Karnevalsgesellschaft Weserspucker treibt Schabernack mit Sparmaßnahmen Christine Potter Minden/Porta Westfalia (cpt). Kulturhalle Neesen, 19.11 Uhr: Die Karnevalsgesellschaft Weserspucker öffnet die Türen zur großen Sitzung. Eine Stunde später: Elferrat, Majestäten und Präsident Frank Proksch geben den Startschuss für ein fast vierstündiges Program. Seit Jahren gelingt es den KG-Mitgliedern, eine Supershow auf die Bühne zu bringen. Mit Freude sind die Vollblutkarnevalisten bei der Sache, können sich glücklich schätzen, in ihren Reihen derartige „Jecken“ zu haben, die den Saal an zwei Abenden zum Kochen bringen.20.45 Uhr: „Buenos Dias, Ihr Narren, wir sind wieder da!“ - so eröffnen Regina Becker und Renate Dath als „Weserspucker-Duo“ die Sitzung und enden ihren musikalischen Vortrag mit „Fastelovend am Strand mit ‘nem Kölsch in der Hand“. Schon nach dem ersten Auftritt der beiden stimmgewaltigen Sängerinnen kocht der Saal. Konfetti wirbelt durch die Luft, einige Besucher sind textsicher und singen lauthals mit.Acht Minuten später erklimmt die Kindergarde die Karnevalsbühne. „Die Hoppelmäuse“, 13 Kinder vom Kindergarten- bis zum Schulalter, tanzen in ihren rot-weißen Kostümen was das Zeug hält. Ganz klar: Danach steigen die ersten Raketen in die Höhe, die Zuschauer trampeln, schlagen auf die Tische und lassen die Kleinen hochleben.Präsident Frank Proksch und der Elferrat mit dem Vorsitzenden Josef Witzke begrüßen als Ehrengäste auch die stellvertretenden Bürgermeister Mindens, Ulrieke Schulze und Harald Steinmetz. Der zeigt jedes Jahr mit einigen politischen und nicht politischen Versen seine karnevalistische Seite. Diesmal macht er sich sogar als Sänger einen jecken Namen, in dem er (playback) mit Wolfgang Petrys Dauerhit „Das ist Wahnsinn“ aus dem „Weserspucker-Duo“ ein Trio machte.Schlag auf Schlag geht es weiter: Kurz nach 21 Uhr geben Marc und Dieter Lehwald als „Die Kegelbrüder“ ihr Bestes. Viele werden an das „Colonia Duett“ erinnert, besonders durch Marc Lehwald mit seiner Ukelele und kernigen Sprüchen wie „Vom Küssen wird man blind, letzte Woche habe ich eine 18-Jährige geküsst, und nun kann ich meine Frau nicht mehr sehen“. 21.20 Uhr: Der „goldene“ Weltfußballpokal wird in die Kulturhalle getragen. Elf junge Mädels und ein Mann in WM-Trikots - die „Teeniegarde“ tanzt gekonnt zu brasilianischen Klängen und erinnern somit an die Fußballweltmeisterschaft. „Das war Spitze“, rufen die Zuschauer, bevor sie eine Rakete zünden. Dieter Lehwald, erst Kegelbruder und jetzt „De Düsseldoofer“, präsentiert sich mit kernigen Sprüchen als rheinische Frohnatur in der Bütt.Ohne Frage: Die Oberjecken sind die sieben „Omas“, eine einzigartige Vorstellung beim Sketch „Sparmaßnahmen im Altenheim“. Wie bekommt man die zu spüren? Da benutzen alle den gleichen Waschlappen, müssen auf Kommando mit einer Toilettenbürste sich die Zähne von der einzigen Pflegerin putzen lassen. Auf deren Kommando spülen sie sich den Mund aus, indem nur die erste einen Schluck Wasser nimmt, der dann von Mund zu Mund weitergegeben wird. Die „Omas“ haben leichtes Spiel, das Zwerchfell der Besucher bis aufs Äußerste zu strapazieren, eine grandiose Vorstellung mit viel schauspielerischem Talent der „älteren Damen“. Minutenlang treiben sie ihren jecken Schabernack.22.15 Uhr. Tanzmariechen Svenja Winterboer und die Tanzgarde wirbeln ihre Beine auf der Bühne in die Höhe und zeigen den „Ady Mix“ und natürlich den „Can Can“, hervorragend einstudierte Choreografien. Ohne Zugabe kommen die Tänzerinnen nicht herum.Eine „Echt Mindener Band“ sind die „Latschos von der Weser“ , seit Jahren auch nicht mehr von den Sitzungen der „Weserspucker“ wegzudenken. Hans-Jürgen Vogler, Bernd Gieseking, Marc Lehwald und Gerd Proksch lassen den Schalldruckpegel in die Höhe schießen, schließlich heißt einer ihrer Gesangstitel auch „Steh auf mach laut“. Kurz vor 23 Uhr treten die „Herzschrittmacher“ auf, eine Damenrunde, die sich tänzerisch gekonnt über die Bühnenbretter bewegt.Eine Hommage an den König des Rock’n’Roll darf auch nicht fehlen, vor drei Wochen wäre Elvis Presley 80 Jahre alt geworden. Und so schmettert Dieter Lehwald als Elvis mit seiner Band bestehend aus Jan Steinbrecher, Peter Nerbel, Niklas Schön und Bastian Dörwald einen Rock-Song nach dem anderen, natürlich auch in passendem Elvis-Outfit aus den 70er Jahren. Da hält es kaum einen Zuschauer auf den Sitzen.Auch als die „Girlies“ ihren Showtanz „Footlose“ brillant aufführen, ist das Publikum nicht mehr zu halten. „Auf die Bänke fertig los“ und „Voll und ganz“: Musikalische Glanzleistungen bieten kurz vor dem großen Finale Bernd und Yvonne Gieseking mit ihren Backgroundsängern in bayerischen Kostümen. Dann geht es auf Mitternacht zu, und Präsident Frank Proksch hole alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne. Mit lang anhaltendem Applaus danken die närrischen Besucher den Akteuren der Weserspucker-KG für das abwechslungsreiche und jecke Programm.

