Jetzt ist es offiziell: Diese Politiker aus Minden-Lübbecke wollen in den Bundestag einziehen Jürgen Langenkämper Minden. Nach zehn Minuten hatte der Kreiswahlausschuss am Freitag seine Arbeit erledigt – rein rechnerisch eine Minute pro Kandidat oder Kandidatin. Aber über die Personen, die sich bei der Bundestagswahl am 26. September um die Erststimmen des Wahlvolks im Wahlkreis 134/Minden-Lübbecke I bewerben, brauchte gar nicht im Einzelnen diskutiert zu werden. Dank der guten Vorarbeit der zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung waren alle „kleineren Unregelmäßigkeiten“, wie Kreisdirektorin Cornelia Schöder als Kreiswahlleiterin sagte, ausgebügelt. Somit werden im September zehn Kandidaten, zwei Frauen und acht Männer, auf dem Stimmzettel stehen. Neben den beiden Bundestagsabgeordneten Achim Post (SPD) und Frank Schäffler (FDP) wollen Dr. Oliver Vogt (CDU), Sebastian Landwehr (AfD), Schahina Gambir (Grüne), Jule Kegel (Die Linke), Sebastian Peter Schmitz (Die Partei), Michael Müller (Freie Wähler), Stephan Lorenzen (die Basis) und Dietrich Janzen (Bündnis C) nach Berlin – oder besser: für ihre politischen Vorstellungen werben. Die Altersspanne der Wahlvorschläge reicht von der erst 20 Jahre alten Studentin Jule Kegel aus Minden bis zu dem 1949 geborenen Michael Müller aus Porta Westfalica. Die Wohnorte sind über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Schwerpunkte mit jeweils zwei Nennungen liegen in Minden und Espelkamp. Neben Jule Kegel wohnt auch Sebastian Landwehr in Minden. Aus Espelkamp kommen Oliver Vogt und Dietrich Janzen. Dort steht auch das Elternhaus des Diplom-Soziologen und Bundestagsabgeordneten Achim Post, der in Rahden geboren ist, aber mit seiner Familie in Berlin wohnt. Knapp außerhalb der Kreisgrenzen, in Bünde, liegt der Wohnsitz des 1968 in Schwäbisch Gmünd geborenen FDP-Kreisvorsitzenden, Diplom-Betriebswirts und Geschäftsführers Frank Schäffler. Im rund 2.000 Kilometer entfernten Borowsk, südwestlich von Moskau gelegen, wurde 1958 der Dolmetscher und Übersetzer Dietrich Janzen geboren. Dreimal so weit entfernt, in Kabul, kam 1991 die Politikwissenschaftlerin Schahina Gambir zur Welt, die in Bielefeld wohnt. In Minden geboren wurden Jule Kegel (Jahrgang 2001), der Verwaltungsbeamte Sebastian Landwehr (1989) und der Veranstaltungstechniker Sebastian Peter Schmitz (1980), der in Petershagen wohnt. 1969 in Bad Oeynhausen geboren und in Lübbecke wohnhaft ist Stephan Lorenzen, dessen Berufsbezeichnung „selbstständig“ ist. Im thüringischen Neuhaus am Rennweg wurde 1977 der Diplom-Physiker und Gymnasiallehrer Oliver Vogt geboren. Der Diplom-Kaufmann Michael Müller wurde 1949 in Leipzig geboren. Zwei Parteien führen das Attribut basisdemokratisch im Namen: die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurz: Die Partei – und die Basisdemokratische Partei Deutschland – kurz: die Basis –, die jüngsten der Gruppierungen, die sich im Rahmen der Corona-Proteste formiert hat. Zwei Parteien führen „für Deutschland“ als Bestandteil im Namen: die Alternative für Deutschland – kurz: AfD – und Bündnis C – Christen für Deutschland – kurz: Bündnis C, deren Direktkandidat früher in Espelkamp für die AfD auftrat. Nicht befassen musste sich der Kreiswahlausschuss mit den Landeslisten, die eine weit größere Zahl von Parteien aufstellen, die aber vor Ort keine Direktkandidaten haben. Mit der relativen Mehrheit der Erststimmen zieht nur einer der zehn Kandidaten und Kandidatinnen in den neuen Bundestag ein. Die Chancen der anderen Bewerber auf ein Mandat hängen von deren Absicherung anhand eines Platzes auf der jeweiligen Landesliste und von deren Zweitstimmenanteil ab. Zu den von der Kreisdirektorin genannten „kleineren Unregelmäßigkeiten“ gehörte, dass Parteien bei mehreren Vornamen ihrer Kandidaten manchmal deren Rufnamen nicht unterstrichen hatten. Fast alle hatten vergessen, die Kurzform ihrer eigenen Bezeichnung in Klammern anzugeben, wie Anna Bich aus dem neu geschaffenen Leitungsbüro der Kreisverwaltung gegenüber dem MT mitteilte. Auch die kleineren Gruppierungen konnten jedoch die nach dem Wahlgesetz vorgeschriebene Anzahl von Unterstützerunterschriften aus dem Wahlkreis beibringen. Mehrfach Unterschriften leisten mussten nach Ende der Sitzung die Ausschussmitglieder aus den im Kreistag vertretenen Parteien für das Protokoll.

