Kreis meldet 461 neue Corona-Fälle - Zahl der Tests verdreifacht Malina Reckordt,Leonie Meyer,Patrick Schwemling Minden. Fast täglich erreichen die Coronainfektionen im Kreis Minden-Lübbecke neue Höchstwerte. Die Nachfrage nach Tests hat sich verdreifach – zum einen aus Sorge vor einer Ansteckung, zum anderen, weil es für Ungeimpfte zur Pflicht geworden ist, etwa am Arbeitsplatz oder bei Freizeitaktivitäten. In Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gelten seit vergangener Woche zudem verschärfte Testbedingungen. Testpflicht für Klinikpersonal „Ungeimpfte Mitarbeiter müssen bei uns täglich einen PCR-Test machen, geimpfte einmal in der Woche", erläutert Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken (MKK). Das stellt die MKK derzeit vor erhebliche Herausforderungen. „Teilweise lassen sich 1.000 Mitarbeiter an einem Morgen testen. Das kostet viel Zeit, die das Klinikpersonal derzeit eigentlich nicht hat", so Busse weiter. Die Vorgesetzten müssten die Tests der Mitarbeiter kontrollieren – und auch das bedeutet in erste Linie wieder Aufwand. „Wenn Mitarbeiter die Testregelung nicht einhalten, dürfen sie nicht arbeiten und erhalten für den Zeitraum auch keinen Lohn", sagt Busse im MT-Gespräch. Laut Schutzverordnung sind übrigens Antigentest, sogenannte Schnelltests, ausreichend, die MKK setzen aber auf PCR-Tests. „Da sind wir einfach auf der sichereren Seite", so der Pressesprecher. Auch für das Labor, das am Klinikum angegliedert ist, bedeute die neue Verordnung deutlich mehr arbeit. „Alleine durch das Klinikpersonal müssen um die 7.000 Tests zusätzlich ausgewertet werden", sagt Busse. Testzentrum öffnet wieder vier Spuren Am Wochenende gab es einen riesigen Ansturm auf die MKK-Testzentren. „Es war rappelvoll, aber es lief alles in geregelten Bahnen", betont Christian Busse. Daher sind beim Drive-In-Testzentrum auf Kanzlers Weide zum Teil auch wieder vier Spuren geöffnet. Es sei Busse zufolge jedoch nicht immer möglich, vier Spuren zu öffnen, da das Personal fehle. „Man steht stundenlang in der Kälte, muss sehr sauber arbeiten, ist dem Infektionsrisiko ausgesetzt und bekommt teilweise noch den Frust der anderen Menschen ab", beschreibt Busse die Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Zahl der Tests hat sich im Vergleich zum Zeitraum vor der 3G-Regelung am Arbeitsplatz verdreifacht. Am Sonntag hätten sich laut Busse am Testzentrum am Johannes-Wesling-Klinikum 2.180 Menschen testen lassen, während es an anderen Samstagen oder Sonntagen im November zwischen 400 und 600 gewesen seien. Vier weitere Todesfälle Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke steigt am Montag nach MT-Berechnungen auf 408,7 an. Wie Kreis-Pressesprecherin Mirjana Lenz mitteilt, wurden seit Freitag 461 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Zahlen der Pressestelle werden am morgigen Dienstag in das offizielle Dashboard des Robert-Koch-Instituts einfließen. Für den heutigen Montag wird dort eine Inzidenz von 403,5 gemeldet. Im Mühlenkreis liegt die Stadt Espelkamp mit einer Inzidenz von 694,1 mit Abstand weit vorne - Lübbecke folgt mit 520,7. Im übrigen MT-Verbreitungsgebiet sieht es wie folgt aus: Hille 325,2, Minden 387,9, Petershagen 195,1 und Porta Westfalica 359,2. Die Lage in den Krankenhäusern bleibt angespannt: Im Johannes-Wesling-Klinikum Minden werden 43 Corona-Patienten behandelt, 14 davon liegen auf der Intensivstation. Fünf Personen werden künstlich beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen werden derzeit sechs Corona-Patienten versorgt, fünf davon intensivmedizinisch. Im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Eine 90-jährige Frau aus Bad Oeynhausen, eine 89-jährige Frau aus Minden, eine 99-jährige Frau aus Lübbecke sowie ein 91-jähriger Mann aus Lübbecke sind verstorben. Der Kreis Minden-Lübbecke veröffentlicht folgenden Hinweis: Damit die Kontaktaufnahme zu positiv getesteten Personen zügig erfolgen kann, bittet das Gesundheitsamt darum, dass bei PCR-Testungen unbedingt die mobile Rufnummer sowie eine E-Mailadresse, falls vorhanden, angegeben werden.

