Impfdurchbrüche: Zwei geimpfte Patienten auf der Intensivstation Nicole Bliesener Kreis Minden-Lübbecke. Seit Anfang Oktober werden zwischen 24 und 35 Covid-Patienten stationär in den Kliniken behandelt. "Seit Beginn der vierten Welle werden im Schnitt acht bis zehn Patienten mit Corona-Infektionen auf der Intensivstation behandelt", sagt Christian Busse, Sprecher der Mühlenkreiskliniken. Das Problem sei nicht die Zahl der zur Verfügung stehen ITS-Betten und der Beatmungstechnik, sondern das Personal."Intensivmedizin ist sehr pflegeintensiv und die Mitarbeiter sind seit Pandemiebeginn enorm belastet", so Busse. Denn auf den Intensivstationen müssten schließlich auch Patienten mit Schlaganfällen, Herzinfarkten, Krebspatienten, postoperative Patienten und Patienten mit anderen Infektionen versorgt werden. Zahl der Impfdurchbrüche hat zugenommen Mittlerweile habe auch die Zahl der sogenannten Impfdurchbrüche zugenommen. "Wir haben mittlerweile zwei Patienten auf der Intensivstation, die trotz Impfung einen schwereren Krankheitsverlauf haben", fügt Busse hinzu. Dies seien ältere Patienten, die sehr früh geimpft worden sind und bei denen die Wirkung offenbar nachlasse. Bei diesen Patienten sei die dritte Impfung noch gar nicht oder zu spät gekommen. Die gestiegene Zahl der Impfdurchbrüche sei ein Grund, warum die Experten der Mühlenkreiskliniken die sogenannte Booster-Impfung nicht nur Menschen ab 70 Jahren empfehlen, sondern auch Personen, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten. Auch den eigenen Mitarbeitenden empfehlen sie die dritte Impfung. "Wir bereiten das dritte Impfangebot gerade vor", fügt Busse hinzu. Außerdem hätten die MKK über eine Betriebsvereinbarung mit dem Personalrat klare Regeln aufgestellt. "Alle ungeimpften Mitarbeiter müssen sich drei Mal wöchentlich per PCR-Test testen lassen. Geimpfte müssen die Impfung einmal dem Vorgesetzten gegenüber nachweisen, für Genesene gilt das gleiche."

Impfdurchbrüche: Zwei geimpfte Patienten auf der Intensivstation

Eine Holzwand mit einem Sichtfenster trennt die normale Intensivstation von der Covid-Intensivstation. Vor dem Betreten des Isolierbereichs muss aufwendige Schutzkleidung angelegt werden. © (Archivbild): Kai Senf

Kreis Minden-Lübbecke. Seit Anfang Oktober werden zwischen 24 und 35 Covid-Patienten stationär in den Kliniken behandelt. "Seit Beginn der vierten Welle werden im Schnitt acht bis zehn Patienten mit Corona-Infektionen auf der Intensivstation behandelt", sagt Christian Busse, Sprecher der Mühlenkreiskliniken.

Das Problem sei nicht die Zahl der zur Verfügung stehen ITS-Betten und der Beatmungstechnik, sondern das Personal.

"Intensivmedizin ist sehr pflegeintensiv und die Mitarbeiter sind seit Pandemiebeginn enorm belastet", so Busse. Denn auf den Intensivstationen müssten schließlich auch Patienten mit Schlaganfällen, Herzinfarkten, Krebspatienten, postoperative Patienten und Patienten mit anderen Infektionen versorgt werden.
Die Mitarbeitenden haben seit Monaten eine hohe Belastung. - © (Archivbild): Kai Senf/MKK
Die Mitarbeitenden haben seit Monaten eine hohe Belastung. - © (Archivbild): Kai Senf/MKK

Zahl der Impfdurchbrüche hat zugenommen

Mittlerweile habe auch die Zahl der sogenannten Impfdurchbrüche zugenommen. "Wir haben mittlerweile zwei Patienten auf der Intensivstation, die trotz Impfung einen schwereren Krankheitsverlauf haben", fügt Busse hinzu. Dies seien ältere Patienten, die sehr früh geimpft worden sind und bei denen die Wirkung offenbar nachlasse. Bei diesen Patienten sei die dritte Impfung noch gar nicht oder zu spät gekommen. Die gestiegene Zahl der Impfdurchbrüche sei ein Grund, warum die Experten der Mühlenkreiskliniken die sogenannte Booster-Impfung nicht nur Menschen ab 70 Jahren empfehlen, sondern auch Personen, die in Pflegeeinrichtungen arbeiten.

Auch den eigenen Mitarbeitenden empfehlen sie die dritte Impfung. "Wir bereiten das dritte Impfangebot gerade vor", fügt Busse hinzu. Außerdem hätten die MKK über eine Betriebsvereinbarung mit dem Personalrat klare Regeln aufgestellt. "Alle ungeimpften Mitarbeiter müssen sich drei Mal wöchentlich per PCR-Test testen lassen. Geimpfte müssen die Impfung einmal dem Vorgesetzten gegenüber nachweisen, für Genesene gilt das gleiche."

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