Jetzt ist es offiziell: Diese Politiker aus Minden-Lübbecke wollen in den Bundestag einziehen

Reif fürs Protokoll: Die Mitglieder des Kreiswahlausschuss mussten Unterschriften leisten. MT-Foto: Langenkämper © Langenkämper

Minden. Nach zehn Minuten hatte der Kreiswahlausschuss am Freitag seine Arbeit erledigt – rein rechnerisch eine Minute pro Kandidat oder Kandidatin. Aber über die Personen, die sich bei der Bundestagswahl am 26. September um die Erststimmen des Wahlvolks im Wahlkreis 134/Minden-Lübbecke I bewerben, brauchte gar nicht im Einzelnen diskutiert zu werden. Dank der guten Vorarbeit der zuständigen Mitarbeiter der Kreisverwaltung waren alle „kleineren Unregelmäßigkeiten“, wie Kreisdirektorin Cornelia Schöder als Kreiswahlleiterin sagte, ausgebügelt. Somit werden im September zehn Kandidaten, zwei Frauen und acht Männer, auf dem Stimmzettel stehen.

Neben den beiden Bundestagsabgeordneten Achim Post (SPD) und Frank Schäffler (FDP) wollen Dr. Oliver Vogt (CDU), Sebastian Landwehr (AfD), Schahina Gambir (Grüne), Jule Kegel (Die Linke), Sebastian Peter Schmitz (Die Partei), Michael Müller (Freie Wähler), Stephan Lorenzen (die Basis) und Dietrich Janzen (Bündnis C) nach Berlin – oder besser: für ihre politischen Vorstellungen werben. Die Altersspanne der Wahlvorschläge reicht von der erst 20 Jahre alten Studentin Jule Kegel aus Minden bis zu dem 1949 geborenen Michael Müller aus Porta Westfalica.

Die Wohnorte sind über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Schwerpunkte mit jeweils zwei Nennungen liegen in Minden und Espelkamp. Neben Jule Kegel wohnt auch Sebastian Landwehr in Minden. Aus Espelkamp kommen Oliver Vogt und Dietrich Janzen. Dort steht auch das Elternhaus des Diplom-Soziologen und Bundestagsabgeordneten Achim Post, der in Rahden geboren ist, aber mit seiner Familie in Berlin wohnt. Knapp außerhalb der Kreisgrenzen, in Bünde, liegt der Wohnsitz des 1968 in Schwäbisch Gmünd geborenen FDP-Kreisvorsitzenden, Diplom-Betriebswirts und Geschäftsführers Frank Schäffler. Im rund 2.000 Kilometer entfernten Borowsk, südwestlich von Moskau gelegen, wurde 1958 der Dolmetscher und Übersetzer Dietrich Janzen geboren. Dreimal so weit entfernt, in Kabul, kam 1991 die Politikwissenschaftlerin Schahina Gambir zur Welt, die in Bielefeld wohnt. In Minden geboren wurden Jule Kegel (Jahrgang 2001), der Verwaltungsbeamte Sebastian Landwehr (1989) und der Veranstaltungstechniker Sebastian Peter Schmitz (1980), der in Petershagen wohnt. 1969 in Bad Oeynhausen geboren und in Lübbecke wohnhaft ist Stephan Lorenzen, dessen Berufsbezeichnung „selbstständig“ ist. Im thüringischen Neuhaus am Rennweg wurde 1977 der Diplom-Physiker und Gymnasiallehrer Oliver Vogt geboren. Der Diplom-Kaufmann Michael Müller wurde 1949 in Leipzig geboren.


Zwei Parteien führen das Attribut basisdemokratisch im Namen: die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – kurz: Die Partei – und die Basisdemokratische Partei Deutschland – kurz: die Basis –, die jüngsten der Gruppierungen, die sich im Rahmen der Corona-Proteste formiert hat. Zwei Parteien führen „für Deutschland“ als Bestandteil im Namen: die Alternative für Deutschland – kurz: AfD – und Bündnis C – Christen für Deutschland – kurz: Bündnis C, deren Direktkandidat früher in Espelkamp für die AfD auftrat.

Nicht befassen musste sich der Kreiswahlausschuss mit den Landeslisten, die eine weit größere Zahl von Parteien aufstellen, die aber vor Ort keine Direktkandidaten haben. Mit der relativen Mehrheit der Erststimmen zieht nur einer der zehn Kandidaten und Kandidatinnen in den neuen Bundestag ein. Die Chancen der anderen Bewerber auf ein Mandat hängen von deren Absicherung anhand eines Platzes auf der jeweiligen Landesliste und von deren Zweitstimmenanteil ab.

Zu den von der Kreisdirektorin genannten „kleineren Unregelmäßigkeiten“ gehörte, dass Parteien bei mehreren Vornamen ihrer Kandidaten manchmal deren Rufnamen nicht unterstrichen hatten. Fast alle hatten vergessen, die Kurzform ihrer eigenen Bezeichnung in Klammern anzugeben, wie Anna Bich aus dem neu geschaffenen Leitungsbüro der Kreisverwaltung gegenüber dem MT mitteilte. Auch die kleineren Gruppierungen konnten jedoch die nach dem Wahlgesetz vorgeschriebene Anzahl von Unterstützerunterschriften aus dem Wahlkreis beibringen.

Mehrfach Unterschriften leisten mussten nach Ende der Sitzung die Ausschussmitglieder aus den im Kreistag vertretenen Parteien für das Protokoll.

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