Korrekt manipuliert? Das fordert ein Teilnehmer der Corona-Demo Benjamin Piel Gestern meldete sich jemand in der MT-Redaktion, der auf der Corona-Demo am Samstag am Mikrofon gestanden hatte. Er hatte kritisiert, Medien im Allgemeinen und das MT im Konkreten seien manipulativ und käuflich. Nun fühlte er sich damit aber nicht richtig zitiert und bat um Korrektur. Erstaunlich. Denn wenn der Mann davon ausgeht, dass das MT manipulativ und käuflich ist und also grundverkehrt, dürfte es ihn nicht überrascht haben, auf angeblichen Korrekturbedarf zu stoßen. Und eine Korrektur ergibt in dieser Gedankenwelt auch gar keinen Sinn. Was soll eine Richtigstellung in einem Falschmedium? Oder ist der Mann sich am Ende selbst nicht so sicher? Noch erstaunlicher ist der Inhalt des Korrekturwunsches. Das MT hatte seine Rede so zusammengefasst: „In einem weiteren Redebeitrag behauptete ein Mann, (...) die MT-Redaktion sei bestechlich“ (und nebenbei ist das MT sich übrigens nicht zu schade, solche Falschbehauptungen über sich selbst zu dokumentieren, aber das nur am Rande). Zum Glück gibt es ein Video der Veranstaltung und in der Tat hat er etwas anderes gesagt: „Wenn ich am Dienstag hier in Minden zum Mindener Tageblatt gehe und 1.000 Euro auf den Tresen lege, dann wird eine Mitarbeiterin von Ihnen was sagen? ,Was kann ich Ihnen Gutes tun?‘ Richtig? ,Was für einen Artikel darf ich veröffentlichen?‘“ Erstens: Was für ein Blödsinn! Zweitens: Erkennen Sie den Korrekturbedarf? Ich auch nicht.

Korrekt manipuliert? Das fordert ein Teilnehmer der Corona-Demo

Gestern meldete sich jemand in der MT-Redaktion, der auf der Corona-Demo am Samstag am Mikrofon gestanden hatte. Er hatte kritisiert, Medien im Allgemeinen und das MT im Konkreten seien manipulativ und käuflich. Nun fühlte er sich damit aber nicht richtig zitiert und bat um Korrektur.

Erstaunlich. Denn wenn der Mann davon ausgeht, dass das MT manipulativ und käuflich ist und also grundverkehrt, dürfte es ihn nicht überrascht haben, auf angeblichen Korrekturbedarf zu stoßen. Und eine Korrektur ergibt in dieser Gedankenwelt auch gar keinen Sinn. Was soll eine Richtigstellung in einem Falschmedium? Oder ist der Mann sich am Ende selbst nicht so sicher?

Noch erstaunlicher ist der Inhalt des Korrekturwunsches. Das MT hatte seine Rede so zusammengefasst: „In einem weiteren Redebeitrag behauptete ein Mann, (...) die MT-Redaktion sei bestechlich“ (und nebenbei ist das MT sich übrigens nicht zu schade, solche Falschbehauptungen über sich selbst zu dokumentieren, aber das nur am Rande).

Zum Glück gibt es ein Video der Veranstaltung und in der Tat hat er etwas anderes gesagt: „Wenn ich am Dienstag hier in Minden zum Mindener Tageblatt gehe und 1.000 Euro auf den Tresen lege, dann wird eine Mitarbeiterin von Ihnen was sagen? ,Was kann ich Ihnen Gutes tun?‘ Richtig? ,Was für einen Artikel darf ich veröffentlichen?‘“ Erstens: Was für ein Blödsinn!

Zweitens: Erkennen Sie den Korrekturbedarf? Ich auch nicht.

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