Infiziert trotz Immunisierung? Kreis nennt erstmals konkrete Zahlen zu Impfdurchbrüchen Patrick Schwemling,Lea Oetjen Minden. Eine große Frage, die etliche Menschen beschäftigt ist der Impfstatus der Menschen, die sich in den vergangen Tagen und Wochen mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Kreis wies zuletzt immer wieder daraufhin, dass es sich bei den neuen Corona-Fällen hauptsächlich um ungeimpfte Personen handele. Auf MT-Anfrage gab Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge nun erstmals konkrete Zahlen bekannt. In dem Zeitraum zwischen dem 6. und 12. September habe es 347 neue Corona-Fälle im Mühlenkreis gegeben, davon hatten 42 Menschen bereits den vollen Impfschutz. Es kam also in knapp zwölf Prozent zu sogenannten Impfdurchbrüchen, wie zuletzt unter anderem bei zwei Spielern von Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke. Experten des Robert-Koch-Instituts definieren einen solchen ganz konkret als Corona-Infektion mit klinischer Symptomatik, die bei einer vollständig geimpften Person diagnostiziert wurde. „Die Verläufe bei diesen Personen waren jedoch mild. Niemand von ihnen musste stationär behandelt werden, oder ist verstorben", merkt Ohnesorge an und verweist in diesem Zusammenhang auch noch einmal darauf, dass es sich bei den jüngsten Todesfällen allesamt um Umgeimpfte handelte. Ebenso seien aktuell alle Corona-Patienten, die derzeit in den heimischen Kliniken behandelt werden, nicht geimpft. Das hatte Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken, kürzlich auf MT-Anfrage bestätigt. In diesem Zusammenhang hatte er auch noch einmal betont, wie wichtig die Impfungen im Kampf gegen das Coronavirus sei. Das hatte die Bundesregierung zuletzt im Lagebericht für Deutschland zur Pandemie auch noch einmal klargestellt. In Zahlen ausgedrückt, lässt sich der Grund dafür, sehr deutlich erläutern. Laut Robert-Koch-Institut sind bis zum 7. September insgesamt knapp 103 Millionen Covid-19-Impfungen in Deutschland verabreicht worden. Rund 55 Millionen Menschen (66 Prozent der Bevölkerung) seien mindestens einmal und ungefähr 51 Millionen Menschen (61,6 Prozent) vollständig geimpft. Im Vergleich dazu wurden bisher laut RKI nur gut 30.800 Impfdurchbrüche registriert. Ein Anteil von 0,05 Prozent unter allen Geimpften. !function(){"use strict";window.addEventListener("message",(function(e){if(void 0!==e.data["datawrapper-height"]){var t=document.querySelectorAll("iframe");for(var a in e.data["datawrapper-height"])for(var r=0;r

Infiziert trotz Immunisierung? Kreis nennt erstmals konkrete Zahlen zu Impfdurchbrüchen

Symbolbild: © Alex Lehn

Minden. Eine große Frage, die etliche Menschen beschäftigt ist der Impfstatus der Menschen, die sich in den vergangen Tagen und Wochen mit dem Coronavirus infiziert haben. Der Kreis wies zuletzt immer wieder daraufhin, dass es sich bei den neuen Corona-Fällen hauptsächlich um ungeimpfte Personen handele. Auf MT-Anfrage gab Kreis-Pressesprecherin Sabine Ohnesorge nun erstmals konkrete Zahlen bekannt.

In dem Zeitraum zwischen dem 6. und 12. September habe es 347 neue Corona-Fälle im Mühlenkreis gegeben, davon hatten 42 Menschen bereits den vollen Impfschutz. Es kam also in knapp zwölf Prozent zu sogenannten Impfdurchbrüchen, wie zuletzt unter anderem bei zwei Spielern von Handball-Bundesligist TuS N-Lübbecke. Experten des Robert-Koch-Instituts definieren einen solchen ganz konkret als Corona-Infektion mit klinischer Symptomatik, die bei einer vollständig geimpften Person diagnostiziert wurde. „Die Verläufe bei diesen Personen waren jedoch mild. Niemand von ihnen musste stationär behandelt werden, oder ist verstorben", merkt Ohnesorge an und verweist in diesem Zusammenhang auch noch einmal darauf, dass es sich bei den jüngsten Todesfällen allesamt um Umgeimpfte handelte.

Ebenso seien aktuell alle Corona-Patienten, die derzeit in den heimischen Kliniken behandelt werden, nicht geimpft. Das hatte Christian Busse, Pressesprecher der Mühlenkreiskliniken, kürzlich auf MT-Anfrage bestätigt. In diesem Zusammenhang hatte er auch noch einmal betont, wie wichtig die Impfungen im Kampf gegen das Coronavirus sei. Das hatte die Bundesregierung zuletzt im Lagebericht für Deutschland zur Pandemie auch noch einmal klargestellt.


