Hoffen auf Millionen-Förderung: Kreis teilt sich für „Leader"-Bewerbung in zwei Regionen auf Sebastian Radermacher Minden. Das EU-Förderprojekt „Leader“ zur Stärkung und Entwicklung des ländlichen Raumes geht in die nächste Runde. Und der Kreis Minden-Lübbecke hofft, für die Jahre 2023 bis 2027 mehrere Millionen Euro an Zuschüssen zu erhalten. Dr. Pia Steffenhagen-Koch aus dem Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung gab der Politik im jüngsten Fachausschuss einen Überblick über das Bewerbungsverfahren. Für die Förderperiode 2023 bis 2027 schreibt das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz das EU-Programm aus. Regionen, die Mittel abgreifen möchten, müssen bis November dieses Jahres ihr Interesse bekunden und bis März ein Bewerbungskonzept einreichen. Die Qualifizierung der Leader-Regionen erfolgt in einem Wettbewerb: Ein unabhängiges Gremium mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden soll im Sommer 2022 entscheiden, welche Entwicklungsstrategien den Zuschlag erhalten. Die ausgewählten Leader-Regionen dürfen sich – je nach Größe – über bis zu drei Millionen Euro an Fördermitteln freuen. Bewerben können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern. Wie Steffenhagen-Koch erklärte, habe das Ministerium darauf hingewiesen, dass der Mühlenkreis mit der bisherigen Gebietskulisse – also das gesamte Kreisgebiet ohne die Kernstädte – in der nächsten Förderperiode wenig Erfolgsaussichten haben werde. Vor diesem Hintergrund soll der Kreis aufgeteilt werden: zum einen in die Region „Weserland“ mit den Städten Petershagen, Porta Westfalica, Minden und Bad Oeynhausen (ohne die Kernstadtbereiche), zum anderen in die Region „Aueland“ mit Hille, Lübbecke, Pr. Oldendorf, Hüllhorst, Espelkamp, Rahden und Stemwede. Für beide Bereiche erarbeitet der Kreis jeweils ein Bewerbungskonzept. Die Bezeichnungen der Regionen sind Arbeitstitel und könnten sich noch ändern. Sowohl die Bürgermeisterkonferenz als auch der Vorstand des Bündnisses ländlicher Raum im Mühlenkreis hätten dieser Überlegung bereits zugestimmt, berichtete Steffenhagen-Koch. Und der Kreis sieht gute Chancen in dem Bewerbungsverfahren: Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass man den Zuschlag für beide Regionen bekommen könne, sagte Steffenhagen-Koch optimistisch. Minden-Lübbecke werde mit seinen beiden Bereichen aller Voraussicht nach in die mittlere Kategorie (80.000 bis 120.000 Einwohner) eingruppiert. 2,7 Millionen Euro an Fördermitteln sind dort pro Region möglich. Ab Oktober will das Bündnis, unterstützt durch ein externes Fachbüro, die beiden Bewerbungskonzepte für den Mühlenkreis auf den Weg bringen. Was der Verwaltung dabei wichtig ist: Die Menschen und Akteure vor Ort sollen unbedingt in den Prozess einbezogen werden. Deshalb seien mehrere Veranstaltungen und Workshops geplant, um konkrete Ideen und Projekte zu skizzieren. Der Auftakt in dem Bewerbungsprozess findet am 2. November im Bürgerhaus Espelkamp sowie am 3. November in der Kulturhalle in Porta Westfalica-Neesen statt. In den nächsten Wochen sollen Einladungen an die verschiedenen Akteure in den Kommunen verschickt werden, kündigte Pia Steffenhagen-Koch an.

Hoffen auf Millionen-Förderung: Kreis teilt sich für „Leader"-Bewerbung in zwei Regionen auf

Der Kreis Minden-Lübbecke wird sich beim Leader-Projekt um Fördermittel bemühen. MT-Archivfoto: Lieske © Lieske Thomas

Minden. Das EU-Förderprojekt „Leader“ zur Stärkung und Entwicklung des ländlichen Raumes geht in die nächste Runde. Und der Kreis Minden-Lübbecke hofft, für die Jahre 2023 bis 2027 mehrere Millionen Euro an Zuschüssen zu erhalten. Dr. Pia Steffenhagen-Koch aus dem Amt für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung gab der Politik im jüngsten Fachausschuss einen Überblick über das Bewerbungsverfahren.

Für die Förderperiode 2023 bis 2027 schreibt das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz das EU-Programm aus. Regionen, die Mittel abgreifen möchten, müssen bis November dieses Jahres ihr Interesse bekunden und bis März ein Bewerbungskonzept einreichen. Die Qualifizierung der Leader-Regionen erfolgt in einem Wettbewerb: Ein unabhängiges Gremium mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Verbänden soll im Sommer 2022 entscheiden, welche Entwicklungsstrategien den Zuschlag erhalten.

Die ausgewählten Leader-Regionen dürfen sich – je nach Größe – über bis zu drei Millionen Euro an Fördermitteln freuen. Bewerben können sich regionale übergemeindliche Zusammenschlüsse in ländlich strukturierten Gebieten mit 40.000 bis 150.000 Einwohnern.

Malina Reckordt

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Wie Steffenhagen-Koch erklärte, habe das Ministerium darauf hingewiesen, dass der Mühlenkreis mit der bisherigen Gebietskulisse – also das gesamte Kreisgebiet ohne die Kernstädte – in der nächsten Förderperiode wenig Erfolgsaussichten haben werde. Vor diesem Hintergrund soll der Kreis aufgeteilt werden: zum einen in die Region „Weserland“ mit den Städten Petershagen, Porta Westfalica, Minden und Bad Oeynhausen (ohne die Kernstadtbereiche), zum anderen in die Region „Aueland“ mit Hille, Lübbecke, Pr. Oldendorf, Hüllhorst, Espelkamp, Rahden und Stemwede. Für beide Bereiche erarbeitet der Kreis jeweils ein Bewerbungskonzept. Die Bezeichnungen der Regionen sind Arbeitstitel und könnten sich noch ändern.

Sowohl die Bürgermeisterkonferenz als auch der Vorstand des Bündnisses ländlicher Raum im Mühlenkreis hätten dieser Überlegung bereits zugestimmt, berichtete Steffenhagen-Koch. Und der Kreis sieht gute Chancen in dem Bewerbungsverfahren: Die Wahrscheinlichkeit sei hoch, dass man den Zuschlag für beide Regionen bekommen könne, sagte Steffenhagen-Koch optimistisch. Minden-Lübbecke werde mit seinen beiden Bereichen aller Voraussicht nach in die mittlere Kategorie (80.000 bis 120.000 Einwohner) eingruppiert. 2,7 Millionen Euro an Fördermitteln sind dort pro Region möglich.

Ab Oktober will das Bündnis, unterstützt durch ein externes Fachbüro, die beiden Bewerbungskonzepte für den Mühlenkreis auf den Weg bringen. Was der Verwaltung dabei wichtig ist: Die Menschen und Akteure vor Ort sollen unbedingt in den Prozess einbezogen werden. Deshalb seien mehrere Veranstaltungen und Workshops geplant, um konkrete Ideen und Projekte zu skizzieren.

Der Auftakt in dem Bewerbungsprozess findet am 2. November im Bürgerhaus Espelkamp sowie am 3. November in der Kulturhalle in Porta Westfalica-Neesen statt. In den nächsten Wochen sollen Einladungen an die verschiedenen Akteure in den Kommunen verschickt werden, kündigte Pia Steffenhagen-Koch an.

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