In 20 Jahren 30 Tonnen Kaffee fair gehandelt Andreas Laubig Minden. Zu Beginn ihrer Initiative 2001 waren Harmut Damke und Stefan Straube-Neumann vom Mindener Weltladen selber ein wenig skeptisch: Würde es gelingen, eine Palette des fair gehandelten Kaffees aus Tansania vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum zu verkaufen? Heute können sie zum 20-jährigen Bestehen des Mühlenkreiskaffees eine positive Zwischenbilanz ziehen: Mit Unterstützung insbesondere des Weltladens, der Verbundschule Hille und des Kirchenkreises konnten insgesamt 30.000 Kilogramm im Kreisgebiet abgesetzt werden. Einen großen Anteil daran hat auch der örtliche Lebensmitteleinzelhandel. In den WEZ- und in zahlreichen Edeka-Märkte haben die bunt verpackten Kaffeepäckchen einen festen Platz im Verkaufsregal. Zum Vorteil für die Kaffeebauern von der Mahenge Amcos Genossenschaft im Südwesten Tansanias: Sie erhalten einen angemessenen Preis für ihre Ernte. Mit den Erträgen konnten sie eine Apotheke in ihrem Dorf mitfinanzieren und den Aufbau einer Schule unterstützen. Auch die Tansania-Partnerschafts-Initiative aus Minden erhält Mittel aus dem Kaffeeverkauf. So konnte die Schulpartnerschaft der Verbundschule Hille den Schulbesuch von zehn Schülerinnen und Schülern in der Partnergemeinde vor Ort finanzieren. Der Verein NEO (Netzwerk für Education Ostwestfalen Lippe e.V.) konnte Mittel aus dem Kaffeeverkauf für Schulmaterial, Renovierungen und einen Englischlehrer einsetzen. Für Vereinsmitglied Sabine Katzsche-Döring sind aus der Kaffee-Initiative auch wichtige Netzwerke entstanden. Kirchenkreis, die Tansania-Partnerschaft, der Einzelhandel: Das gemeinsame Interesse führt ganz verschiedene Akteure zusammen, die das Projekt mit ihrem Einsatz tragfähig machen. Nachdem es zu Beginn der Kooperation bei der Röstung der Kaffeebohnen Probleme mit einer gleichbleibenden Qualität gegeben hatte, wird der Kaffee jetzt von der Würzburger Partner Kaffee e.V. geröstet. Der „milde ausgewogene“ Geschmack des Hochlandkaffees aus 100 Prozent Arabica-Bohnen trägt ganz wesentlich zu den Verkaufserfolgen bei. Bei allem sozialem Engagement müssen schließlich auch Qualität und Geschmack für Überzeugung sorgen. Auch in Zukunft bauen die Weltladen-Initiatoren auf den weiteren Ausbau der verlässlichen Partnerschaften. „Der Kaffee aus dem Mühlenkreis hat sich gut etabliert, wir wollen den Menschen weiterhin die Möglichkeit bieten, mit dem Kauf ein wenig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Tansania beizutragen“, so Stefan Straube-Neumann vom Welthaus Minden.

In 20 Jahren 30 Tonnen Kaffee fair gehandelt

Weltladen Kaffee für den Mühlenkreis © Andreas Laubig

Minden. Zu Beginn ihrer Initiative 2001 waren Harmut Damke und Stefan Straube-Neumann vom Mindener Weltladen selber ein wenig skeptisch: Würde es gelingen, eine Palette des fair gehandelten Kaffees aus Tansania vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatum zu verkaufen? Heute können sie zum 20-jährigen Bestehen des Mühlenkreiskaffees eine positive Zwischenbilanz ziehen: Mit Unterstützung insbesondere des Weltladens, der Verbundschule Hille und des Kirchenkreises konnten insgesamt 30.000 Kilogramm im Kreisgebiet abgesetzt werden. Einen großen Anteil daran hat auch der örtliche Lebensmitteleinzelhandel.

In den WEZ- und in zahlreichen Edeka-Märkte haben die bunt verpackten Kaffeepäckchen einen festen Platz im Verkaufsregal. Zum Vorteil für die Kaffeebauern von der Mahenge Amcos Genossenschaft im Südwesten Tansanias: Sie erhalten einen angemessenen Preis für ihre Ernte. Mit den Erträgen konnten sie eine Apotheke in ihrem Dorf mitfinanzieren und den Aufbau einer Schule unterstützen.

Auch die Tansania-Partnerschafts-Initiative aus Minden erhält Mittel aus dem Kaffeeverkauf. So konnte die Schulpartnerschaft der Verbundschule Hille den Schulbesuch von zehn Schülerinnen und Schülern in der Partnergemeinde vor Ort finanzieren. Der Verein NEO (Netzwerk für Education Ostwestfalen Lippe e.V.) konnte Mittel aus dem Kaffeeverkauf für Schulmaterial, Renovierungen und einen Englischlehrer einsetzen.


Für Vereinsmitglied Sabine Katzsche-Döring sind aus der Kaffee-Initiative auch wichtige Netzwerke entstanden. Kirchenkreis, die Tansania-Partnerschaft, der Einzelhandel: Das gemeinsame Interesse führt ganz verschiedene Akteure zusammen, die das Projekt mit ihrem Einsatz tragfähig machen.

Nachdem es zu Beginn der Kooperation bei der Röstung der Kaffeebohnen Probleme mit einer gleichbleibenden Qualität gegeben hatte, wird der Kaffee jetzt von der Würzburger Partner Kaffee e.V. geröstet. Der „milde ausgewogene“ Geschmack des Hochlandkaffees aus 100 Prozent Arabica-Bohnen trägt ganz wesentlich zu den Verkaufserfolgen bei. Bei allem sozialem Engagement müssen schließlich auch Qualität und Geschmack für Überzeugung sorgen. Auch in Zukunft bauen die Weltladen-Initiatoren auf den weiteren Ausbau der verlässlichen Partnerschaften. „Der Kaffee aus dem Mühlenkreis hat sich gut etabliert, wir wollen den Menschen weiterhin die Möglichkeit bieten, mit dem Kauf ein wenig zur Verbesserung der Lebensbedingungen in Tansania beizutragen“, so Stefan Straube-Neumann vom Welthaus Minden.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden