Holprige Umstellung: Volksbank-Kunden haben nach Fusion Probleme beim Online-Banking Sebastian Radermacher Minden. Hans-Josef Christ geht jeden Schritt wie immer durch, doch als er am Ende die Überweisung im Online-Banking-Portal abschicken will, sieht er eine Fehlermeldung. Immer wieder. „Ich habe alles ausprobiert, aber es funktionierte einfach nicht“, sagt der 69-Jährige. Das Problem bestehe seit dem vergangenen Wochenende, als die zuletzt beschlossene Fusion der Volksbanken Mindener Land und Bad Oeynhausen-Herford technisch umgesetzt und beide Systeme verknüpft worden sind. Christ versucht mehrmals, telefonisch jemanden bei der Bank zu erreichen – doch weder über die bisherige Mindener Nummer, noch über die neue Durchwahl in Herford komme er durch. „Ich hing mehr als 30 Minuten in der Warteschleife, dann habe ich aufgelegt“, sagt der Mindener. In der MT-Redaktion melden sich in den vergangenen Tagen weitere Kunden der Volksbank Mindener Land und berichten von den gleichen Problemen. Hans-Josef Christ fragt sich: „Liegt da ein größeres Problem vor?“ Nein, sagt Andreas Kelch, Sprecher der Volksbank Herford-Mindener Land eG. Die technische Fusion sei „ohne größere Probleme“ erfolgt, teilt er auf MT-Anfrage mit. Zur Zahl der betroffenen Kunden, die mit Fehlermeldungen zu kämpfen haben, gibt er keine Auskunft. Im Vorfeld der Umstellung seien alle Kunden in einem persönlichen Anschreiben über die fusionsbedingten Änderungen und mögliche Einschränkungen informiert worden. Auf der Homepage der Bank ist von „kurzzeitigen Einschränkungen“ die Rede. Der Volksbanksprecher bestätigt hingegen, dass es in den vergangenen Tagen bei Anrufen im Kunden-Center zu mitunter deutlich längeren Wartezeiten gekommen ist, für die sich die Bank entschuldige. Man habe mit einem höheren Anrufaufkommen gerechnet. Am Montag seien dann aber bis 18 Uhr mehr als dreimal so viele Anrufe und E-Mails zu beantworten gewesen als gewöhnlich. „Dazu kommt eine überdurchschnittliche Gesprächsdauer, da wir den Anspruch haben, auch in dieser besonderen Situation möglichst jedem Anrufer mit seinem Anliegen fallabschließend zu helfen“, erklärt Kelch. Wegen der längeren Wartezeiten habe man gegengesteuert und die Kapazitäten im Kunden-Center für die kommenden Tage „deutlich aufgestockt“. Neben der Kontaktaufnahme über Telefon, Mail oder Online-Kanäle stünden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen bei Fragen zur Verfügung. Doch auch dort hat es Einschränkungen gegeben – so blieb etwa die Filiale an der Stiftsallee am Dienstag „aus technischen Gründen“ geschlossen – ein Aushang wies Kunden darauf hin, auf andere Geschäftsstellen auszuweichen. Details dazu nennt der Volksbanksprecher nicht. Die Kunden der bisherigen Volksbank Mindener Land erhalten im Zuge der Fusion eine neue Bankleitzahl und somit auch eine neue IBAN. „Bei einigen Konten mussten wir aus technischen Gründen auch neue Kontonummern vergeben. Uns ist bewusst, dass dies für viele Kunden eine große Umstellung bedeutet“, sagt Kelch. Er könne zudem nicht ausschließen, „dass es in den kommenden Tagen noch an der einen oder anderen Stelle zu kleineren Einschränkungen kommen kann. Hierfür bitten wir um Verständnis.“ Da viele Anrufer Fragen zum Online-Banking hatten, möchte der Sprecher noch einmal darauf hinweisen, dass die Online-Geschäftsstelle der fusionierten Bank künftig unter www.meinevolksbank.de zu erreichen ist. Dort finden Kunden auch noch einmal alle wichtigen Informationen zur Fusion. Ältere Browser-Favoriten oder Lesezeichen sollten dahingehend geändert werden, rät Kelch. Die bisherigen Zugangsdaten zum Online-Banking blieben hingegen ebenso wie Girocards und Kreditkarten gültig. Hans-Josef Christ hat seine Überweisung am Ende doch noch tätigen können, allerdings nicht online. „Die Geschäftsstelle an der Kutenhauser Straße war geöffnet, ich habe dort meine Überweisung manuell ausführen lassen“, berichtet der Mindener. Einen Tag später habe ihn dann ein Kundenbetreuer der Bank angerufen und das EDV-Problem mit der Online-Banking-Software gelöst. Der 69-Jährige ist froh, dass er jetzt alle Funktionen im Internet wieder nutzen kann.

