Hoffnungen und ein Plan - Tucholsky-Bühne präsentiert das Sommerprogramm im Fort A Ursula Koch Minden. „Wir haben keine Wahl. Wenn wir jetzt schon aufgeben, bleibt das Fort A im Sommer zu“, sagt Eduard Schynol, Spielleiter und Motor der Tucholsky-Bühne. Allerdings wechsle auch seine Stimmung täglich von Hoch auf Tief. Die Tucholsky-Bühne hatte letzten Sommer gezeigt, dass sich mit Hygienekonzept und weniger Zuschauern trotz Corona einiges machen lässt. „Wir hatten eine tolle Saison, die Konzerte waren toll, allerdings bei schlechtem wirtschaftlichem Ergebnis“, bilanziert er. Trotzdem sind er und sein Team optimistisch. „Wir bereiten unser Pixi-Buch mit dem Programm vor. Den Druck können wir noch bis Ende April stoppen. Bis dahin wird es bestimmt noch so einige Ministerpräsidenten-Runden geben“, erwartet er weitere Wechselbäder. Eigentlich wollte die Amateur-Bühne entgegen ihrer Tradition diesen Sommer gleich drei Theaterstücke auf die Bühne bringen. Diesen Plan haben Schynol und Co angesichts der steigenden Inzidenz-Zahlen aber auf Eis gelegt. So bleibt es bei immerhin zwei und damit doppelt so vielen Produktionen. Die hatten die Darsteller bereits für den Sommer 2020 in Angriff genommen, dann aber wegen der Corona-Schutzverordnung auf Eis gelegt: „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“, erzählt von der deutschen Dichterin Mascha Kaléko und ihrer Poesie und in „Tinnef“ suchen sechs Frauen mit Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Plätzen) den Weg zurück ins Leben. „Mit Tinnef waren wir schon sehr weit. Das hatten wir sogar auf der Bühne schon durchgestellt“, berichtet Schynol. Zu Kaléko gab es etliche Textproben. Es gibt einen guten Grund, warum sich die Tucholsky-Bühne so ins Zeug legt: Der Verein wird im September 25 Jahre alt. Rund um die Theaterstücke bietet die Freiluftbühne in der ehemaligen Bahnhofs-Festung ein breites Programm, gewohnt und doch mit leicht anderen Akzenten mit viel Musik, Kunst, Kabarett, Andachten und Führungen. Zum 1. Mai soll das Programm mit einer Feier zum Jahrestag des Pfades der Menschenrechte starten, weil die große Eröffnungsfeier im vergangenen Jahr – ebenfalls im Fort A geplant– nicht stattfinden konnte. „FortFührung“ nennt sich ein neues Format, in dem Vereinsmitglieder durch das Fort A führen. Am 29. Mai ist der Jazz Club mit einem Konzert zu Gast. So richtig Fahrt nimmt das Programm im Juni auf. Am 6. Juni soll, wenn möglich mit einer Vernissage, eine Comic-Ausstellung eröffnet werden. Für „die neunte Kunst“ hat der in Minden geborene und in Amsterdam lebende Rollenspiel-Illustrator Klaus Scherwinski ein Kollektiv aus Künstlern aus NRW zusammengestellt. Sie sollen ihre Werke im Fort A präsentieren, aber auch online, und einen Workshop für Kinder anbieten. Einen Tag später feiert dann das Kaléko-Programm „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ Premiere. Unter den Künstlern, denen der Verein eine Bühne bietet, sind bekannte und neue Namen: Der Kabarettist Bernd Gieseking gestaltet zwei Abende, die CCR Revival Band ist dabei, das Duo „Storch & Storch“. Dem Hamburger Musiker Jon Flemming Olsen, bekannt als Imbisswirt Ingo aus der TV-Serie „Dittsche“ und als Gründer der Country-Band Texas Lightning, hat es im Fort vor zwei Jahren so gut gefallen, dass er wiederkommt. Der Bläserkreis St. Martini gibt sein Debüt im Fort A und beschert dem Ort das erste Klassik-Konzert. Zum ersten Mal ist auch der Kabarettist und Autor Frank Goosen aus Bochum zu Gast. „Faltenrock“ ist der originelle Titel einer Ü60-Tanz-Veranstaltung mit Live-Musik der Cliff Rock’n’Roll Band – eine Kooperation mit dem Quartiersmanager. Auf dem musikalischen Programm stehen außerdem Tone Fish, Crossroads, der Muckertreff, True Collins, Kilkenny, die Jazzband Fré, und die Feuerwehrkapelle Minden. Der Freiluft-Gottesdienst „FortAmen“ ist bereits Tradition. Im August gestaltet die Jüdische Kultusgemeinde Minden zum ersten Mal zwischen den preußischen Festungsmauern eine Feier zum Empfang des Schabbat. Das alles steht selbstverständlich unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie Veranstaltungen zulässt. Ein Hygiene-Konzept mit Datenerfassung, Abstand und Desinfektionsspendern hatte die Tucholsky-Bühne bereits im vergangenen Jahr entwickelt.