In Zahlen ausgedrückt, lässt sich der Grund dafür, sehr deutlich erläutern. Laut Robert-Koch-Institut sind bis zum 7. September insgesamt knapp 103 Millionen Covid-19-Impfungen in Deutschland verabreicht worden. Rund 55 Millionen Menschen (66 Prozent der Bevölkerung) seien mindestens einmal und ungefähr 51 Millionen Menschen (61,6 Prozent) vollständig geimpft. Im Vergleich dazu wurden bisher laut RKI nur gut 30.800 Impfdurchbrüche registriert. Ein Anteil von 0,05 Prozent unter allen Geimpften.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Die Impfeffektivität wird aktuell nach einem speziellen Screening-Verfahren geschätzt. Sie liegt dem RKI-Bericht zufolge, je nach Altersgruppe, innerhalb der vergangenen vier Wochen zwischen 83 und 85 Prozent. Diesen Wert ermitteln die Experten aus dem „Vergleich des Anteils vollständig Geimpfter unter Covid-19-Fällen mit dem Anteil vollständig Geimpfter in der Bevölkerung", wie es in dem Papier heißt.

Besonders gut schützt die Impfung den Daten der Virologen zufolge vor schweren Krankheitsverläufen sowie vor einem tödlichen Verlauf. Demnach liegt der Schutz vor einer Hospitalisierung in der Altersgruppe der 18- bis 59-Jährigen bei rund 96 Prozent, bei den über 60-Jährigen bei immer noch hohen 94 Prozent. Den Schutz vor einer Einweisung in eine Intensivstation beziffert die Statistik in diesen beiden Altersgruppen auf 97 und 94 Prozent. Bei sogar rund 100 Prozent liegt in der Altersgruppe der Jüngeren der Schutz vor einem tödlichen Verlauf. Bei den über 60-Jährigen beträgt er immerhin noch rund 91 Prozent, wie es heißt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Das RKI blickt in seinem Bericht aber auch in die Zukunft: „Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Sars-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet", schreiben die Experten. Sie kommen dennoch zu folgender Erkenntnis: „Zusammengefasst bestätigen die Anzahl der wahrscheinlichen Impfdurchbrüche sowie die nach der Screening-Methode geschätzte Wirksamkeit der eingesetzten Impfstoffe die hohe Wirksamkeit aus den klinischen Studien." Fast alle Infektionen (99,7 Prozent) gehen dem Bericht zufolge derzeit auf eine Übertragung mit der Delta-Variante des Virus' zurück. Das RKI schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland insgesamt weiterhin als hoch ein. Für vollständig Geimpfte wird die Gefährdung als moderat eingeschätzt.

Übrigens: Inzwischen sind im Kreis Minden-Lübbecke 207.197 Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft – 539 mehr als am Vortag. Das entspricht einer Impfquote von 66,75 Prozent. Immerhin 195.330 Personen im Kreis sind sogar schon doppelt immunisiert – 617 mehr als am Vortag. Die Impfquote von 62,93 Prozent bringt dem Kreis in OWL Rang drei – hinter Höxter (68,56 Prozent) und Bielefeld (67,92 Prozent). Zudem steigt die Zahl der verabreichten „Booster-Impfungen" weiter an. Was das ist? Das MT hat alle wichtigen Fragen dazu beantwortet.

Diese Werte dürften allerdings noch höher liegen, da die KVWL nur die Impfungen aus Arztpraxen, Impfzentren und über mobile Teams erfasst. Die Impfungen über Betriebsärzte und Krankenhäuser werden an das RKI gemeldet und nicht kreisweit aufgeschlüsselt. Diese Zahlen fließen in die bundesweite Berechnung ein, die kleinste Aufschlüsselung gibt es hierzu auf Landesebene.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Hier beträgt laut RKI der Anteil der einmal geimpften Menschen 71,5 Prozent, der der vollständig Geimpften liegt bei 65,8 Prozent. Deutschlandweit sind mit dem aktuellen Datenstand 67 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft und 62,8 Prozent weisen den vollständigen Impfschutz auf.

Die Impfaktionen des mobilen Impfteams für die kommende Woche:

Montag, 20. September, 10.30 Uhr, Lübbecke, Jobcenter, Bohlenstraße 29

Mittwoch, 22. September, 14 Uhr, Petershagen, Jobcenter, Bahnhofstraße 62/64

Donnerstag, 23. September, 10.30 Uhr, Minden, Jobcenter, Lindenstraße 4-6

Freitag, 24. September, 14.30 Uhr, Minden, Moschee, Kaiserstraße 9

Samstag, 25.September, 15 Uhr, Porta Westfalica, Wez Hausberge, Unter der Schalksburg 3

Wie der Kreis mitteilt, sind parallel dazu die mobilen Impfteams in der nächsten Woche an zwei Schulen im Kreisgebiet im Einsatz.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden