Kampa-Halle: Landrat regt Sanierung als Übergangslösung an Henning Wandel,Jürgen Langenkämper,Sebastian Radermacher Minden. Für die Kampa-Halle könnte ausgerechnet die Corona-Krise wie ein Lebenselixier wirken. Zumindest dann, wenn es nach Landrat Dr. Ralf Niermann (SPD) geht. Der hatte sich am frühen Montagabend mit einer Mail an die Kreistagsmitglieder gewandt und eine Sanierung der Kampa-Halle vorgeschlagen: „Lassen Sie uns gemeinsam eine sichere Brücke für den Zeitraum schlagen, bis die neue Multihalle fertig gestellt ist", heißt es in dem Schreiben wörtlich. Niermann kehrt damit zu einem Vorschlag zurück, den die Verwaltung schon im vergangenen Jahr vorgelegt hatte – inklusive Kosten von 8,6 bis 12,3 Millionen Euro, je nachdem, welchen Standard die sanierte Halle erfüllen soll. Im Dezember hatte der Kreistag dann aber den Abriss der Kampa-Halle beschlossen. Niermann hatte wiederholt von einem Vorschlag „aus dem politischen Raum" gesprochen. Allerdings hatte auch er bei der geheimen Abstimmung zugestimmt, wie er gegenüber dem MT bestätigt. Damals habe die Aussicht überwogen, dass mit einem neuen Sportzentrum für die Schüler und Sportler etwas auf den Weg gebracht werde, sagt Niermann heute. Auch sei ihm die Unterstützung des Kreises für eine neue Multifunktionsarena wichtig gewesen. Vor allem die beiden großen Fraktionen von CDU und SPD hatten sich für den Beschluss im Dezember stark gemacht, es gab im Vorfeld auch eine gemeinsame Pressekonferenz. Beide Seiten sprachen danach von einem wegweisenden Beschluss, der wichtigsten politischen Entscheidung mindestens dieser Wahlperiode. Reaktionen auf den aktuellen Vorstoß des Landrates gibt es am Tag danach noch nicht. CDU-Fraktionschef Detlef Beckschewe verweist auf Nachfrage auf eine Webkonferenz zum Thema, die Fraktion werde sich erst danach zum Inhalt der Mail äußern. Auch die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Birgit Härtel, will den Vorschlag des Landrates erst intern diskutieren und eine gemeinsame Position erarbeiten. Sie sagt aber, dass eine mögliche Sanierung auch in der Diskussion im vergangenen Jahr eine Rolle gespielt habe: „Es ging darum, aus den Möglichkeiten das Beste zu machen." Auch werfe eine Sanierung weitere Fragen auf: „Wir sollten das auch zu Ende denken", sagt Härtel. Gleichzeitig spielt die Kreispolitik den Ball weiter an die Stadt Minden und die heimische Wirtschaft um Melitta. Erwartet wird ein klares Signal, wie es mit der Multifunktionsarena weitergeht. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) betont gegenüber dem MT, dass die Planung nach wie vor politisch beschlossen sei und das Projekt konsequent weiterverfolgt werde. So habe die Stadt die Geländesanierung vorangetrieben und auch die Gespräche mit den Partnern in der Wirtschaft liefen weiter. Wegen der Corona-Krise gebe es allenfalls eine zeitliche Verzögerung von zwei bis drei Monaten. Melitta wollte sich auf Nachfrage inhaltlich noch nicht zu den Sanierungsplänen äußern, sondern zunächst die erst jetzt veröffentlichten Gutachten zur Kampa-Halle prüfen, so ein Sprecher. Die Grünen Im Kreistag werden sich heute Abend in ihrer Fraktionssitzung mit dem Vorschlag des Landrates befassen – ergebnisoffen, wie Cornelia Schmelzer betont. Sie sagt aber auch: „Sollte die Multihalle in absehbarer Zeit nicht realisierbar sein, muss man in die Kampa-Halle investieren." Deshalb sehen auch die Grünen nun vor allem die Stadt Minden am Zug. Für die FDP-Fraktion ist die Sanierung der Kampa-Halle der richtige Weg, wie Hans-Eckhard Meyer erklärt. Seine Fraktion habe im Dezember geschlossen gegen den Abriss gestimmt. Auch Meyer habe bereits in der jüngsten Ältestenratssitzung eine Einschätzung der Stadt Minden gefordert, ob der Bau einer Multihalle in den nächsten zehn Jahren überhaupt noch realistisch sei:. „Wir können die Bürger nicht länger vertrösten." Kurt Riechmann (FWG) teilt die Einschätzung, dass die Multihalle in den nächsten zehn, vielleicht sogar 20 Jahren nicht kommen wird. „Ich habe den Glauben verloren, dass die Stadt Minden die Halle bauen wird", sagt der Hartumer. Seine Fraktion werde „jederzeit einen Aufhebungsbeschluss unterstützen", und