"Grüner Zucker": Mindenerin zeigt auf ihrem Blog, wie einfach vegane Ernährung geht Patrick Schwemling Minden. „Ich will inspirieren und Menschen keinesfalls missionieren", sagt Marleen Friedrichs. Die 27-jährige Mindenerin hat sich zunächst nur vegetarisch ernährt, seit fünf Jahren sogar ausschließlich vegan. Im vergangenen Juli hat die Ernährungswissenschaftlerin dann den Foodblog „Grüner Zucker" ins Leben gerufen. In dem stellt sie jeden Donnerstag ein neues veganes Rezept vor, das sich zwischen „Grünzeug" und „Zuckerkram" bewegt – und so den Grundstein für den Namen ihres Blogs gelegt hat. „Es geht in erster Linie darum, Spaß an vollwertigen, pflanzlichen, möglichst regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu haben", erklärt die gebürtige Petershägerin, warum sie sich dazu entschieden hat, ihre Gerichte mit der Öffentlichkeit zu teilen. Sie selbst hat bereits mit elf Jahren aus ethischen Gründe auf eine vegetarische Ernährung umgestellt: „Ich habe zu diesem Zeitpunkt beschlossen, dass für meinen Genuss kein Tier mehr sterben soll." Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram anEin Beitrag geteilt von Marleen Friedrichs (@gruenerzucker) Durch ihr Ökotrophologie-Studium hat sie ihre Ernährung immer mehr hinterfragt. „So bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich für meine Werte einen Schritt weiter gehen möchte", sagt Friedrichs, die aktuell über Umwege im Social Media Bereich arbeitet. „Nebenberuflich bin ich allerdings noch in der Ernährungsbildung tätig und gebe Seminare." Und dann ist da ja noch ihr Blog, in den die 27-Jährige nicht nur sehr viel Herzblut, sondern auch viel Zeit investiert. „Ich veröffentliche jeden Donnerstag ein neues Rezept. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber das Thema ist irgendwie unendlich und ich bin mir sicher, dass ich das in dem Takt ewig machen kann", sagt Friedrichs, der man selbst im Video-Interview anmerkt, wie viel Spaß sie an ihrem Hobby, an ihrer Lebenseinstellung hat. Dabei ist ihr eine Sache ganz wichtig: „Ich will nicht das Klischee erfüllen, dass alles nur vegan, vegan und nochmals vegan sein muss." Zwar veröffentlicht sie nur vegane Rezepte auf dem Blog, das Thema soll dabei aber eigentlich gar nicht im Vordergrund stehen. „Ich denke, dass sich eigentlich jeder inspirieren lassen kann", findet sie und will mit den Rezepten vor allem zum Genießen einladen. Inzwischen finden sich bereits 46 Gerichte in den unterschiedlichsten Kategorien auf ihrem Blog wieder. Beispiele gefällig? „Buntes Gemüse-Curry mit Buchweizen", „Veganer Brotaufstrich nach Mett-Art" oder „Veganer Kaiserschmarrn mit Apfelmark" finden sich dort wieder. Jedes Gericht wird in die passende Kategorie wie zum Beispiel Hauptgerichte, Frühstück, Brotzeit, Backen, Basics, Weihnachten und Selbstgemacht einsortiert, die Zutaten aufgelistet und jeder Zubereitungsschritt leicht verständlich erklärt. Dazu gibt es immer mehrere Fotos, die perfekt abgestimmt sind und hochprofessionell aussehen. „Dabei bin ich im Vergleich zu anderen Blogs gar nicht so professionell aufgestellt", sagt die Mindenerin. Beispielsweise nutzt sie für ihre Fotos nur eine kleine Kompaktkamera bei Tageslicht anstatt mit einer teuren Spiegelreflexkamera und technischen Hilfsmitteln wie Ringlichtern die Bilder in Szene zu setzen. Damit ihr Blog allerdings so schön aussieht, wie er aussieht, hat sie einen Webentwickler für die Umsetzung engagiert und sich in viele Themen eingearbeitet. „Es steckt tatsächlich mehr dahinter als man denkt", sagt Friedrichs und spielt damit beispielsweise auf die richtigen Schlagwörter an, damit ihr Blog auch in Suchmaschinen besser gefunden wird. Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram anEin Beitrag geteilt von Marleen Friedrichs (@gruenerzucker) Ein ganz wichtiges Instrument ist außerdem das soziale Netzwerk „Instagram", in dem sie die Fotos ihrer Gerichte zeigt, aber auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Da sieht man die Mindenerin bei der Zubereitung, aber auch im Alltag. Auch die Online-Pinnwand „Pinterest" sorgt dafür, dass viele Menschen ihren Blog aufrufen – 150 pro Tag sind es derzeit. In der Weihnachtszeit waren es sogar bis zu 400. „Da hatte ich Rezepte vom Plätzchenbacken online und das war zu dem Zeitpunkt extrem gefragt."Gesponsert, etwa von Lebensmittelmarken, wird die Mindenerin übrigens nicht. „Ich schließe das nicht aus, aber werde immer meine Werte voranstellen. Wenn es zum Beispiel weder fair noch bio ist, würde ich es nicht machen. Die Verpackung spielt auch mit rein. Ich glaube ich hätte viele Kriterien", sagt Friedrichs, die Lust hätte zum Beispiel vegane Rezepte für Marken und Firmen zu entwickeln. Damit inspiriert sie derzeit nämlich nicht nur Fremde, Freunde und Bekannte, sondern auch die eigene Familie. „Selbst meine Oma und meine Eltern backen jetzt vegane Kuchen", sagt die 27-Jährige stolz und freut sich: „Es ist so süß, dass selbst sie sich da reingefuchst haben und so viel Mühe geben." Sie selbst erwarte das gar nicht, und bringt meist vegane Gerichte mit: „Das ist auch ein guter Tipp, wenn man beginnt sich so zu ernähren. Auf Familienfeiern ist es so für alle einfacher, sich auf ein veganes Gericht einzustellen."