Kreis meldet 461 neue Corona-Fälle - Zahl der Tests verdreifacht

Symbolfoto: © Pixabay

Minden. Fast täglich erreichen die Coronainfektionen im Kreis Minden-Lübbecke neue Höchstwerte. Die Nachfrage nach Tests hat sich verdreifach – zum einen aus Sorge vor einer Ansteckung, zum anderen, weil es für Ungeimpfte zur Pflicht geworden ist, etwa am Arbeitsplatz oder bei Freizeitaktivitäten. In Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen gelten seit vergangener Woche zudem verschärfte Testbedingungen.

Testpflicht für Klinikpersonal

„Ungeimpfte Mitarbeiter müssen bei uns täglich einen PCR-Test machen, geimpfte einmal in der Woche", erläutert Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken (MKK). Das stellt die MKK derzeit vor erhebliche Herausforderungen. „Teilweise lassen sich 1.000 Mitarbeiter an einem Morgen testen. Das kostet viel Zeit, die das Klinikpersonal derzeit eigentlich nicht hat", so Busse weiter. Die Vorgesetzten müssten die Tests der Mitarbeiter kontrollieren – und auch das bedeutet in erste Linie wieder Aufwand. „Wenn Mitarbeiter die Testregelung nicht einhalten, dürfen sie nicht arbeiten und erhalten für den Zeitraum auch keinen Lohn", sagt Busse im MT-Gespräch. Laut Schutzverordnung sind übrigens Antigentest, sogenannte Schnelltests, ausreichend, die MKK setzen aber auf PCR-Tests. „Da sind wir einfach auf der sichereren Seite", so der Pressesprecher. Auch für das Labor, das am Klinikum angegliedert ist, bedeute die neue Verordnung deutlich mehr arbeit. „Alleine durch das Klinikpersonal müssen um die 7.000 Tests zusätzlich ausgewertet werden", sagt Busse.

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Testzentrum öffnet wieder vier Spuren

Am Wochenende gab es einen riesigen Ansturm auf die MKK-Testzentren. „Es war rappelvoll, aber es lief alles in geregelten Bahnen", betont Christian Busse. Daher sind beim Drive-In-Testzentrum auf Kanzlers Weide zum Teil auch wieder vier Spuren geöffnet. Es sei Busse zufolge jedoch nicht immer möglich, vier Spuren zu öffnen, da das Personal fehle. „Man steht stundenlang in der Kälte, muss sehr sauber arbeiten, ist dem Infektionsrisiko ausgesetzt und bekommt teilweise noch den Frust der anderen Menschen ab", beschreibt Busse die Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Zahl der Tests hat sich im Vergleich zum Zeitraum vor der 3G-Regelung am Arbeitsplatz verdreifacht. Am Sonntag hätten sich laut Busse am Testzentrum am Johannes-Wesling-Klinikum 2.180 Menschen testen lassen, während es an anderen Samstagen oder Sonntagen im November zwischen 400 und 600 gewesen seien.

Vier weitere Todesfälle

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Minden-Lübbecke steigt am Montag nach MT-Berechnungen auf 408,7 an. Wie Kreis-Pressesprecherin Mirjana Lenz mitteilt, wurden seit Freitag 461 Corona-Neuinfektionen registriert. Die Zahlen der Pressestelle werden am morgigen Dienstag in das offizielle Dashboard des Robert-Koch-Instituts einfließen. Für den heutigen Montag wird dort eine Inzidenz von 403,5 gemeldet.

Im Mühlenkreis liegt die Stadt Espelkamp mit einer Inzidenz von 694,1 mit Abstand weit vorne - Lübbecke folgt mit 520,7. Im übrigen MT-Verbreitungsgebiet sieht es wie folgt aus: Hille 325,2, Minden 387,9, Petershagen 195,1 und Porta Westfalica 359,2.

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Die Lage in den Krankenhäusern bleibt angespannt: Im Johannes-Wesling-Klinikum Minden werden 43 Corona-Patienten behandelt, 14 davon liegen auf der Intensivstation. Fünf Personen werden künstlich beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen werden derzeit sechs Corona-Patienten versorgt, fünf davon intensivmedizinisch.

Im Zusammenhang mit einer Covid-Infektion wurden vier weitere Todesfälle gemeldet. Eine 90-jährige Frau aus Bad Oeynhausen, eine 89-jährige Frau aus Minden, eine 99-jährige Frau aus Lübbecke sowie ein 91-jähriger Mann aus Lübbecke sind verstorben.

Der Kreis Minden-Lübbecke veröffentlicht folgenden Hinweis: Damit die Kontaktaufnahme zu positiv getesteten Personen zügig erfolgen kann, bittet das Gesundheitsamt darum, dass bei PCR-Testungen unbedingt die mobile Rufnummer sowie eine E-Mailadresse, falls vorhanden, angegeben werden.

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