Keine Kitabeiträge: Deshalb setzt der Mühlenkreis die Zahlung für den Januar aus Sebastian Radermacher Minden. Der Kreis Minden-Lübbecke folgt der Empfehlung des Landes NRW und erhebt für den Monat Januar keine Elternbeiträge für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege sowie im offenen Ganztag. Dies gilt unabhängig davon, ob Eltern eine Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen oder nicht. Die Kreisverwaltung fasste diesen Dringlichkeitsbeschluss am 11. Januar, als klar geworden war, dass der Lockdown und die damit verbundenen Einschränkungen in der Kindertagesbetreuung verlängert werden. In den Kitas gibt es aktuell nur einen eingeschränkten Betrieb, das Land appelliert an alle Eltern, ihre Kinder – soweit beruflich und familiär möglich – zur Verhinderung einer weiteren Corona-Ausbreitung zu Hause zu lassen und selbst zu betreuen. Wer das nicht schafft, darf sein Kind in die Kita schicken. Um die Eltern in der aktuellen Krise weiter zu entlasten, hat sich die Landesregierung mit den Kommunen darauf verständigt, die Elternbeiträge für den Monat Januar zu erlassen, teilte das Land NRW zuletzt mit. Demnach teilen sich Land und Kommunen den Ausfall der Beiträge. Die Abwicklung obliegt den Städten und Gemeinden. Die Entscheidung des Kreises, auf die Beitragszahlung zu verzichten, wurde am Donnerstag dem Kreisausschuss nachträglich zur Genehmigung vorgelegt – der Beschluss war einstimmig. Die Kreisverwaltung rechnet mit einem vorläufigen Minderertrag von rund 345.500 Euro für den Januar. „Verhandlungen über eine – teilweise – Übernahme des tatsächlichen Ertrags- und Einzahlungsausfalls durch die Landesregierung dauern an“, heißt es in einer Erläuterung des Sachverhaltes für die Politik. Es sei also möglich, dass sich der Minderertrag noch reduzieren werde, so der Kreis. Sollte die Landesregierung die Aussetzung der Elternbeiträge auch über den Januar hinaus empfehlen, hat der Kreisausschuss das Minden-Lübbecker Jugendamt sowie das Schulamt in seiner Sitzung am Donnerstag ermächtigt, auf den Einzug der Beiträge weiterhin zu verzichten. Das Aussetzen der Elternbeiträge gilt für alle Städte und Gemeinden, für die das Kreis-Jugendamt zuständig ist. Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen fallen nicht darunter, da sie eigene Jugendämter haben und selbst über die Erhebung der Beiträge entscheiden. Ob die Stadt Minden ebenfalls die Zahlung für den Januar aussetzt, dazu konnte Stadtsprecherin Katharina Heß am Freitag auf Nachfrage keine Auskunft geben.

Keine Kitabeiträge: Deshalb setzt der Mühlenkreis die Zahlung für den Januar aus

In Kindertagesstätten gibt es momentan nur einen eingeschränkten Betrieb. Symbolfoto: imago-images © imago images/Cavan Images

Minden. Der Kreis Minden-Lübbecke folgt der Empfehlung des Landes NRW und erhebt für den Monat Januar keine Elternbeiträge für die Betreuung in Kindertageseinrichtungen, in der Kindertagespflege sowie im offenen Ganztag. Dies gilt unabhängig davon, ob Eltern eine Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen oder nicht.

Die Kreisverwaltung fasste diesen Dringlichkeitsbeschluss am 11. Januar, als klar geworden war, dass der Lockdown und die damit verbundenen Einschränkungen in der Kindertagesbetreuung verlängert werden. In den Kitas gibt es aktuell nur einen eingeschränkten Betrieb, das Land appelliert an alle Eltern, ihre Kinder – soweit beruflich und familiär möglich – zur Verhinderung einer weiteren Corona-Ausbreitung zu Hause zu lassen und selbst zu betreuen. Wer das nicht schafft, darf sein Kind in die Kita schicken. Um die Eltern in der aktuellen Krise weiter zu entlasten, hat sich die Landesregierung mit den Kommunen darauf verständigt, die Elternbeiträge für den Monat Januar zu erlassen, teilte das Land NRW zuletzt mit. Demnach teilen sich Land und Kommunen den Ausfall der Beiträge. Die Abwicklung obliegt den Städten und Gemeinden.

Die Entscheidung des Kreises, auf die Beitragszahlung zu verzichten, wurde am Donnerstag dem Kreisausschuss nachträglich zur Genehmigung vorgelegt – der Beschluss war einstimmig. Die Kreisverwaltung rechnet mit einem vorläufigen Minderertrag von rund 345.500 Euro für den Januar. „Verhandlungen über eine – teilweise – Übernahme des tatsächlichen Ertrags- und Einzahlungsausfalls durch die Landesregierung dauern an“, heißt es in einer Erläuterung des Sachverhaltes für die Politik. Es sei also möglich, dass sich der Minderertrag noch reduzieren werde, so der Kreis. Sollte die Landesregierung die Aussetzung der Elternbeiträge auch über den Januar hinaus empfehlen, hat der Kreisausschuss das Minden-Lübbecker Jugendamt sowie das Schulamt in seiner Sitzung am Donnerstag ermächtigt, auf den Einzug der Beiträge weiterhin zu verzichten.

Das Aussetzen der Elternbeiträge gilt für alle Städte und Gemeinden, für die das Kreis-Jugendamt zuständig ist. Minden, Porta Westfalica und Bad Oeynhausen fallen nicht darunter, da sie eigene Jugendämter haben und selbst über die Erhebung der Beiträge entscheiden. Ob die Stadt Minden ebenfalls die Zahlung für den Januar aussetzt, dazu konnte Stadtsprecherin Katharina Heß am Freitag auf Nachfrage keine Auskunft geben.

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