Kreis startet Aktionen an Schulen: Impfungen im Minutentakt Kerstin Rickert Minden. Die Impfaktion des Kreises Minden-Lübbecke an Schulen ist gestern erfolgreich angelaufen. Zum Start war ein Team des Impfzentrums Unterlübbe am Habsburgerring im Einsatz. Dort hatten Schülerinnen und Schüler der beiden Berufskollegs sowie des Besselgymnasiums die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Insgesamt 210 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen das Angebot wahr. Mit dem Ergebnis der ersten Impfung an einer Schule sind alle Beteiligten mehr als zufrieden. Von den knapp 2.000 Schülerinnen und Schülern, die die beiden Berufskollegs pro Wochentag besuchen, haben sich am Dienstag mehr als zehn Prozent impfen lassen. „Das ist eine super Quote“, zog Carsten Mittelberg, Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs am Standort Minden, am Mittag ein durchweg positives Fazit. Ablauf und Organisation hätten zudem hervorragend geklappt. „Es ist optimal gelaufen“, sagt auch Rolf Schöphörster vom Impfzentrum. „Wir haben quasi im Minutentakt geimpft, mehr wäre nicht gegangen.“ Mit dem niedrigschwelligen Angebot, zu den Menschen vor Ort zu gehen, habe er auch diesmal wieder gute Erfahrungen gemacht. Dr. Oliver Oberschelp, stellvertretender Schulleiter des Leo-Sympher-Berufskollegs, und sein Kollege Carsten Mittelberg sehen darin für ihre Schülerschaft einen entscheidenden Vorteil. „Die Mobilität der Schüler ist bei uns nicht besonders ausgeprägt“, sagen sie. Dazu komme, dass viele, die sich gerne impfen lassen würden, nicht wüssten, an wen oder wohin sie sich wenden könnten. Zum einen fehlten ihnen die entsprechenden Informationen und zum anderen gebe es mitunter Sprachprobleme, die ihnen die Beschaffung dieser Informationen erschwerten. Vorbehalte gegen das Impfen sehen die Schulleiter an ihren Schulen nicht. Im Gegenteil: „Sie wollen die Impfung und ich bin sicher, dass wir mit dieser Aktion die Impfquote hochbekommen“, sagt Mittelberg. „Die Impfquote steigt jetzt schon“, ergänzt Oberschelp. Das habe er anhand der zweimal wöchentlich vorgeschriebenen Tests für ungeimpfte Schüler beobachten können. „Die Tests werden weniger.“ Das wiederum wirke sich positiv auf den Schulbetrieb aus. „An den Testtagen haben wir in einigen Fächern hohe Unterrichtsverluste, weshalb wir schon dazu übergegangen sind, Klassen, in denen noch viel getestet werden muss, morgens früher zu bestellen“, so Oberschelp. Eine höhere Impfquote sorge für Entspannung, so dass Schule sich wieder mehr auf ihre ureigene Aufgabe konzentrieren könne. Weil die insgesamt rund 5.400 Schüler der beiden Berufskollegs diese an unterschiedlichen Wochentagen besuchen und somit nur rund ein Drittel an der Impfaktion teilnehmen konnte, soll es weitere Angebote an anderen Wochentagen geben. Darauf haben sich die Schulleitungen gestern noch mit Jan Boße vom Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke verständigt. Weitere Impfaktionen an den Berufskollegs in Lübbecke und Bad Oeynhausen sowie an den weiterführenden Schulen mit Sekundarstufe II sind in den nächsten Wochen im gesamten Kreisgebiet geplant. Gibt es an einer Schule nur wenige impfwillige Schüler, erhalten diese die Möglichkeit, sich an einer anderen Schule in der Nähe impfen zu lassen. „Wir haben im Vorfeld Schulen an knapp 50 Standorten kontaktiert und diese je nach Bedarf entsprechend zusammengezogen“, so Boße. So auch gestern: Für elf Schüler des Besselgymnasiums ging es zum Impfen zum Berufskolleg. Verimpft wurde und wird laut Boße ausschließlich der für unter 18-Jährige zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Zweitimpfung erfolgt mit Abstand von drei Wochen dort, wo auch der erste Piks gesetzt wurde.