Hoffnungen und ein Plan - Tucholsky-Bühne präsentiert das Sommerprogramm im Fort A

Minden. „Wir haben keine Wahl. Wenn wir jetzt schon aufgeben, bleibt das Fort A im Sommer zu“, sagt Eduard Schynol, Spielleiter und Motor der Tucholsky-Bühne. Allerdings wechsle auch seine Stimmung täglich von Hoch auf Tief. Die Tucholsky-Bühne hatte letzten Sommer gezeigt, dass sich mit Hygienekonzept und weniger Zuschauern trotz Corona einiges machen lässt. „Wir hatten eine tolle Saison, die Konzerte waren toll, allerdings bei schlechtem wirtschaftlichem Ergebnis“, bilanziert er. Trotzdem sind er und sein Team optimistisch. „Wir bereiten unser Pixi-Buch mit dem Programm vor. Den Druck können wir noch bis Ende April stoppen. Bis dahin wird es bestimmt noch so einige Ministerpräsidenten-Runden geben“, erwartet er weitere Wechselbäder.

„Die Geigerin“ ist ein Geschöpf von Klaus Scherwinski. Zusammen mit einem Dutzend weiterer Comic-Künstler aus NRW will der gebürtige Mindener im Fort A seine Werke ausstellen. Foto: Klaus Scherwinski/pr - © Klaus Scherwinski
„Die Geigerin“ ist ein Geschöpf von Klaus Scherwinski. Zusammen mit einem Dutzend weiterer Comic-Künstler aus NRW will der gebürtige Mindener im Fort A seine Werke ausstellen. Foto: Klaus Scherwinski/pr - © Klaus Scherwinski

Eigentlich wollte die Amateur-Bühne entgegen ihrer Tradition diesen Sommer gleich drei Theaterstücke auf die Bühne bringen. Diesen Plan haben Schynol und Co angesichts der steigenden Inzidenz-Zahlen aber auf Eis gelegt. So bleibt es bei immerhin zwei und damit doppelt so vielen Produktionen. Die hatten die Darsteller bereits für den Sommer 2020 in Angriff genommen, dann aber wegen der Corona-Schutzverordnung auf Eis gelegt: „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“, erzählt von der deutschen Dichterin Mascha Kaléko und ihrer Poesie und in „Tinnef“ suchen sechs Frauen mit Agoraphobie (Angst vor öffentlichen Plätzen) den Weg zurück ins Leben. „Mit Tinnef waren wir schon sehr weit. Das hatten wir sogar auf der Bühne schon durchgestellt“, berichtet Schynol. Zu Kaléko gab es etliche Textproben. Es gibt einen guten Grund, warum sich die Tucholsky-Bühne so ins Zeug legt: Der Verein wird im September 25 Jahre alt.

Rund um die Theaterstücke bietet die Freiluftbühne in der ehemaligen Bahnhofs-Festung ein breites Programm, gewohnt und doch mit leicht anderen Akzenten mit viel Musik, Kunst, Kabarett, Andachten und Führungen.

Zum 1. Mai soll das Programm mit einer Feier zum Jahrestag des Pfades der Menschenrechte starten, weil die große Eröffnungsfeier im vergangenen Jahr – ebenfalls im Fort A geplant– nicht stattfinden konnte. „FortFührung“ nennt sich ein neues Format, in dem Vereinsmitglieder durch das Fort A führen. Am 29. Mai ist der Jazz Club mit einem Konzert zu Gast.

So richtig Fahrt nimmt das Programm im Juni auf. Am 6. Juni soll, wenn möglich mit einer Vernissage, eine Comic-Ausstellung eröffnet werden. Für „die neunte Kunst“ hat der in Minden geborene und in Amsterdam lebende Rollenspiel-Illustrator Klaus Scherwinski ein Kollektiv aus Künstlern aus NRW zusammengestellt. Sie sollen ihre Werke im Fort A präsentieren, aber auch online, und einen Workshop für Kinder anbieten. Einen Tag später feiert dann das Kaléko-Programm „Zur Heimat erkor ich mir die Liebe“ Premiere.

Unter den Künstlern, denen der Verein eine Bühne bietet, sind bekannte und neue Namen: Der Kabarettist Bernd Gieseking gestaltet zwei Abende, die CCR Revival Band ist dabei, das Duo „Storch & Storch“. Dem Hamburger Musiker Jon Flemming Olsen, bekannt als Imbisswirt Ingo aus der TV-Serie „Dittsche“ und als Gründer der Country-Band Texas Lightning, hat es im Fort vor zwei Jahren so gut gefallen, dass er wiederkommt. Der Bläserkreis St. Martini gibt sein Debüt im Fort A und beschert dem Ort das erste Klassik-Konzert. Zum ersten Mal ist auch der Kabarettist und Autor Frank Goosen aus Bochum zu Gast.

„Faltenrock“ ist der originelle Titel einer Ü60-Tanz-Veranstaltung mit Live-Musik der Cliff Rock’n’Roll Band – eine Kooperation mit dem Quartiersmanager. Auf dem musikalischen Programm stehen außerdem Tone Fish, Crossroads, der Muckertreff, True Collins, Kilkenny, die Jazzband Fré, und die Feuerwehrkapelle Minden.

Der Freiluft-Gottesdienst „FortAmen“ ist bereits Tradition. Im August gestaltet die Jüdische Kultusgemeinde Minden zum ersten Mal zwischen den preußischen Festungsmauern eine Feier zum Empfang des Schabbat.

Das alles steht selbstverständlich unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung der Corona-Pandemie Veranstaltungen zulässt. Ein Hygiene-Konzept mit Datenerfassung, Abstand und Desinfektionsspendern hatte die Tucholsky-Bühne bereits im vergangenen Jahr entwickelt.

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