Karnevalsgesellschaft Weserspucker treibt Schabernack mit Sparmaßnahmen

Minden/Porta Westfalia (cpt). Kulturhalle Neesen, 19.11 Uhr: Die Karnevalsgesellschaft Weserspucker öffnet die Türen zur großen Sitzung. Eine Stunde später: Elferrat, Majestäten und Präsident Frank Proksch geben den Startschuss für ein fast vierstündiges Program. Seit Jahren gelingt es den KG-Mitgliedern, eine Supershow auf die Bühne zu bringen. Mit Freude sind die Vollblutkarnevalisten bei der Sache, können sich glücklich schätzen, in ihren Reihen derartige „Jecken“ zu haben, die den Saal an zwei Abenden zum Kochen bringen.

20.45 Uhr: „Buenos Dias, Ihr Narren, wir sind wieder da!“ - so eröffnen Regina Becker und Renate Dath als „Weserspucker-Duo“ die Sitzung und enden ihren musikalischen Vortrag mit „Fastelovend am Strand mit ‘nem Kölsch in der Hand“. Schon nach dem ersten Auftritt der beiden stimmgewaltigen Sängerinnen kocht der Saal. Konfetti wirbelt durch die Luft, einige Besucher sind textsicher und singen lauthals mit.

Acht Minuten später erklimmt die Kindergarde die Karnevalsbühne. „Die Hoppelmäuse“, 13 Kinder vom Kindergarten- bis zum Schulalter, tanzen in ihren rot-weißen Kostümen was das Zeug hält. Ganz klar: Danach steigen die ersten Raketen in die Höhe, die Zuschauer trampeln, schlagen auf die Tische und lassen die Kleinen hochleben.

Präsident Frank Proksch und der Elferrat mit dem Vorsitzenden Josef Witzke begrüßen als Ehrengäste auch die stellvertretenden Bürgermeister Mindens, Ulrieke Schulze und Harald Steinmetz. Der zeigt jedes Jahr mit einigen politischen und nicht politischen Versen seine karnevalistische Seite. Diesmal macht er sich sogar als Sänger einen jecken Namen, in dem er (playback) mit Wolfgang Petrys Dauerhit „Das ist Wahnsinn“ aus dem „Weserspucker-Duo“ ein Trio machte.