Kreis startet Aktionen an Schulen: Impfungen im Minutentakt

Bei der ersten Schul-Impfaktion des Kreises wurde ausschließlich der für unter 18-Jährige zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer verimpft. Foto: Pixabay © x

Minden. Die Impfaktion des Kreises Minden-Lübbecke an Schulen ist gestern erfolgreich angelaufen. Zum Start war ein Team des Impfzentrums Unterlübbe am Habsburgerring im Einsatz. Dort hatten Schülerinnen und Schüler der beiden Berufskollegs sowie des Besselgymnasiums die Möglichkeit, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Insgesamt 210 Jugendliche und junge Erwachsene nahmen das Angebot wahr.

Mit dem Ergebnis der ersten Impfung an einer Schule sind alle Beteiligten mehr als zufrieden. Von den knapp 2.000 Schülerinnen und Schülern, die die beiden Berufskollegs pro Wochentag besuchen, haben sich am Dienstag mehr als zehn Prozent impfen lassen. „Das ist eine super Quote“, zog Carsten Mittelberg, Schulleiter des Freiherr-vom-Stein-Berufskollegs am Standort Minden, am Mittag ein durchweg positives Fazit. Ablauf und Organisation hätten zudem hervorragend geklappt. „Es ist optimal gelaufen“, sagt auch Rolf Schöphörster vom Impfzentrum. „Wir haben quasi im Minutentakt geimpft, mehr wäre nicht gegangen.“ Mit dem niedrigschwelligen Angebot, zu den Menschen vor Ort zu gehen, habe er auch diesmal wieder gute Erfahrungen gemacht.

Dr. Oliver Oberschelp, stellvertretender Schulleiter des Leo-Sympher-Berufskollegs, und sein Kollege Carsten Mittelberg sehen darin für ihre Schülerschaft einen entscheidenden Vorteil. „Die Mobilität der Schüler ist bei uns nicht besonders ausgeprägt“, sagen sie. Dazu komme, dass viele, die sich gerne impfen lassen würden, nicht wüssten, an wen oder wohin sie sich wenden könnten. Zum einen fehlten ihnen die entsprechenden Informationen und zum anderen gebe es mitunter Sprachprobleme, die ihnen die Beschaffung dieser Informationen erschwerten. Vorbehalte gegen das Impfen sehen die Schulleiter an ihren Schulen nicht. Im Gegenteil: „Sie wollen die Impfung und ich bin sicher, dass wir mit dieser Aktion die Impfquote hochbekommen“, sagt Mittelberg. „Die Impfquote steigt jetzt schon“, ergänzt Oberschelp. Das habe er anhand der zweimal wöchentlich vorgeschriebenen Tests für ungeimpfte Schüler beobachten können. „Die Tests werden weniger.“ Das wiederum wirke sich positiv auf den Schulbetrieb aus. „An den Testtagen haben wir in einigen Fächern hohe Unterrichtsverluste, weshalb wir schon dazu übergegangen sind, Klassen, in denen noch viel getestet werden muss, morgens früher zu bestellen“, so Oberschelp. Eine höhere Impfquote sorge für Entspannung, so dass Schule sich wieder mehr auf ihre ureigene Aufgabe konzentrieren könne.


Weil die insgesamt rund 5.400 Schüler der beiden Berufskollegs diese an unterschiedlichen Wochentagen besuchen und somit nur rund ein Drittel an der Impfaktion teilnehmen konnte, soll es weitere Angebote an anderen Wochentagen geben. Darauf haben sich die Schulleitungen gestern noch mit Jan Boße vom Krisenstab des Kreises Minden-Lübbecke verständigt. Weitere Impfaktionen an den Berufskollegs in Lübbecke und Bad Oeynhausen sowie an den weiterführenden Schulen mit Sekundarstufe II sind in den nächsten Wochen im gesamten Kreisgebiet geplant.

Gibt es an einer Schule nur wenige impfwillige Schüler, erhalten diese die Möglichkeit, sich an einer anderen Schule in der Nähe impfen zu lassen. „Wir haben im Vorfeld Schulen an knapp 50 Standorten kontaktiert und diese je nach Bedarf entsprechend zusammengezogen“, so Boße. So auch gestern: Für elf Schüler des Besselgymnasiums ging es zum Impfen zum Berufskolleg. Verimpft wurde und wird laut Boße ausschließlich der für unter 18-Jährige zugelassene Impfstoff von Biontech/Pfizer. Die Zweitimpfung erfolgt mit Abstand von drei Wochen dort, wo auch der erste Piks gesetzt wurde.

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