Holprige Umstellung: Volksbank-Kunden haben nach Fusion Probleme beim Online-Banking

Minden. Hans-Josef Christ geht jeden Schritt wie immer durch, doch als er am Ende die Überweisung im Online-Banking-Portal abschicken will, sieht er eine Fehlermeldung. Immer wieder. „Ich habe alles ausprobiert, aber es funktionierte einfach nicht“, sagt der 69-Jährige.

Die Filiale an der Marienstraße ist jetzt Teil der neuen Volksbank Herford-Mindener land. - © MT-Foto: Thomas Lieske
Die Filiale an der Marienstraße ist jetzt Teil der neuen Volksbank Herford-Mindener land. - © MT-Foto: Thomas Lieske

Das Problem bestehe seit dem vergangenen Wochenende, als die zuletzt beschlossene Fusion der Volksbanken Mindener Land und Bad Oeynhausen-Herford technisch umgesetzt und beide Systeme verknüpft worden sind. Christ versucht mehrmals, telefonisch jemanden bei der Bank zu erreichen – doch weder über die bisherige Mindener Nummer, noch über die neue Durchwahl in Herford komme er durch. „Ich hing mehr als 30 Minuten in der Warteschleife, dann habe ich aufgelegt“, sagt der Mindener.

In der MT-Redaktion melden sich in den vergangenen Tagen weitere Kunden der Volksbank Mindener Land und berichten von den gleichen Problemen. Hans-Josef Christ fragt sich: „Liegt da ein größeres Problem vor?“

Nein, sagt Andreas Kelch, Sprecher der Volksbank Herford-Mindener Land eG. Die technische Fusion sei „ohne größere Probleme“ erfolgt, teilt er auf MT-Anfrage mit. Zur Zahl der betroffenen Kunden, die mit Fehlermeldungen zu kämpfen haben, gibt er keine Auskunft. Im Vorfeld der Umstellung seien alle Kunden in einem persönlichen Anschreiben über die fusionsbedingten Änderungen und mögliche Einschränkungen informiert worden. Auf der Homepage der Bank ist von „kurzzeitigen Einschränkungen“ die Rede.

Der Volksbanksprecher bestätigt hingegen, dass es in den vergangenen Tagen bei Anrufen im Kunden-Center zu mitunter deutlich längeren Wartezeiten gekommen ist, für die sich die Bank entschuldige. Man habe mit einem höheren Anrufaufkommen gerechnet. Am Montag seien dann aber bis 18 Uhr mehr als dreimal so viele Anrufe und E-Mails zu beantworten gewesen als gewöhnlich. „Dazu kommt eine überdurchschnittliche Gesprächsdauer, da wir den Anspruch haben, auch in dieser besonderen Situation möglichst jedem Anrufer mit seinem Anliegen fallabschließend zu helfen“, erklärt Kelch.

Wegen der längeren Wartezeiten habe man gegengesteuert und die Kapazitäten im Kunden-Center für die kommenden Tage „deutlich aufgestockt“. Neben der Kontaktaufnahme über Telefon, Mail oder Online-Kanäle stünden auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Geschäftsstellen bei Fragen zur Verfügung. Doch auch dort hat es Einschränkungen gegeben – so blieb etwa die Filiale an der Stiftsallee am Dienstag „aus technischen Gründen“ geschlossen – ein Aushang wies Kunden darauf hin, auf andere Geschäftsstellen auszuweichen. Details dazu nennt der Volksbanksprecher nicht.

Die Kunden der bisherigen Volksbank Mindener Land erhalten im Zuge der Fusion eine neue Bankleitzahl und somit auch eine neue IBAN. „Bei einigen Konten mussten wir aus technischen Gründen auch neue Kontonummern vergeben. Uns ist bewusst, dass dies für viele Kunden eine große Umstellung bedeutet“, sagt Kelch. Er könne zudem nicht ausschließen, „dass es in den kommenden Tagen noch an der einen oder anderen Stelle zu kleineren Einschränkungen kommen kann. Hierfür bitten wir um Verständnis.“

Da viele Anrufer Fragen zum Online-Banking hatten, möchte der Sprecher noch einmal darauf hinweisen, dass die Online-Geschäftsstelle der fusionierten Bank künftig unter www.meinevolksbank.de zu erreichen ist. Dort finden Kunden auch noch einmal alle wichtigen Informationen zur Fusion. Ältere Browser-Favoriten oder Lesezeichen sollten dahingehend geändert werden, rät Kelch. Die bisherigen Zugangsdaten zum Online-Banking blieben hingegen ebenso wie Girocards und Kreditkarten gültig.

Hans-Josef Christ hat seine Überweisung am Ende doch noch tätigen können, allerdings nicht online. „Die Geschäftsstelle an der Kutenhauser Straße war geöffnet, ich habe dort meine Überweisung manuell ausführen lassen“, berichtet der Mindener. Einen Tag später habe ihn dann ein Kundenbetreuer der Bank angerufen und das EDV-Problem mit der Online-Banking-Software gelöst. Der 69-Jährige ist froh, dass er jetzt alle Funktionen im Internet wieder nutzen kann.

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