Kommentar zur Kampa-Halle: Schattenspringer gesucht Henning Wandel Angeführt von CDU und SPD übernimmt die Politik in einem wichtigen Themenkomplex zunehmend das Ruder – und geht dabei bewusst auf einen Gegenkurs zur Verwaltung. Mit den jetzt vorgestellten Plänen für ein großes Neubauprojekt am Leo-Sympher-Berufskolleg wird der Graben zwischen SPD-Landrat Niermann und der Kreistagsfraktion seiner eigenen Partei noch einmal sehr deutlich. Immer wieder nutzen beiden Seiten die Gelegenheit, sich gegenseitig zu düpieren. Die Fraktion spricht von verloren gegangenem Vertrauen und stellt die Position der Verwaltung zur Kampa-Halle ebenso in Frage wie die Einschätzung, den Neubau für das Berufskollegs aus finanziellen Gründen in dieser Form nicht weiterzuverfolgen. Der Landrat wiederum geht mit einer bisher öffentlich noch nicht genannten Zahl zu den Baukosten in die Offensive – wohlwissend, dass eine weitere inhaltliche Diskussion damit kaum noch ernsthaft zu führen sein dürfte. Dieses Gegeneinander ist genau der falsche Weg. Ein letztes Gutachten zum Zustand der Kampa-Halle hätte das Zeug gehabt, hier endlich wieder zu einem konstruktiven Miteinander zu finden – leider passiert gerade genau das Gegenteil. Alle Beteiligten sollten jetzt über ihren Schatten springen. Die Zukunft ist wichtiger als Differenzen aus der Vergangenheit.

Kommentar zur Kampa-Halle: Schattenspringer gesucht

Angeführt von CDU und SPD übernimmt die Politik in einem wichtigen Themenkomplex zunehmend das Ruder – und geht dabei bewusst auf einen Gegenkurs zur Verwaltung. Mit den jetzt vorgestellten Plänen für ein großes Neubauprojekt am Leo-Sympher-Berufskolleg wird der Graben zwischen SPD-Landrat Niermann und der Kreistagsfraktion seiner eigenen Partei noch einmal sehr deutlich.

Immer wieder nutzen beiden Seiten die Gelegenheit, sich gegenseitig zu düpieren. Die Fraktion spricht von verloren gegangenem Vertrauen und stellt die Position der Verwaltung zur Kampa-Halle ebenso in Frage wie die Einschätzung, den Neubau für das Berufskollegs aus finanziellen Gründen in dieser Form nicht weiterzuverfolgen. Der Landrat wiederum geht mit einer bisher öffentlich noch nicht genannten Zahl zu den Baukosten in die Offensive – wohlwissend, dass eine weitere inhaltliche Diskussion damit kaum noch ernsthaft zu führen sein dürfte.

Dieses Gegeneinander ist genau der falsche Weg. Ein letztes Gutachten zum Zustand der Kampa-Halle hätte das Zeug gehabt, hier endlich wieder zu einem konstruktiven Miteinander zu finden – leider passiert gerade genau das Gegenteil. Alle Beteiligten sollten jetzt über ihren Schatten springen. Die Zukunft ist wichtiger als Differenzen aus der Vergangenheit.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
0 Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Weiterlesen in Minden
Wählen Sie ein Thema