"Grüner Zucker": Mindenerin zeigt auf ihrem Blog, wie einfach vegane Ernährung geht

Minden. „Ich will inspirieren und Menschen keinesfalls missionieren", sagt Marleen Friedrichs. Die 27-jährige Mindenerin hat sich zunächst nur vegetarisch ernährt, seit fünf Jahren sogar ausschließlich vegan. Im vergangenen Juli hat die Ernährungswissenschaftlerin dann den Foodblog „Grüner Zucker" ins Leben gerufen. In dem stellt sie jeden Donnerstag ein neues veganes Rezept vor, das sich zwischen „Grünzeug" und „Zuckerkram" bewegt – und so den Grundstein für den Namen ihres Blogs gelegt hat.

Marleen Friedrichs legt Wert auf regionale und saisonale Lebensmittel. Ihre Rezepte veröffentlicht sie wöchentlich auf ihrem Foodblog. Foto: - © pr
Marleen Friedrichs legt Wert auf regionale und saisonale Lebensmittel. Ihre Rezepte veröffentlicht sie wöchentlich auf ihrem Foodblog. Foto: - © pr

„Es geht in erster Linie darum, Spaß an vollwertigen, pflanzlichen, möglichst regionalen und saisonalen Lebensmitteln zu haben", erklärt die gebürtige Petershägerin, warum sie sich dazu entschieden hat, ihre Gerichte mit der Öffentlichkeit zu teilen. Sie selbst hat bereits mit elf Jahren aus ethischen Gründe auf eine vegetarische Ernährung umgestellt: „Ich habe zu diesem Zeitpunkt beschlossen, dass für meinen Genuss kein Tier mehr sterben soll."

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Durch ihr Ökotrophologie-Studium hat sie ihre Ernährung immer mehr hinterfragt. „So bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich für meine Werte einen Schritt weiter gehen möchte", sagt Friedrichs, die aktuell über Umwege im Social Media Bereich arbeitet. „Nebenberuflich bin ich allerdings noch in der Ernährungsbildung tätig und gebe Seminare."


Und dann ist da ja noch ihr Blog, in den die 27-Jährige nicht nur sehr viel Herzblut, sondern auch viel Zeit investiert. „Ich veröffentliche jeden Donnerstag ein neues Rezept. Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber das Thema ist irgendwie unendlich und ich bin mir sicher, dass ich das in dem Takt ewig machen kann", sagt Friedrichs, der man selbst im Video-Interview anmerkt, wie viel Spaß sie an ihrem Hobby, an ihrer Lebenseinstellung hat.

Dabei ist ihr eine Sache ganz wichtig: „Ich will nicht das Klischee erfüllen, dass alles nur vegan, vegan und nochmals vegan sein muss." Zwar veröffentlicht sie nur vegane Rezepte auf dem Blog, das Thema soll dabei aber eigentlich gar nicht im Vordergrund stehen. „Ich denke, dass sich eigentlich jeder inspirieren lassen kann", findet sie und will mit den Rezepten vor allem zum Genießen einladen.

