Kogge-Ehrenring für Harald Gröhler Ursula Koch Minden (mt). Den „Kogge-Preis“ für Schriftsteller hat die Stadt Minden bereits seit 2001 wegen der engen Haushaltslage ausgesetzt. Nur der Ehrenring wird weiterhin an Mitglieder der europäischen Autorenvereinigung vergeben. Fünf davon sind im Umlauf. Sie wurden 1953 von der Stadt gestiftet und werden seitdem auf Lebenszeit für „ein literarisches Gesamtwerk“ zuerkannt, berichtet Vize-Präsident Marcus Neuert. Der letzte Ehrenring wurde 2006 an den Ungarn Gábor Görgey überreicht. Damit kann die diesjährige Herbsttagung der „Kogge“, die seit 2016 nur noch alle zwei Jahre in Minden stattfindet, mit einem seltenen Ereignis auftrumpfen. Die Laudatio wird Kogge-Präsident Prof. Uli Rothfuss halten, die Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz vertritt die Stadt bei der Matinee am Sonntag, 13. Oktober, um 11 Uhr im Hansehaus. Der 81-Jährige, der in Köln und Berlin lebt, war 2001 Stadtschreiber in Minden, er gehört zu den Stammgästen der Tagung und ist mehrfach mit Lesungen aufgetreten. Er hat Romane, Erzählungen, Lyrik und Bühnenstücke verfasst und sich auch als Herausgeber betätigt. Neben ihm und Görgey gehören auch Pater Stephan Reimund Senge und Fritz Deppert zu den Ehrenringträgern. Der fünfte Ring solle voraussichtlich 2021 neu vergeben werden, berichtet Neuert. Wie seit vielen Jahren üblich gestaltet der Literarische Verein Minden den Auftakt zur Kogge-Tagung mit einem Vortrag. Der Rahdener Unternehmer Kai Büntemeyer, ehemaliger Präsident des Weltverbandes für Druck- und Papiertechnik, wird am Donnerstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Kleinen Theater am Weingarten seine Sicht auf das Tagungsthema „Schreiben in die Zukunft“ darstellen. Büntemeyer hatte zuletzt den Mindener Candide-Preis gesponsert, bis der an Peter Handke verliehen werden sollte. Neu im Programm der Tagung ist am Freitag, 11. Oktober, um 14.30 Uhr im BÜZ-Bürogebäude (Seidenbeutel 1) ein Workshop, der sich an Literaturinteressierte ab 15 Jahren richtet. Unter der Anleitung und Anregung der Kogge-Autorin Brigitte Gyr aus Paris sollen sie einen kurzen Text verfassen und bildnerisch gestalten. Anmeldungen sind unter Telefon (01 78) 7 61 76 37 möglich. Am Freitag um 17 Uhr liest Pater Stephan Reimund Senge im Victoria Hotel. „Er ist der langjährige Mentor unserer Frühjahrstagungen im Kloster Himmerod“, erläutert Neuert. Die Kogge widme ihm die Lesung zu seinem 85. Geburtstag. Um 20 Uhr folgt der Poetry-Slam im BÜZ, in dem sich Kogge-Autoren dem Wettstreit mit heimischen Dichtern stellen. Auch am Samstag steht die Literatur im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Um 14.30 Uhr stellen Autoren Texte aus der Kogge-Anthologie „Kaperfahrten“ vor. Dabei handelt es sich nach Angaben von Neuert um Texte, die zwischen 2009 und 2018 bei den Frühjahrstreffen im Kloster Himmerod entstanden seien. Außerdem hat die Zeitschrift Matrix der Kogge ein Sonderheft gewidmet. Um 20 Uhr folgt in der Stadtbibliothek eine „internationale Lesung“, bei der Malgorzata Ploszewska, Myrom Wojtowytsch, Bernd Kebelmann und Eric Giebel eigene Texte vortragen.

