Hochschule für Kirchenmusik umziehen: „Minden verarmt kulturell“ Minden (mt/och). Die Leitung der Evangelischen Kirche von Westfalen überlegt, die Hochschule für Kirchenmusik in Herford zu schließen. Zusammen mit dem kirchenmusikalischen Pop-Studiengang in Witten soll sie nach Bochum verlagert werden. Darüber unterrichtete Martinikantor Dr. Ulf Wellner auf Antrag der MI-Fraktion am Montag den Kulturausschuss der Stadt Minden. Wellner, der auch als Dozent für Musikgeschichte in Herford tätig ist, zeigte den Kulturpolitikern zahlreiche Berührungspunkte zwischen Minden und den Kirchenmusikern auf. Er nannte die Orgeltage, Orgelworkshops, die Reihe der Orgelmusik zur Marktzeit sowie Kirchenkonzerte, in denen Studierende und Absolventen aus Herford mitwirken. Einige Absolventen seien in Minden im Schuldienst tätig. Ein Umzug der Hochschule nach Bochum würde eine „kulturelle Verarmung“ für Minden bedeuten, sagte Wellner. Herford sei eine der größten Ausbildungsstätten für Kirchenmusik in Deutschland, der Studiengang habe sich in 72 Jahren internationales Renommee erkämpft, was sich darin ausdrücke, dass junge Musiker aus Brasilien, Asien und dem europäischen Ausland dort studieren. Aktuell 60 Studierenden in Herford stünden weniger als 25 in Witten gegenüber, wo seit vier Jahren ausgebildet werde. Eine der Herforder Absolventinnen ist Marienkantorin Anna Somogyi und auch die Konzert-Reihe in der Margarethenkapelle wird in Kooperation mit Herford und der Musikhochschule in Detmold realisiert. Der Kulturausschuss verabschiedete einstimmig einen Appell an die Kirchenleitung, den etablierten Standort in Herford zu erhalten.

Hochschule für Kirchenmusik umziehen: „Minden verarmt kulturell“

Mindener Orgel Martinikriche © Jan Henning Rogge

Minden (mt/och). Die Leitung der Evangelischen Kirche von Westfalen überlegt, die Hochschule für Kirchenmusik in Herford zu schließen. Zusammen mit dem kirchenmusikalischen Pop-Studiengang in Witten soll sie nach Bochum verlagert werden. Darüber unterrichtete Martinikantor Dr. Ulf Wellner auf Antrag der MI-Fraktion am Montag den Kulturausschuss der Stadt Minden.

Wellner, der auch als Dozent für Musikgeschichte in Herford tätig ist, zeigte den Kulturpolitikern zahlreiche Berührungspunkte zwischen Minden und den Kirchenmusikern auf. Er nannte die Orgeltage, Orgelworkshops, die Reihe der Orgelmusik zur Marktzeit sowie Kirchenkonzerte, in denen Studierende und Absolventen aus Herford mitwirken. Einige Absolventen seien in Minden im Schuldienst tätig. Ein Umzug der Hochschule nach Bochum würde eine „kulturelle Verarmung“ für Minden bedeuten, sagte Wellner. Herford sei eine der größten Ausbildungsstätten für Kirchenmusik in Deutschland, der Studiengang habe sich in 72 Jahren internationales Renommee erkämpft, was sich darin ausdrücke, dass junge Musiker aus Brasilien, Asien und dem europäischen Ausland dort studieren. Aktuell 60 Studierenden in Herford stünden weniger als 25 in Witten gegenüber, wo seit vier Jahren ausgebildet werde.

Eine der Herforder Absolventinnen ist Marienkantorin Anna Somogyi und auch die Konzert-Reihe in der Margarethenkapelle wird in Kooperation mit Herford und der Musikhochschule in Detmold realisiert.


Der Kulturausschuss verabschiedete einstimmig einen Appell an die Kirchenleitung, den etablierten Standort in Herford zu erhalten.

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