Komplizierte Verkehrssituation: So soll es an der Unterführung am Mindener Bahnhof weitergehen Monika Jäger Minden. Zwei verschiedene Lösungen für die komplizierte Verkehrssituation an der Bahnunterführung Viktoriastraße und deren Umfeld hat die Verwaltung jetzt im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr vorgestellt. Die Politik muss nun beraten und entscheiden, welche sie für besser hält. Allerdings: bis diese dann umgesetzt ist, wird es noch einige Jahre dauern. Zunächst einmal geht es um die Vorentwurfsplanung. Beide Vorschläge planen mit einem neuen Kreisverkehr an der Ecke Bachstraße/Dankerser Straße. Hier sind viele Schülerinnen und Schüler mit dem Rad Richtung Innenstadt unterwegs, und dringend müsste hier etwas getan werden, hieß es im Ausschuss. Der weitergehende Entwurf sieht einen zweiten Kreisverkehr an der Bahnstraße vor, und der würde dann für richtig Platz in den Unterführungen sorgen. Diese Idee ist nicht neu. 2011 hatte der Landesbetrieb Straßenbau NRW ähnliche Pläne im Ausschuss vorgestellt; diese sahen am Knotenpunkt Bahnhofsvorplatz nur eine einzige Abbiegespur und an der Bahnstraße einen Kreisel vor. Wer aus der Innenstadt kommt, fährt dann erst stadtauswärts und durch den Kreisverkehr wieder zurück zum Bahnhof. So wäre eine Fahrspur weniger nötig. Doch daraus wurde damals nichts – unter anderem, weil Minden wuchs und ab 2014 selbst für die Innenstadtstraßen verantwortlich wurde. Diesen Gedanken hat der weitergehende Vorschlag jetzt wieder aufgegriffen. In den Folgejahren war dieser Bereich immer wieder Thema, bis im Januar 2019 der damals noch zuständige Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr beschloss, den Ausbau Viktoriastraße von der Hafenstraße bis zur Bachstraße zu planen. Dabei sollten vor allem Fahrspuren zu Gunsten des Fuß- und Radverkehres reduziert werden. Kompliziert ist das Ganze aus mehreren Gründen. Zum einen ist unter den Unterführungen die Gesamtbreite der Straßen und Wege unveränderbar – die Brücken gehören der Bahn. Zum anderen muss für das Abwasser eine Regelung gefunden werden. Auch dafür die die Bahn als Besitzerin des Grundstücks zuständig. Vor Monaten hat die Stadt Minden die Gespräche dazu wieder aufgenommen, und es scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, hieß es im Klimaschutzausschuss.

Komplizierte Verkehrssituation: So soll es an der Unterführung am Mindener Bahnhof weitergehen

Eng und dunkel: Die Bahn-Unterführungen an der Viktoriastraße. MT-Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Zwei verschiedene Lösungen für die komplizierte Verkehrssituation an der Bahnunterführung Viktoriastraße und deren Umfeld hat die Verwaltung jetzt im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt und Verkehr vorgestellt. Die Politik muss nun beraten und entscheiden, welche sie für besser hält. Allerdings: bis diese dann umgesetzt ist, wird es noch einige Jahre dauern. Zunächst einmal geht es um die Vorentwurfsplanung.

Beide Vorschläge planen mit einem neuen Kreisverkehr an der Ecke Bachstraße/Dankerser Straße. Hier sind viele Schülerinnen und Schüler mit dem Rad Richtung Innenstadt unterwegs, und dringend müsste hier etwas getan werden, hieß es im Ausschuss. Der weitergehende Entwurf sieht einen zweiten Kreisverkehr an der Bahnstraße vor, und der würde dann für richtig Platz in den Unterführungen sorgen. Diese Idee ist nicht neu.

2011 hatte der Landesbetrieb Straßenbau NRW ähnliche Pläne im Ausschuss vorgestellt; diese sahen am Knotenpunkt Bahnhofsvorplatz nur eine einzige Abbiegespur und an der Bahnstraße einen Kreisel vor. Wer aus der Innenstadt kommt, fährt dann erst stadtauswärts und durch den Kreisverkehr wieder zurück zum Bahnhof. So wäre eine Fahrspur weniger nötig.


Doch daraus wurde damals nichts – unter anderem, weil Minden wuchs und ab 2014 selbst für die Innenstadtstraßen verantwortlich wurde. Diesen Gedanken hat der weitergehende Vorschlag jetzt wieder aufgegriffen.

In den Folgejahren war dieser Bereich immer wieder Thema, bis im Januar 2019 der damals noch zuständige Ausschuss für Bauen, Umwelt und Verkehr beschloss, den Ausbau Viktoriastraße von der Hafenstraße bis zur Bachstraße zu planen. Dabei sollten vor allem Fahrspuren zu Gunsten des Fuß- und Radverkehres reduziert werden.

Kompliziert ist das Ganze aus mehreren Gründen. Zum einen ist unter den Unterführungen die Gesamtbreite der Straßen und Wege unveränderbar – die Brücken gehören der Bahn. Zum anderen muss für das Abwasser eine Regelung gefunden werden. Auch dafür die die Bahn als Besitzerin des Grundstücks zuständig. Vor Monaten hat die Stadt Minden die Gespräche dazu wieder aufgenommen, und es scheint sich eine Lösung abzuzeichnen, hieß es im Klimaschutzausschuss.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden