Ideen für neue Formate: Stadt Minden fördert 13 Kulturprojekte mit insgesamt 18.700 Euro Ursula Koch Minden. Die Fördermittel für die freie Kulturszene sind von der Stadt in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich auf inzwischen 35.000 Euro jährlich angehoben worden. Der Bedarf ist damit aber noch immer nicht gedeckt. Allein in der ersten Förderrunde dieses Jahres wurden 14 Anträge auf insgesamt rund 32.000 Euro gestellt. An 13 Antragsteller werden jetzt 18.700 Euro ausgezahlt. Der Kulturausschuss folgte damit am Montag einstimmig dem Vorschlag des interfraktionellen Gremiums, das sich intensiv mit den Anträgen befasst hatte. Den einen Antrag, der nicht berücksichtigt wurde, hatte der Verein Kulturlounge gestellt. Der möchte mit einem eigenen Raum die Innenstadt beleben, in dem Ausstellungen, Lesungen, Abende der Poesie, Konzerte, Vorträge und Kurse stattfinden sollen. Dieser Antrag sei abgelehnt worden, weil er auf Investitionen ziele, begründete Dr. Ulrike Faber-Hermann auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Diese Fördermittel seien aber ausschließlich für Projekte gedacht. Mit 2.500 Euro geht die höchste Summe an die Tucholsky-Bühne für ihre „Mindener Brückenspiele“, die am vergangenen Sonntag am Wasserstraßenkreuz begonnen haben. Vier Programme mit Lokalgeschichte, literarischen Texten und Musik folgen noch an der Weserbrücke, Gustav-Heinemann-Brücke, Schwanenteich und Glacis-Brücke. Die gleiche Summe erhält auch der Verein für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke, der zu seinem 30-jährigen Bestehen eine Zeitungsbeilage für den Spätsommer plant. Jeweils 2.000 Euro erhalten fünf Projekte, darunter das bekannte Weserlieder Open-Air-Festival am 22. und 23. Juli, über dessen Line-up das MT bereits berichtet hat. Die OWL Kammerphilharmonie plant ein Programm mit Werken von Wiener Komponisten, das Ende September auch an Schulen aufgeführt werden soll. Besondere Musik an besonderen Orten woll das Alte-Musik-Festival „Connection Centuries“ bieten, das Mitte September vier Konzerte im Dom, Marienkirche und Preußenmuseum bieten. Das Kleinenbremer Improvisationstheater „SpekSpek“ will in einem mehrtägigen Workshop ein Spielsystem erarbeiten, mit dem es an drei Aufführungsorten nach den Wünschen des Publikums drei unterschiedliche abendfüllende Musicals auf die Bühne bringen kann. Am Pfad der Menschenrechte mit 15 Kunststelen sind in diesem Sommer 38 Veranstaltungen geplant, außerdem sollen fünf weitere Kunstorte eingeweiht werden. Für die Wiederaufnahme ihres Theaterstücks „Was wäre wenn“ erhält die Schauspielerin und Theaterpädagogin Stella Ballare 1.500 Euro. Das Stück thematisiert häusliche Gewalt und soll am 16. und 17. Juni gespielt werden. Das Konzertprojekt „Missa – Gottesdienst im Wandel der Zeit“ der Kantorei der Christuskirche, das für weitere Sänger offen ist, wird von der Stadt mit 500 Euro unterstützt. Den gleichen Betrag erhält auch der Gründer des Comic-Magazins „Sprühende Phantasie“, Joachim Guhde, für die Herausgabe eines Jubiläum-Magazins sowie die Künstlerin Liselotte Bombitzki für die Pilotveranstaltung zu ihrer Reihe „Atelier am Abend“, die das Gespräch zwischen Kunst, Politik und Wirtschaft anstoßen will. Der Förderverein Sommerbad erhält 400 Euro für eine Lesung von Bernd Gieseking an der dortigen Kunststele. Der Dombauverein erhält 300 Euro für eine Ausstellung des Holzbildhauers Karl-Erich Schmeding aus Porta im Domschatz.

Ideen für neue Formate: Stadt Minden fördert 13 Kulturprojekte mit insgesamt 18.700 Euro

Die Tucholsky-Bühne verbindet in ihren Brückenspielen lokale Geschichte mit literarischen Texten und Musik. Die erste Veranstaltung widmete sich dem Wasserstraßenkreuz. Dafür erhält sie eine Förderung von der Stadt. Foto: Andreas Laubig

Minden. Die Fördermittel für die freie Kulturszene sind von der Stadt in den vergangenen Jahren zwar kontinuierlich auf inzwischen 35.000 Euro jährlich angehoben worden. Der Bedarf ist damit aber noch immer nicht gedeckt. Allein in der ersten Förderrunde dieses Jahres wurden 14 Anträge auf insgesamt rund 32.000 Euro gestellt. An 13 Antragsteller werden jetzt 18.700 Euro ausgezahlt. Der Kulturausschuss folgte damit am Montag einstimmig dem Vorschlag des interfraktionellen Gremiums, das sich intensiv mit den Anträgen befasst hatte.

Den einen Antrag, der nicht berücksichtigt wurde, hatte der Verein Kulturlounge gestellt. Der möchte mit einem eigenen Raum die Innenstadt beleben, in dem Ausstellungen, Lesungen, Abende der Poesie, Konzerte, Vorträge und Kurse stattfinden sollen. Dieser Antrag sei abgelehnt worden, weil er auf Investitionen ziele, begründete Dr. Ulrike Faber-Hermann auf Nachfrage aus dem Ausschuss. Diese Fördermittel seien aber ausschließlich für Projekte gedacht.

Mit 2.500 Euro geht die höchste Summe an die Tucholsky-Bühne für ihre „Mindener Brückenspiele“, die am vergangenen Sonntag am Wasserstraßenkreuz begonnen haben. Vier Programme mit Lokalgeschichte, literarischen Texten und Musik folgen noch an der Weserbrücke, Gustav-Heinemann-Brücke, Schwanenteich und Glacis-Brücke. Die gleiche Summe erhält auch der Verein für aktuelle Kunst im Kreis Minden-Lübbecke, der zu seinem 30-jährigen Bestehen eine Zeitungsbeilage für den Spätsommer plant.


Jeweils 2.000 Euro erhalten fünf Projekte, darunter das bekannte Weserlieder Open-Air-Festival am 22. und 23. Juli, über dessen Line-up das MT bereits berichtet hat. Die OWL Kammerphilharmonie plant ein Programm mit Werken von Wiener Komponisten, das Ende September auch an Schulen aufgeführt werden soll. Besondere Musik an besonderen Orten woll das Alte-Musik-Festival „Connection Centuries“ bieten, das Mitte September vier Konzerte im Dom, Marienkirche und Preußenmuseum bieten. Das Kleinenbremer Improvisationstheater „SpekSpek“ will in einem mehrtägigen Workshop ein Spielsystem erarbeiten, mit dem es an drei Aufführungsorten nach den Wünschen des Publikums drei unterschiedliche abendfüllende Musicals auf die Bühne bringen kann. Am Pfad der Menschenrechte mit 15 Kunststelen sind in diesem Sommer 38 Veranstaltungen geplant, außerdem sollen fünf weitere Kunstorte eingeweiht werden.

Für die Wiederaufnahme ihres Theaterstücks „Was wäre wenn“ erhält die Schauspielerin und Theaterpädagogin Stella Ballare 1.500 Euro. Das Stück thematisiert häusliche Gewalt und soll am 16. und 17. Juni gespielt werden.

Das Konzertprojekt „Missa – Gottesdienst im Wandel der Zeit“ der Kantorei der Christuskirche, das für weitere Sänger offen ist, wird von der Stadt mit 500 Euro unterstützt. Den gleichen Betrag erhält auch der Gründer des Comic-Magazins „Sprühende Phantasie“, Joachim Guhde, für die Herausgabe eines Jubiläum-Magazins sowie die Künstlerin Liselotte Bombitzki für die Pilotveranstaltung zu ihrer Reihe „Atelier am Abend“, die das Gespräch zwischen Kunst, Politik und Wirtschaft anstoßen will. Der Förderverein Sommerbad erhält 400 Euro für eine Lesung von Bernd Gieseking an der dortigen Kunststele. Der Dombauverein erhält 300 Euro für eine Ausstellung des Holzbildhauers Karl-Erich Schmeding aus Porta im Domschatz.

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