Studieren Hebamme mit Master Ausbildungsberufe werden akademisiert Bochum (dpa). Vier Jahre dauert das Hebammenstudium. "Jede Studentin muss zur staatlichen Prüfung für die Berufszulassung eine Geburt begleiten", sagt Prof. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit. In diesem Punkt ähnelt die Ausbildung der an einer Fachschule. Doch es gibt Unterschiede.Seit einigen Jahren werden Hebammen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden oder Krankenpfleger nicht nur an Fach-, sondern auch an Hochschulen ausgebildet. Die Absolventen schließen mit dem Bachelor oder Master ab. Gleichzeitig bekommen sie die Berufszulassung.Zwar lernen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten - ihre Arbeit soll aber in erster Linie am Patienten sein. Die Hochschulausbildung soll die bisherige Ausbildung nicht ablösen. Eine gute Fachschule vermittele Wissen auf dem aktuellen Stand. Dann wüssten die Schüler, wie sie einen Patienten bestmöglich versorgen, sagt Prof. Friedrichs. In den Studiengängen geht die Ausbildung einen Schritt weiter. Die Absolventen seien in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.Während Studiengänge wie Gesundheitsmanagement oder -ökonomie bereits lange an Hochschulen gelehrt werden, ist die Akademisierung der klassischen Ausbildungsberufe eine Sache der vergangenen Jahre. "Bislang haben wir einen Akademikeranteil von 2,3 Prozent in der Physiotherapie", sagt Andrea Heinks, Expertin für Studium und Ausbildung im Deutschen Verband für Physiotherapie in Köln.Für die Studierenden hat die Akademisierung vor allem einen praktischen Vorteil: "Mit einem Studium wird der Anschluss an das Ausbildungsniveau im europäischen Ausland geschafft", sagt Sandra Teuffel, Sprecherin der Alice-Salomon-Hochschule.
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Hebamme mit Master

Hebammen werden auch an Unis ausgebildet. - © Foto: dpa
Hebammen werden auch an Unis ausgebildet. - © Foto: dpa

Bochum (dpa). Vier Jahre dauert das Hebammenstudium. "Jede Studentin muss zur staatlichen Prüfung für die Berufszulassung eine Geburt begleiten", sagt Prof. Anne Friedrichs, Präsidentin der Hochschule für Gesundheit. In diesem Punkt ähnelt die Ausbildung der an einer Fachschule. Doch es gibt Unterschiede.

Seit einigen Jahren werden Hebammen, Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden oder Krankenpfleger nicht nur an Fach-, sondern auch an Hochschulen ausgebildet. Die Absolventen schließen mit dem Bachelor oder Master ab. Gleichzeitig bekommen sie die Berufszulassung.

Zwar lernen die Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten - ihre Arbeit soll aber in erster Linie am Patienten sein. Die Hochschulausbildung soll die bisherige Ausbildung nicht ablösen. Eine gute Fachschule vermittele Wissen auf dem aktuellen Stand. Dann wüssten die Schüler, wie sie einen Patienten bestmöglich versorgen, sagt Prof. Friedrichs. In den Studiengängen geht die Ausbildung einen Schritt weiter. Die Absolventen seien in der Lage, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Praxis nutzbar zu machen.

Während Studiengänge wie Gesundheitsmanagement oder -ökonomie bereits lange an Hochschulen gelehrt werden, ist die Akademisierung der klassischen Ausbildungsberufe eine Sache der vergangenen Jahre. "Bislang haben wir einen Akademikeranteil von 2,3 Prozent in der Physiotherapie", sagt Andrea Heinks, Expertin für Studium und Ausbildung im Deutschen Verband für Physiotherapie in Köln.

Für die Studierenden hat die Akademisierung vor allem einen praktischen Vorteil: "Mit einem Studium wird der Anschluss an das Ausbildungsniveau im europäischen Ausland geschafft", sagt Sandra Teuffel, Sprecherin der Alice-Salomon-Hochschule.

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