zwar in dem doppelten Sinne, die Kampa-Halle nicht abzureißen und keine 14,5 Millionen Euro für eine Multihalle zur Verfügung zu stellen. „Wir müssen dann neu nachdenken, wenn Minden die bauen will." Kein gutes Haar an dem neuen Vorstoß aus dem Kreishaus lässt Matthias Beier (AfD/UB-UWG), der von einem „PR-Gag" spricht. Auch hält er dem Landrat vor, dass es keinen Plan für eine stufenweise Sanierung gebe. Den Hinweis des Landrats auf den „Kreis als professionellem und seriösem Betreiber" sieht Beier als „Gift für die Neubauplanung am Bahnhof". Die Linke war gegen Pläne für eine teure Multihalle und stimmte daher gegen den Abriss der Kampa-Halle. „Die Bausubstanz stand nie zur Debatte", sagt Catrin Marin. Sie begrüßt, in die Kampa-Halle zu investieren. Daran sollte sich die Stadt Minden beteiligen. Sollte die Politik ihren Beschluss vom Dezember zumindest in dem wesentlichen Punkt des Abrisses revidieren und die Kampa-Halle stattdessen sanieren, wäre die Hängepartie allerdings noch nicht beendet. Zweieinhalb bis drei Jahre würde es dauern, die Halle wieder einsatzbereit zu haben, sagt Landrat Niermann. Für den Schulsport würde die Halle also weiter fehlen – und auch GWD könnte demnach frühestens Anfang 2023 in seine Heimspielstätte zurückkehren. Vor diesem Hintergrund müsse die Politik in der nächsten Kreistagssitzung am 15. Juni, auf jeden Fall aber bis zum Ende der Legislaturperiode entweder einer Sanierung zustimmen oder die corona-bedingt ruhenden Abrisspläne neu anschieben. „Sonst läuft die Zeit weg", sagt Niermann. Ein Problem dürfte die angespannte Finanzlage der Kommunen werden – denn in Niermanns Vorschlag geht es nicht nur um die mindestens 8,6 Millionen Euro für die Kampa-Halle. Der Landrat hält auch an der Unterstützung für die Multifunktionsarena fest, für die der Kreis in einem Atemzug mit dem Abrissbeschluss 14,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Dazu kommen noch 2,4 Millionen für eine Leichtbauhalle, über die der Kreistag nach der bisherigen Beschlussfolge ebenfalls am 15. Juni abstimmen soll. Inwieweit sich weitere Akteure einbringen könnten, bleibt zunächst offen. Niermann setzt auf eine „angemessene Beteiligung" der Stadt Minden, darüber hinaus könne „versucht werden, Unterstützer aus der Wirtschaft wie auch den Namensgeber zu gewinnen." Wilfried Kampa hatte vor gut einer Woche über den Mindener Eventmanager Martin Möller mitgeteilt, eine Million Euro zu spenden, sollte sich ein schlüssiges Konzept mit guten Partnern finden. Direkten Kontakt zwischen Wilfried Kampa, Möller und dem Kreis habe es dazu bisher noch nicht gegeben, sagt Niermann. Bürgermeister Jäcke schließt eine Beteiligung der Stadt Minden nicht aus. Zwar sehe er bei einem Interimsprojekt dafür keine Veranlassung, die Stadt sei aber für Gespräche offen. Wichtig sei eine klare Aussage der Kreispolitik, dass am Ende eine Multifunktionshalle stehen soll. Ein Nebeneinander zweier Veranstaltungshallen könne es nicht geben. Als Ersatz für ein nach dem Abriss geplantes Sportleistungszentrum hätte eine sanierte Kampa-Halle aber auch ohne Veranstaltungen einen langfristigen Nutzen, sagt Jäcke. Die nächste
 letzte Chance Ein Kommentar von Henning Wandel Schon seit Jahren drängt die Zeit, werden deutliche Signale gefordert, schnelle Beschlüsse verlangt. Jetzt gibt es wieder einmal ein letzte Chance. Die wievielte eigentlich? Dabei ist die Ausgangslage seit Jahren unverändert: Es gibt den großen Wunsch nach einer modernen Halle für Bundesliga-Handball und Konzerte. Und es gibt den mindestens ebenso großen Wunsch, bis dahin die „Gute Stube" Kampa-Halle nicht zu verlieren. Und immer wieder lief die Diskussion darauf hinaus, dass beides nun einmal nicht möglich sei. An irgendeinem Punkt ist dabei das prinzipiell gemeinsame Ziel aus dem Blick geraten. Stattdessen ging es plötzlich nur noch darum, wer wann etwas gesagt oder nicht gesagt hat, wer wie lange auf wessen Signal wartet oder nicht. Stadt und Kreis sollten die Chance auf eine neue Arena nicht ungenutzt lassen. Sehr gerne auch mit einer sanierten Kampa-Halle. Vielleicht ist es diesmal wirklich der Moment einer letzten Chance: sich endlich zusammenzuraufen.

