Jetzt wirklich? Oehlmann will sein Fotofachgeschäft in der Innenstadt schließen Christine Riechmann Minden. Bereits vor dreieinhalb Jahren hatte Wolfgang Oehlmann angekündigt, sein Fotofachgeschäft in der Obermarktstraße im Februar 2018 für immer zu schließen. Seit mehreren Jahren würden ihm das Internet und die großen Elektronikmärkte Konkurrenz machen und zuletzt hätten die Smartphones der Branche den Todesstoß versetzt. Der Fotokaufmann schimpfte vor allem darüber, dass die meisten Kunden nur noch zur Beratung in sein Geschäft kämen, die Ware dann aber schließlich beim günstigsten Anbieter im Internet bestellen würden. Außerdem würde das Handy längst den Fotoapparat ersetzen und die sozialen Netzwerke die Fotoalben. Daran hat sich nichts geändert – allerdings gibt es das Traditionsgeschäft Oehlmann immer noch in der Mindener Innenstadt. Nach dem Motto „Totgesagte leben länger“ habe sich der heute 73-jährige Inhaber damals besonnen und trotz der schwierigen Situation weiter gemacht. „Ich bin halt Kaufmann durch und durch und wenn ich den Laden aufgebe, fehlt mir das Zwischenmenschliche ja auch“, meint Oehlmann, der nebenher bereits seit einiger Zeit einen Internet-Handel etabliert hat. Jetzt allerdings sei wirklich Schluss. „Es geht nicht mehr“, so der Geschäftsmann. „Ich habe schon seit Jahren die Schnauze voll.“ Nur noch ein sehr, sehr kleiner Kundenkreis, der kreativ fotografieren wolle, interessiere sich für eine hochwertige Ausrüstung. „Der Handel hat sich gewaltig gewandelt.“ Sein Geschäft dröppele nur noch so vor sich hin, berichtet Oehlmann und erinnert sich an vergangene Zeiten: „1973 habe ich in Minden auf dem Domhof angefangen, da flossen noch Milch und Honig, da war die Stadt rappelvoll.“ Heutzutage gäbe es in einer Mittelstadt wie Minden kaum noch Klientel. Bis Ende September laufe sein Mietvertrag – „und dann bin ich hier weg.“

Jetzt wirklich? Oehlmann will sein Fotofachgeschäft in der Innenstadt schließen

Bis Ende September läuft noch der Mietvertrag, dann will sich der Inhaber verabschieden. MT-Foto: Alex Lehn © Alex Lehn

Minden. Bereits vor dreieinhalb Jahren hatte Wolfgang Oehlmann angekündigt, sein Fotofachgeschäft in der Obermarktstraße im Februar 2018 für immer zu schließen. Seit mehreren Jahren würden ihm das Internet und die großen Elektronikmärkte Konkurrenz machen und zuletzt hätten die Smartphones der Branche den Todesstoß versetzt.

Der Fotokaufmann schimpfte vor allem darüber, dass die meisten Kunden nur noch zur Beratung in sein Geschäft kämen, die Ware dann aber schließlich beim günstigsten Anbieter im Internet bestellen würden. Außerdem würde das Handy längst den Fotoapparat ersetzen und die sozialen Netzwerke die Fotoalben.

Daran hat sich nichts geändert – allerdings gibt es das Traditionsgeschäft Oehlmann immer noch in der Mindener Innenstadt. Nach dem Motto „Totgesagte leben länger“ habe sich der heute 73-jährige Inhaber damals besonnen und trotz der schwierigen Situation weiter gemacht. „Ich bin halt Kaufmann durch und durch und wenn ich den Laden aufgebe, fehlt mir das Zwischenmenschliche ja auch“, meint Oehlmann, der nebenher bereits seit einiger Zeit einen Internet-Handel etabliert hat.


Jetzt allerdings sei wirklich Schluss. „Es geht nicht mehr“, so der Geschäftsmann. „Ich habe schon seit Jahren die Schnauze voll.“ Nur noch ein sehr, sehr kleiner Kundenkreis, der kreativ fotografieren wolle, interessiere sich für eine hochwertige Ausrüstung. „Der Handel hat sich gewaltig gewandelt.“

Sein Geschäft dröppele nur noch so vor sich hin, berichtet Oehlmann und erinnert sich an vergangene Zeiten: „1973 habe ich in Minden auf dem Domhof angefangen, da flossen noch Milch und Honig, da war die Stadt rappelvoll.“ Heutzutage gäbe es in einer Mittelstadt wie Minden kaum noch Klientel.

Bis Ende September laufe sein Mietvertrag – „und dann bin ich hier weg.“

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