst einmal gesammelt und können per E-Mail an infektionsschutz@minden-luebbecke.de an die Verantwortlichen gerichtet werden. „Wir gehen davon aus, dass das zuständige Ministerium zeitnah zusätzliche Informationen zu den noch offenen Fragen zur Verfügung stellen wird", sagt Krisenstabsleiterin Cornelia Schöder.

Da die für den Kreis Minden-Lübbecke aktuell geltende Allgemeinverfügung ausläuft, arbeitet der Krisenstab zurzeit an einer Folge-Regelung. „Diese werden wir wie üblich mit dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes abstimmen und bekannt geben", so Schröder.

Während der Krisenstab also schon über ein Konzept für die nächsten Wochen nachdenkt, meldete der Kreis am Dienstag weitere 75 Neuinfektionen - also insgesamt 646 innerhalb der vergangenen sieben Tage. Damit sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz zwar auf 208,1. Sie liegt jedoch weiterhin bei mehr als 200 - einem Grenzwert, der für die Anordnung der Regionalverordnung entscheidend ist. Inzwischen haben sich also seit Beginn der Pandemie 8281 Menschen im Mühlenkreis mit dem Virus infiziert.

Zusätzlich zu den Neuinfektionen informiert Ohnesorge auch über weitere drei Corona-Todesfälle, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stehen. So verstarb eine 79-Jährige aus Porta Westfalica, ein 71-Jähriger aus Lübbecke und ein 85-Jähriger aus Petershagen.

An den drei Standorten der Mühlenkreiskliniken sowie im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen werden aktuell 91 Menschen behandelt. 16 Covid-Patienten liegen auf der Mindener Intensivstation, zwei davon werden invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum werden weiterhin 12 der insgesamt 16 Corona-Patienten intensivmedizinisch behandelt.

Den höchsten Inzidenz-Wert im Kreisgebiet hat weiterhin Rahden mit 331, gefolgt von Hüllhorst (260), Espelkamp (258), Preußisch Oldendorf (230) und Porta Westfalica (219). Den niedrigsten Wert haben Stemwede (161), Minden (179) und Hille (182).

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