Das Rote Linsen-Kokos-Dal ist eines von Marleens absoluten Lieblingsgerichten und passt perfekt in die aktuelle Jahreszeit. Foto: - © pr
Das Rote Linsen-Kokos-Dal ist eines von Marleens absoluten Lieblingsgerichten und passt perfekt in die aktuelle Jahreszeit. Foto: - © pr

Inzwischen finden sich bereits 46 Gerichte in den unterschiedlichsten Kategorien auf ihrem Blog wieder. Beispiele gefällig? „Buntes Gemüse-Curry mit Buchweizen", „Veganer Brotaufstrich nach Mett-Art" oder „Veganer Kaiserschmarrn mit Apfelmark" finden sich dort wieder. Jedes Gericht wird in die passende Kategorie wie zum Beispiel Hauptgerichte, Frühstück, Brotzeit, Backen, Basics, Weihnachten und Selbstgemacht einsortiert, die Zutaten aufgelistet und jeder Zubereitungsschritt leicht verständlich erklärt. Dazu gibt es immer mehrere Fotos, die perfekt abgestimmt sind und hochprofessionell aussehen.

„Dabei bin ich im Vergleich zu anderen Blogs gar nicht so professionell aufgestellt", sagt die Mindenerin. Beispielsweise nutzt sie für ihre Fotos nur eine kleine Kompaktkamera bei Tageslicht anstatt mit einer teuren Spiegelreflexkamera und technischen Hilfsmitteln wie Ringlichtern die Bilder in Szene zu setzen. Damit ihr Blog allerdings so schön aussieht, wie er aussieht, hat sie einen Webentwickler für die Umsetzung engagiert und sich in viele Themen eingearbeitet. „Es steckt tatsächlich mehr dahinter als man denkt", sagt Friedrichs und spielt damit beispielsweise auf die richtigen Schlagwörter an, damit ihr Blog auch in Suchmaschinen besser gefunden wird.

Empfohlener redaktioneller Inhalt


Wir bieten an dieser Stelle weitere externe Informationen zu dem Artikel an. Mit einem Klick können Sie sich diese anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

Externe Inhalte

Wenn Sie sich externe Inhalte anzeigen lassen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass möglicherweise personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.


Ein ganz wichtiges Instrument ist außerdem das soziale Netzwerk „Instagram", in dem sie die Fotos ihrer Gerichte zeigt, aber auch einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht. Da sieht man die Mindenerin bei der Zubereitung, aber auch im Alltag. Auch die Online-Pinnwand „Pinterest" sorgt dafür, dass viele Menschen ihren Blog aufrufen – 150 pro Tag sind es derzeit. In der Weihnachtszeit waren es sogar bis zu 400. „Da hatte ich Rezepte vom Plätzchenbacken online und das war zu dem Zeitpunkt extrem gefragt."Gesponsert, etwa von Lebensmittelmarken, wird die Mindenerin übrigens nicht. „Ich schließe das nicht aus, aber werde immer meine Werte voranstellen. Wenn es zum Beispiel weder fair noch bio ist, würde ich es nicht machen. Die Verpackung spielt auch mit rein. Ich glaube ich hätte viele Kriterien", sagt Friedrichs, die Lust hätte zum Beispiel vegane Rezepte für Marken und Firmen zu entwickeln.
In vielen Gerichten auf dem Foodblog gruenerzucker.com taucht auch ein Kürbis auf. Foto: - © pr
In vielen Gerichten auf dem Foodblog gruenerzucker.com taucht auch ein Kürbis auf. Foto: - © pr

Damit inspiriert sie derzeit nämlich nicht nur Fremde, Freunde und Bekannte, sondern auch die eigene Familie. „Selbst meine Oma und meine Eltern backen jetzt vegane Kuchen", sagt die 27-Jährige stolz und freut sich: „Es ist so süß, dass selbst sie sich da reingefuchst haben und so viel Mühe geben." Sie selbst erwarte das gar nicht, und bringt meist vegane Gerichte mit: „Das ist auch ein guter Tipp, wenn man beginnt sich so zu ernähren. Auf Familienfeiern ist es so für alle einfacher, sich auf ein veganes Gericht einzustellen."

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Minden