Kommentar zur Größe der Gelben Tonne: Das muss reichen Patrick Schwemling Es führt kein Weg mehr an ihr vorbei – und die meisten Menschen im Kreis Minden-Lübbecke begrüßen die Entscheidung. Zum 1. Januar 2021 kommt die Gelbe Tonne und löst die derzeit genutzten Gelben Säcke ab. Spätestens nach dem Desaster zum Jahresanfang, als die Abholung durch den neuen Dienstleister RMG nicht wie gewünscht klappte, war klar: Der gute, alte 90-Liter-Sack hat keine Zukunft, vor allem nicht bei den Verbrauchern. Mit der Nachricht, dass die Gelbe Tonne in gut eineinhalb Jahren flächendeckend in den Städten und Gemeinden des Kreises eingeführt wird, kommen allerdings auch viele, neue Fragen auf. Wann gibt es die neuen Tonnen? Ändert sich etwas am Abfuhrrhythmus? Entstehen Mehrkosten? Eine Frage, die jedoch alles überlagert: Wie soll das, was vorher in die Säcke passte, jetzt in eine Tonne passen? Unser Test hat jetzt gezeigt, dass mit etwas Anstrengung und ein wenig Drücken und Schieben der Inhalt von mehr als neun der aktuell genutzten Gelben Säcke in einer 240-Liter-Tonne untergebracht werden kann. Genau diese Größe dürfte die Gelbe Tonne im Kreisgebiet bekommen, bei nahezu allen vergleichbaren Kommunen ist dies der Fall. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass für Mehrfamilienhäuser entsprechend größere Behälter bereitgestellt werden. Bei einem Blick auf diese Zahlen, muss jedem ziemlich schnell klar sein: Die Gelbe Tonne wird, nein sie muss sogar in jedem Monat ausreichen – ob es jetzt einen kleinen Zwei-Personen-Haushalt oder eine sechsköpfige Familie betrifft. Durch die Reglementierung auf eine Tonne, bietet sich vor allem auch eine große Chance. Mit der Gewissheit, dass künftig nicht mehr unendliche Mengen an Plastikmüll in den Sack gestopft werden können, setzt vielleicht ein Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit ein. Denn spätestens wenn eine Woche vor der Abfuhr die Tonne voll ist, verzichtet auch der größte Plastik-Liebhaber auf das zu Zeiten des Gelben Sackes noch als unverzichtbar Erscheinende. ?Seite 5

Kommentar zur Größe der Gelben Tonne: Das muss reichen

Es führt kein Weg mehr an ihr vorbei – und die meisten Menschen im Kreis Minden-Lübbecke begrüßen die Entscheidung. Zum 1. Januar 2021 kommt die Gelbe Tonne und löst die derzeit genutzten Gelben Säcke ab. Spätestens nach dem Desaster zum Jahresanfang, als die Abholung durch den neuen Dienstleister RMG nicht wie gewünscht klappte, war klar: Der gute, alte 90-Liter-Sack hat keine Zukunft, vor allem nicht bei den Verbrauchern.

Mit der Nachricht, dass die Gelbe Tonne in gut eineinhalb Jahren flächendeckend in den Städten und Gemeinden des Kreises eingeführt wird, kommen allerdings auch viele, neue Fragen auf. Wann gibt es die neuen Tonnen? Ändert sich etwas am Abfuhrrhythmus? Entstehen Mehrkosten? Eine Frage, die jedoch alles überlagert: Wie soll das, was vorher in die Säcke passte, jetzt in eine Tonne passen?

Unser Test hat jetzt gezeigt, dass mit etwas Anstrengung und ein wenig Drücken und Schieben der Inhalt von mehr als neun der aktuell genutzten Gelben Säcke in einer 240-Liter-Tonne untergebracht werden kann. Genau diese Größe dürfte die Gelbe Tonne im Kreisgebiet bekommen, bei nahezu allen vergleichbaren Kommunen ist dies der Fall. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass für Mehrfamilienhäuser entsprechend größere Behälter bereitgestellt werden.

Bei einem Blick auf diese Zahlen, muss jedem ziemlich schnell klar sein: Die Gelbe Tonne wird, nein sie muss sogar in jedem Monat ausreichen – ob es jetzt einen kleinen Zwei-Personen-Haushalt oder eine sechsköpfige Familie betrifft.

Durch die Reglementierung auf eine Tonne, bietet sich vor allem auch eine große Chance. Mit der Gewissheit, dass künftig nicht mehr unendliche Mengen an Plastikmüll in den Sack gestopft werden können, setzt vielleicht ein Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit ein. Denn spätestens wenn eine Woche vor der Abfuhr die Tonne voll ist, verzichtet auch der größte Plastik-Liebhaber auf das zu Zeiten des Gelben Sackes noch als unverzichtbar Erscheinende. ?Seite 5

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