Kogge-Ehrenring für Harald Gröhler

Minden (mt). Den „Kogge-Preis“ für Schriftsteller hat die Stadt Minden bereits seit 2001 wegen der engen Haushaltslage ausgesetzt. Nur der Ehrenring wird weiterhin an Mitglieder der europäischen Autorenvereinigung vergeben. Fünf davon sind im Umlauf. Sie wurden 1953 von der Stadt gestiftet und werden seitdem auf Lebenszeit für „ein literarisches Gesamtwerk“ zuerkannt, berichtet Vize-Präsident Marcus Neuert. Der letzte Ehrenring wurde 2006 an den Ungarn Gábor Görgey überreicht.

Harald Gröhler erhält am Sonntag den Kogge-Ehrenring. - © Foto: MT-Archiv
Harald Gröhler erhält am Sonntag den Kogge-Ehrenring. - © Foto: MT-Archiv

Damit kann die diesjährige Herbsttagung der „Kogge“, die seit 2016 nur noch alle zwei Jahre in Minden stattfindet, mit einem seltenen Ereignis auftrumpfen. Die Laudatio wird Kogge-Präsident Prof. Uli Rothfuss halten, die Beigeordnete Regina-Dolores Stieler-Hinz vertritt die Stadt bei der Matinee am Sonntag, 13. Oktober, um 11 Uhr im Hansehaus.

Der 81-Jährige, der in Köln und Berlin lebt, war 2001 Stadtschreiber in Minden, er gehört zu den Stammgästen der Tagung und ist mehrfach mit Lesungen aufgetreten. Er hat Romane, Erzählungen, Lyrik und Bühnenstücke verfasst und sich auch als Herausgeber betätigt. Neben ihm und Görgey gehören auch Pater Stephan Reimund Senge und Fritz Deppert zu den Ehrenringträgern. Der fünfte Ring solle voraussichtlich 2021 neu vergeben werden, berichtet Neuert.

Wie seit vielen Jahren üblich gestaltet der Literarische Verein Minden den Auftakt zur Kogge-Tagung mit einem Vortrag. Der Rahdener Unternehmer Kai Büntemeyer, ehemaliger Präsident des Weltverbandes für Druck- und Papiertechnik, wird am Donnerstag, 10. Oktober, um 20 Uhr im Kleinen Theater am Weingarten seine Sicht auf das Tagungsthema „Schreiben in die Zukunft“ darstellen. Büntemeyer hatte zuletzt den Mindener Candide-Preis gesponsert, bis der an Peter Handke verliehen werden sollte.

Neu im Programm der Tagung ist am Freitag, 11. Oktober, um 14.30 Uhr im BÜZ-Bürogebäude (Seidenbeutel 1) ein Workshop, der sich an Literaturinteressierte ab 15 Jahren richtet. Unter der Anleitung und Anregung der Kogge-Autorin Brigitte Gyr aus Paris sollen sie einen kurzen Text verfassen und bildnerisch gestalten. Anmeldungen sind unter Telefon (01 78) 7 61 76 37 möglich.

Am Freitag um 17 Uhr liest Pater Stephan Reimund Senge im Victoria Hotel. „Er ist der langjährige Mentor unserer Frühjahrstagungen im Kloster Himmerod“, erläutert Neuert. Die Kogge widme ihm die Lesung zu seinem 85. Geburtstag. Um 20 Uhr folgt der Poetry-Slam im BÜZ, in dem sich Kogge-Autoren dem Wettstreit mit heimischen Dichtern stellen.

Auch am Samstag steht die Literatur im Mittelpunkt der Veranstaltungen. Um 14.30 Uhr stellen Autoren Texte aus der Kogge-Anthologie „Kaperfahrten“ vor. Dabei handelt es sich nach Angaben von Neuert um Texte, die zwischen 2009 und 2018 bei den Frühjahrstreffen im Kloster Himmerod entstanden seien. Außerdem hat die Zeitschrift Matrix der Kogge ein Sonderheft gewidmet. Um 20 Uhr folgt in der Stadtbibliothek eine „internationale Lesung“, bei der Malgorzata Ploszewska, Myrom Wojtowytsch, Bernd Kebelmann und Eric Giebel eigene Texte vortragen.

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