In eigener Sache: Gedrucktes MT wegen Papiermangels vorerst in reduziertem Umfang Benjamin Piel Minden. Die Corona-Krise geht vorbei – doch die Nachwehen sind deutlich spürbar. Gesellschaftlich, sozial, aber auch wirtschaftlich. Viele Branchen haben mit erheblicher Materialknappheit zu kämpfen. Autobauer bekommen keine Chips, was zu erheblichen Verzögerungen in Produktion und Auslieferung führt. Wer ein Haus bauen will, braucht deutlich länger, weil beispielsweise Holz nur schwer zu bekommen ist. Auch der Verlag Bruns steht vor Herausforderungen. Denn es ist innerhalb der zurückliegenden Wochen immer schwerer geworden, an Papier zu kommen. Die Lieferanten haben ihre Zusagen zurückgezogen, der Markt ist leer gefegt. Der Grund: Das für den Zeitungsdruck benötigte graphische Papier wird aus Altpapier gewonnen – und das fehlt gerade. Während der Corona-Zeit sind Zeitungen dünner geworden und weniger Prospekte erschienen. Nun, da sich vieles wieder normalisiert hat, mangelt es am Altpapier für die Produktion des neues Papiers. Die Rhythmen sind durcheinander, das erschwert verlässliche Abläufe. Um den großen Bedarf an Verpackungsmaterial im Online-Handel zu decken, haben einige Produzenten auch ganz umgesattelt – und das Angebot an Papier so zusätzlich reduziert. In der globalisierten Wirtschaft hängt eben alles mit allem zusammen. Der Verlag Bruns und die Redaktion des Mindener Tageblatts haben in dieser erneut herausfordernden Zeit ein großes Ziel: Alle Produkte, allen voran das MT als Tageszeitung, verlässlich auch in gedruckter Form erscheinen zu lassen! Um das zu erreichen, ist derzeit ein besonders schonender Umgang mit der knappen Ressource Papier unerlässlich, denn alles hängt von der nächsten Lieferung ab. Und ob die übermorgen oder in zwei Monaten kommt, ist derzeit nicht abzusehen. Aus diesem Grund erscheinen MT und Weserspucker ab Mitte dieser Woche bis auf Weiteres in reduziertem Umfang. Ein Anliegen ist es, bei den Kürzungen die Relevanz der Inhalte zu bedenken. Deshalb lassen wir das Wichtigste, das Lokale, möglichst unberührt. Weil wir aus Untersuchungen wissen, dass das Geschehen vor der eigenen Haustür die Mehrzahl der Leser am meisten interessiert. Dafür lassen wir aber beispielsweise das TV-Programm weg (das gibt es auch in der wöchentlichen TV-Zeitschrift) und reduzieren die Terminseiten (deren Inhalt gibt es gebündelt auch hier). Wir hoffen auf Ihr Verständnis und dass die Zeit der Mangelwirtschaft möglichst schnell endet. Nicht nur der Zeitung wegen, sondern weil uns die regionale Wirtschaft mit ihren zigtausenden Arbeitsplätzen am Herzen liegt.

In eigener Sache: Gedrucktes MT wegen Papiermangels vorerst in reduziertem Umfang

Das MT wird bis auf Weiteres in reduziertem Umfang erscheinen. Foto: © MT-Archiv

Minden. Die Corona-Krise geht vorbei – doch die Nachwehen sind deutlich spürbar. Gesellschaftlich, sozial, aber auch wirtschaftlich. Viele Branchen haben mit erheblicher Materialknappheit zu kämpfen. Autobauer bekommen keine Chips, was zu erheblichen Verzögerungen in Produktion und Auslieferung führt. Wer ein Haus bauen will, braucht deutlich länger, weil beispielsweise Holz nur schwer zu bekommen ist.

Auch der Verlag Bruns steht vor Herausforderungen. Denn es ist innerhalb der zurückliegenden Wochen immer schwerer geworden, an Papier zu kommen. Die Lieferanten haben ihre Zusagen zurückgezogen, der Markt ist leer gefegt. Der Grund: Das für den Zeitungsdruck benötigte graphische Papier wird aus Altpapier gewonnen – und das fehlt gerade. Während der Corona-Zeit sind Zeitungen dünner geworden und weniger Prospekte erschienen. Nun, da sich vieles wieder normalisiert hat, mangelt es am Altpapier für die Produktion des neues Papiers. Die Rhythmen sind durcheinander, das erschwert verlässliche Abläufe. Um den großen Bedarf an Verpackungsmaterial im Online-Handel zu decken, haben einige Produzenten auch ganz umgesattelt – und das Angebot an Papier so zusätzlich reduziert. In der globalisierten Wirtschaft hängt eben alles mit allem zusammen.

Der Verlag Bruns und die Redaktion des Mindener Tageblatts haben in dieser erneut herausfordernden Zeit ein großes Ziel: Alle Produkte, allen voran das MT als Tageszeitung, verlässlich auch in gedruckter Form erscheinen zu lassen! Um das zu erreichen, ist derzeit ein besonders schonender Umgang mit der knappen Ressource Papier unerlässlich, denn alles hängt von der nächsten Lieferung ab. Und ob die übermorgen oder in zwei Monaten kommt, ist derzeit nicht abzusehen. Aus diesem Grund erscheinen MT und Weserspucker ab Mitte dieser Woche bis auf Weiteres in reduziertem Umfang.


Ein Anliegen ist es, bei den Kürzungen die Relevanz der Inhalte zu bedenken. Deshalb lassen wir das Wichtigste, das Lokale, möglichst unberührt. Weil wir aus Untersuchungen wissen, dass das Geschehen vor der eigenen Haustür die Mehrzahl der Leser am meisten interessiert. Dafür lassen wir aber beispielsweise das TV-Programm weg (das gibt es auch in der wöchentlichen TV-Zeitschrift) und reduzieren die Terminseiten (deren Inhalt gibt es gebündelt auch hier).

Wir hoffen auf Ihr Verständnis und dass die Zeit der Mangelwirtschaft möglichst schnell endet. Nicht nur der Zeitung wegen, sondern weil uns die regionale Wirtschaft mit ihren zigtausenden Arbeitsplätzen am Herzen liegt.

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