Kampa-Halle: Landrat regt Sanierung als Übergangslösung an

© Alex Lehn

Minden. Für die Kampa-Halle könnte ausgerechnet die Corona-Krise wie ein Lebenselixier wirken. Zumindest dann, wenn es nach Landrat Dr. Ralf Niermann (SPD) geht. Der hatte sich am frühen Montagabend mit einer Mail an die Kreistagsmitglieder gewandt und eine Sanierung der Kampa-Halle vorgeschlagen: „Lassen Sie uns gemeinsam eine sichere Brücke für den Zeitraum schlagen, bis die neue Multihalle fertig gestellt ist", heißt es in dem Schreiben wörtlich.

Niermann kehrt damit zu einem Vorschlag zurück, den die Verwaltung schon im vergangenen Jahr vorgelegt hatte – inklusive Kosten von 8,6 bis 12,3 Millionen Euro, je nachdem, welchen Standard die sanierte Halle erfüllen soll. Im Dezember hatte der Kreistag dann aber den Abriss der Kampa-Halle beschlossen. Niermann hatte wiederholt von einem Vorschlag „aus dem politischen Raum" gesprochen. Allerdings hatte auch er bei der geheimen Abstimmung zugestimmt, wie er gegenüber dem MT bestätigt. Damals habe die Aussicht überwogen, dass mit einem neuen Sportzentrum für die Schüler und Sportler etwas auf den Weg gebracht werde, sagt Niermann heute. Auch sei ihm die Unterstützung des Kreises für eine neue Multifunktionsarena wichtig gewesen.

Vor allem die beiden großen Fraktionen von CDU und SPD hatten sich für den Beschluss im Dezember stark gemacht, es gab im Vorfeld auch eine gemeinsame Pressekonferenz. Beide Seiten sprachen danach von einem wegweisenden Beschluss, der wichtigsten politischen Entscheidung mindestens dieser Wahlperiode. Reaktionen auf den aktuellen Vorstoß des Landrates gibt es am Tag danach noch nicht. CDU-Fraktionschef Detlef Beckschewe verweist auf Nachfrage auf eine Webkonferenz zum Thema, die Fraktion werde sich erst danach zum Inhalt der Mail äußern.

Auch die Vorsitzende der SPD-Fraktion, Birgit Härtel, will den Vorschlag des Landrates erst intern diskutieren und eine gemeinsame Position erarbeiten. Sie sagt aber, dass eine mögliche Sanierung auch in der Diskussion im vergangenen Jahr eine Rolle gespielt habe: „Es ging darum, aus den Möglichkeiten das Beste zu machen." Auch werfe eine Sanierung weitere Fragen auf: „Wir sollten das auch zu Ende denken", sagt Härtel.

Gleichzeitig spielt die Kreispolitik den Ball weiter an die Stadt Minden und die heimische Wirtschaft um Melitta. Erwartet wird ein klares Signal, wie es mit der Multifunktionsarena weitergeht. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) betont gegenüber dem MT, dass die Planung nach wie vor politisch beschlossen sei und das Projekt konsequent weiterverfolgt werde. So habe die Stadt die Geländesanierung vorangetrieben und auch die Gespräche mit den Partnern in der Wirtschaft liefen weiter. Wegen der Corona-Krise gebe es allenfalls eine zeitliche Verzögerung von zwei bis drei Monaten. Melitta wollte sich auf Nachfrage inhaltlich noch nicht zu den Sanierungsplänen äußern, sondern zunächst die erst jetzt veröffentlichten Gutachten zur Kampa-Halle prüfen, so ein Sprecher.

Die Grünen Im Kreistag werden sich heute Abend in ihrer Fraktionssitzung mit dem Vorschlag des Landrates befassen – ergebnisoffen, wie Cornelia Schmelzer betont. Sie sagt aber auch: „Sollte die Multihalle in absehbarer Zeit nicht realisierbar sein, muss man in die Kampa-Halle investieren." Deshalb sehen auch die Grünen nun vor allem die Stadt Minden am Zug. Für die FDP-Fraktion ist die Sanierung der Kampa-Halle der richtige Weg, wie Hans-Eckhard Meyer erklärt. Seine Fraktion habe im Dezember geschlossen gegen den Abriss gestimmt. Auch Meyer habe bereits in der jüngsten Ältestenratssitzung eine Einschätzung der Stadt Minden gefordert, ob der Bau einer Multihalle in den nächsten zehn Jahren überhaupt noch realistisch sei:. „Wir können die Bürger nicht länger vertrösten."

Kurt Riechmann (FWG) teilt die Einschätzung, dass die Multihalle in den nächsten zehn, vielleicht sogar 20 Jahren nicht kommen wird. „Ich habe den Glauben verloren, dass die Stadt Minden die Halle bauen wird", sagt der Hartumer. Seine Fraktion werde „jederzeit einen Aufhebungsbeschluss unterstützen", und zwar in dem doppelten Sinne, die Kampa-Halle nicht abzureißen und keine 14,5 Millionen Euro für eine Multihalle zur Verfügung zu stellen. „Wir müssen dann neu nachdenken, wenn Minden die bauen will." Kein gutes Haar an dem neuen Vorstoß aus dem Kreishaus lässt Matthias Beier (AfD/UB-UWG), der von einem „PR-Gag" spricht. Auch hält er dem Landrat vor, dass es keinen Plan für eine stufenweise Sanierung gebe. Den Hinweis des Landrats auf den „Kreis als professionellem und seriösem Betreiber" sieht Beier als „Gift für die Neubauplanung am Bahnhof". Die Linke war gegen Pläne für eine teure Multihalle und stimmte daher gegen den Abriss der Kampa-Halle. „Die Bausubstanz stand nie zur Debatte", sagt Catrin Marin. Sie begrüßt, in die Kampa-Halle zu investieren. Daran sollte sich die Stadt Minden beteiligen.

Sollte die Politik ihren Beschluss vom Dezember zumindest in dem wesentlichen Punkt des Abrisses revidieren und die Kampa-Halle stattdessen sanieren, wäre die Hängepartie allerdings noch nicht beendet. Zweieinhalb bis drei Jahre würde es dauern, die Halle wieder einsatzbereit zu haben, sagt Landrat Niermann. Für den Schulsport würde die Halle also weiter fehlen – und auch GWD könnte demnach frühestens Anfang 2023 in seine Heimspielstätte zurückkehren. Vor diesem Hintergrund müsse die Politik in der nächsten Kreistagssitzung am 15. Juni, auf jeden Fall aber bis zum Ende der Legislaturperiode entweder einer Sanierung zustimmen oder die corona-bedingt ruhenden Abrisspläne neu anschieben. „Sonst läuft die Zeit weg", sagt Niermann.

Ein Problem dürfte die angespannte Finanzlage der Kommunen werden – denn in Niermanns Vorschlag geht es nicht nur um die mindestens 8,6 Millionen Euro für die Kampa-Halle. Der Landrat hält auch an der Unterstützung für die Multifunktionsarena fest, für die der Kreis in einem Atemzug mit dem Abrissbeschluss 14,5 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat. Dazu kommen noch 2,4 Millionen für eine Leichtbauhalle, über die der Kreistag nach der bisherigen Beschlussfolge ebenfalls am 15. Juni abstimmen soll. Inwieweit sich weitere Akteure einbringen könnten, bleibt zunächst offen. Niermann setzt auf eine „angemessene Beteiligung" der Stadt Minden, darüber hinaus könne „versucht werden, Unterstützer aus der Wirtschaft wie auch den Namensgeber zu gewinnen." Wilfried Kampa hatte vor gut einer Woche über den Mindener Eventmanager Martin Möller mitgeteilt, eine Million Euro zu spenden, sollte sich ein schlüssiges Konzept mit guten Partnern finden. Direkten Kontakt zwischen Wilfried Kampa, Möller und dem Kreis habe es dazu bisher noch nicht gegeben, sagt Niermann.

Bürgermeister Jäcke schließt eine Beteiligung der Stadt Minden nicht aus. Zwar sehe er bei einem Interimsprojekt dafür keine Veranlassung, die Stadt sei aber für Gespräche offen. Wichtig sei eine klare Aussage der Kreispolitik, dass am Ende eine Multifunktionshalle stehen soll. Ein Nebeneinander zweier Veranstaltungshallen könne es nicht geben. Als Ersatz für ein nach dem Abriss geplantes Sportleistungszentrum hätte eine sanierte Kampa-Halle aber auch ohne Veranstaltungen einen langfristigen Nutzen, sagt Jäcke.

Die nächste
 letzte Chance

Ein Kommentar von Henning Wandel

Schon seit Jahren drängt die Zeit, werden deutliche Signale gefordert, schnelle Beschlüsse verlangt. Jetzt gibt es wieder einmal ein letzte Chance. Die wievielte eigentlich? Dabei ist die Ausgangslage seit Jahren unverändert: Es gibt den großen Wunsch nach einer modernen Halle für Bundesliga-Handball und Konzerte. Und es gibt den mindestens ebenso großen Wunsch, bis dahin die „Gute Stube" Kampa-Halle nicht zu verlieren. Und immer wieder lief die Diskussion darauf hinaus, dass beides nun einmal nicht möglich sei.

An irgendeinem Punkt ist dabei das prinzipiell gemeinsame Ziel aus dem Blick geraten. Stattdessen ging es plötzlich nur noch darum, wer wann etwas gesagt oder nicht gesagt hat, wer wie lange auf wessen Signal wartet oder nicht. Stadt und Kreis sollten die Chance auf eine neue Arena nicht ungenutzt lassen. Sehr gerne auch mit einer sanierten Kampa-Halle. Vielleicht ist es diesmal wirklich der Moment einer letzten Chance: sich endlich zusammenzuraufen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden
Wählen Sie ein Thema