Gymnasium Petershagen: Schüler greifen Virus fantasievoll an Anja Peper Petershagen. Was Corona so tückisch macht: Das Virus könnte praktisch überall und nirgends sein. Viele bemerken nichts, sind aber ansteckend. Da kann man sich schon mal hilflos fühlen. Die Klasse 6e am Gymnasium Petershagen ist jetzt zum Gegenangriff übergegangen – zumindest in der Fantasie. Die Schüler haben sich bunte Stifte geschnappt und haben dem Virus den Kampf angesagt. Dabei konnten sie ihre Fantasie voll ausleben: Die Schüler haben die Viren in ihren Bildern aufgespießt, im Backofen erhitzt, eingesperrt, mit Spray bearbeitet und so weiter. Zitat einer Schülerin: „ Es hat richtig gut getan, die Viren aufzuspießen!“ Auch was real nicht möglich ist, kann man in der Fantasie einmal durchspielen. Wer einfach mal so tut als ob, hebt damit die Grenzen ein Stück weit auf. „Sich wehren gegen die schädlichen Covid 19-Viren“, war das vorgegebene Thema, an dem sich die Schüler austoben konnten. „Es sollte kein Hygienekonzept illustriert werden, sondern unsichtbare Viren sollten sichtbar gemacht und abgewehrt werden“, beschreibt Kunstlehrer Hans Luckfiel die Idee hinter der Aktion. Er hat festgestellt: „Die Kinder der sechsten Klasse sind größtenteils gut über die aktuelle Corona-Lage informiert.“ Sorgen und Ängste haben gerade viele Menschen, denn so eine Situation gab es noch nie. „Die Kinder machen sich überwiegend nicht um sich selber Sorgen, sondern um die älteren Familienmitglieder, in den meisten Fällen Oma und Opa.“ Wer über 60 Jahre alt ist, zählt zur Corona-Risikogruppe. So geht die Schülerin Charlotte Kleimann in der Fantasie mit einem Virenspray auf die Erreger los. Justus Schillack verfrachtet sie in einen Backofen. Nelia Koepsel verfrachtet sie in einem Käfig, Merle Aumann ersäuft sie zusätzlich im Wasser. „Die Handlungsunfähigkeit wird in der Fantasie aufgehoben“, sagt Kunstlehrer Hans Luckfiel. Er hat den Eindruck, dass es vielen Schülern Spaß gemacht hat, dem Virus einmal fantasievoll den Garaus zu machen. Auch in der Schule ist die Krise mittlerweile der neue Normalzustand. „Die Schüler achten selbst darauf, dass regelmäßig gelüftet wird“, sagt der Lehrer. An die offenen Fenster hätten sich die Schüler gewöhnt.

Gymnasium Petershagen: Schüler greifen Virus fantasievoll an

In der Fantasie setzt die Sechstklässlerin Charlotte Kleimann der Attacke der fiesen Coronaviren ein Anti-Covid19-Spray entgegen. Zeichnung: privat/Charlotte Kleimann © pr

Petershagen. Was Corona so tückisch macht: Das Virus könnte praktisch überall und nirgends sein. Viele bemerken nichts, sind aber ansteckend. Da kann man sich schon mal hilflos fühlen. Die Klasse 6e am Gymnasium Petershagen ist jetzt zum Gegenangriff übergegangen – zumindest in der Fantasie. Die Schüler haben sich bunte Stifte geschnappt und haben dem Virus den Kampf angesagt. Dabei konnten sie ihre Fantasie voll ausleben: Die Schüler haben die Viren in ihren Bildern aufgespießt, im Backofen erhitzt, eingesperrt, mit Spray bearbeitet und so weiter.

Zitat einer Schülerin: „ Es hat richtig gut getan, die Viren aufzuspießen!“ Auch was real nicht möglich ist, kann man in der Fantasie einmal durchspielen. Wer einfach mal so tut als ob, hebt damit die Grenzen ein Stück weit auf. „Sich wehren gegen die schädlichen Covid 19-Viren“, war das vorgegebene Thema, an dem sich die Schüler austoben konnten. „Es sollte kein Hygienekonzept illustriert werden, sondern unsichtbare Viren sollten sichtbar gemacht und abgewehrt werden“, beschreibt Kunstlehrer Hans Luckfiel die Idee hinter der Aktion.

Er hat festgestellt: „Die Kinder der sechsten Klasse sind größtenteils gut über die aktuelle Corona-Lage informiert.“ Sorgen und Ängste haben gerade viele Menschen, denn so eine Situation gab es noch nie. „Die Kinder machen sich überwiegend nicht um sich selber Sorgen, sondern um die älteren Familienmitglieder, in den meisten Fällen Oma und Opa.“ Wer über 60 Jahre alt ist, zählt zur Corona-Risikogruppe.

So geht die Schülerin Charlotte Kleimann in der Fantasie mit einem Virenspray auf die Erreger los. Justus Schillack verfrachtet sie in einen Backofen. Nelia Koepsel verfrachtet sie in einem Käfig, Merle Aumann ersäuft sie zusätzlich im Wasser. „Die Handlungsunfähigkeit wird in der Fantasie aufgehoben“, sagt Kunstlehrer Hans Luckfiel. Er hat den Eindruck, dass es vielen Schülern Spaß gemacht hat, dem Virus einmal fantasievoll den Garaus zu machen.

Auch in der Schule ist die Krise mittlerweile der neue Normalzustand. „Die Schüler achten selbst darauf, dass regelmäßig gelüftet wird“, sagt der Lehrer. An die offenen Fenster hätten sich die Schüler gewöhnt.

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