Kommentar zum Thema Fahrrad-Symbole: Lebenslang lernen Monika Jäger Wem gehört die Straße: Radfahrern, Autofahrern oder beiden? Dass Fragen wie diese heiß diskutiert werden, zeigt vor allem, wie sehr sich der Verkehr ständig ändert: Früher war die Rechtslage ganz anders. Und weil das Tempo solcher Veränderungen weiter zunehmen wird, reicht künftig auch eine einzige, lebenslang gültige Führerscheinprüfung nicht mehr aus. Was stattdessen sinnvoll ist – die Diskussion darüber ist überfällig. Die eigentliche Frage ist darum auch diese: Wie sollen sich alle Verkehrsteilnehmer künftig lebenslang immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen? Dabei wird es nicht damit getan sein, allen nur theoretisch neue Verkehrsschilder und -regeln beizubringen. Viel wichtiger wäre, dass sich jeder regelmäßig von Profis in der Praxis die besten Strategien zeigen lässt, um mit dem komplexer werdenden Verkehr umzugehen. Nur ein Beispiel: Demnächst müssen Autofahrer auch auf E-Roller achten. Was bedeutet das genau? Und wie wird das, wenn die ersten selbstfahrenden Autos auf den Straßen sind? Reicht dann das individuelle Erfahrungswissen noch aus, um selbst wirklich sicher unterwegs zu sein? Zurzeit heißt es „Idiotentest", wenn erwachsene Autofahrer „nachgeprüft" werden – etwas, wofür man sich schämt. Künftig muss es beschämend sein, sich nicht für neue Anforderungen weiterzubilden. Auch auf den Straßen.

Kommentar zum Thema Fahrrad-Symbole: Lebenslang lernen

Wem gehört die Straße: Radfahrern, Autofahrern oder beiden? Dass Fragen wie diese heiß diskutiert werden, zeigt vor allem, wie sehr sich der Verkehr ständig ändert: Früher war die Rechtslage ganz anders. Und weil das Tempo solcher Veränderungen weiter zunehmen wird, reicht künftig auch eine einzige, lebenslang gültige Führerscheinprüfung nicht mehr aus. Was stattdessen sinnvoll ist – die Diskussion darüber ist überfällig.

Die eigentliche Frage ist darum auch diese: Wie sollen sich alle Verkehrsteilnehmer künftig lebenslang immer wieder auf neue Gegebenheiten einstellen?

Dabei wird es nicht damit getan sein, allen nur theoretisch neue Verkehrsschilder und -regeln beizubringen. Viel wichtiger wäre, dass sich jeder regelmäßig von Profis in der Praxis die besten Strategien zeigen lässt, um mit dem komplexer werdenden Verkehr umzugehen. Nur ein Beispiel: Demnächst müssen Autofahrer auch auf E-Roller achten. Was bedeutet das genau? Und wie wird das, wenn die ersten selbstfahrenden Autos auf den Straßen sind? Reicht dann das individuelle Erfahrungswissen noch aus, um selbst wirklich sicher unterwegs zu sein?

Zurzeit heißt es „Idiotentest", wenn erwachsene Autofahrer „nachgeprüft" werden – etwas, wofür man sich schämt. Künftig muss es beschämend sein, sich nicht für neue Anforderungen weiterzubilden. Auch auf den Straßen.

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