Schlag auf Schlag geht es weiter: Kurz nach 21 Uhr geben Marc und Dieter Lehwald als „Die Kegelbrüder“ ihr Bestes. Viele werden an das „Colonia Duett“ erinnert, besonders durch Marc Lehwald mit seiner Ukelele und kernigen Sprüchen wie „Vom Küssen wird man blind, letzte Woche habe ich eine 18-Jährige geküsst, und nun kann ich meine Frau nicht mehr sehen“. 21.20 Uhr: Der „goldene“ Weltfußballpokal wird in die Kulturhalle getragen. Elf junge Mädels und ein Mann in WM-Trikots - die „Teeniegarde“ tanzt gekonnt zu brasilianischen Klängen und erinnern somit an die Fußballweltmeisterschaft. „Das war Spitze“, rufen die Zuschauer, bevor sie eine Rakete zünden. Dieter Lehwald, erst Kegelbruder und jetzt „De Düsseldoofer“, präsentiert sich mit kernigen Sprüchen als rheinische Frohnatur in der Bütt.

Ohne Frage: Die Oberjecken sind die sieben „Omas“, eine einzigartige Vorstellung beim Sketch „Sparmaßnahmen im Altenheim“. Wie bekommt man die zu spüren? Da benutzen alle den gleichen Waschlappen, müssen auf Kommando mit einer Toilettenbürste sich die Zähne von der einzigen Pflegerin putzen lassen. Auf deren Kommando spülen sie sich den Mund aus, indem nur die erste einen Schluck Wasser nimmt, der dann von Mund zu Mund weitergegeben wird. Die „Omas“ haben leichtes Spiel, das Zwerchfell der Besucher bis aufs Äußerste zu strapazieren, eine grandiose Vorstellung mit viel schauspielerischem Talent der „älteren Damen“. Minutenlang treiben sie ihren jecken Schabernack.

22.15 Uhr. Tanzmariechen Svenja Winterboer und die Tanzgarde wirbeln ihre Beine auf der Bühne in die Höhe und zeigen den „Ady Mix“ und natürlich den „Can Can“, hervorragend einstudierte Choreografien. Ohne Zugabe kommen die Tänzerinnen nicht herum.

Eine „Echt Mindener Band“ sind die „Latschos von der Weser“ , seit Jahren auch nicht mehr von den Sitzungen der „Weserspucker“ wegzudenken. Hans-Jürgen Vogler, Bernd Gieseking, Marc Lehwald und Gerd Proksch lassen den Schalldruckpegel in die Höhe schießen, schließlich heißt einer ihrer Gesangstitel auch „Steh auf mach laut“. Kurz vor 23 Uhr treten die „Herzschrittmacher“ auf, eine Damenrunde, die sich tänzerisch gekonnt über die Bühnenbretter bewegt.

Eine Hommage an den König des Rock’n’Roll darf auch nicht fehlen, vor drei Wochen wäre Elvis Presley 80 Jahre alt geworden. Und so schmettert Dieter Lehwald als Elvis mit seiner Band bestehend aus Jan Steinbrecher, Peter Nerbel, Niklas Schön und Bastian Dörwald einen Rock-Song nach dem anderen, natürlich auch in passendem Elvis-Outfit aus den 70er Jahren. Da hält es kaum einen Zuschauer auf den Sitzen.

Auch als die „Girlies“ ihren Showtanz „Footlose“ brillant aufführen, ist das Publikum nicht mehr zu halten. „Auf die Bänke fertig los“ und „Voll und ganz“: Musikalische Glanzleistungen bieten kurz vor dem großen Finale Bernd und Yvonne Gieseking mit ihren Backgroundsängern in bayerischen Kostümen. Dann geht es auf Mitternacht zu, und Präsident Frank Proksch hole alle Mitwirkenden noch einmal auf die Bühne. Mit lang anhaltendem Applaus danken die närrischen Besucher den Akteuren der Weserspucker-KG für das abwechslungsreiche und jecke Programm.

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