Vorbereitung auf Großschadenslage: Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Follmann-Chemie Minden (mt/mre). Die Feuerwehr Minden und der Kreis Minden-Lübbecke proben heute ab 10.15 Uhr in Zusammenarbeit mit zahlreichen Hilfsorganisationen, den Mühlenkreiskliniken und dem Unternehmen Follmann Chemie am Standort im Mindener Industriehafen mit einer Großübung den Ernstfall. „Wenn Sie am Samstagvormittag im Stadtgebiet Minden zahlreiche Martinshörner hören und Blaulichter aufblitzen sehen, besteht kein Grund zur Beunruhigung“, so Bürgermeister Michael Jäcke, der die Übung vor Ort mitverfolgen wird. An diesem Vormittag proben die Feuerwehr Minden und die Katastrophenschutzeinheiten des Kreises den Ernstfall, um für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. „Um bestmöglich auf Großschadenslagen vorbereitet zu sein, ist es wichtig, dass die Einsatz- und Rettungskräfte der verschiedenen Institutionen und Organisationen gut zusammenarbeiten. Dafür sind solche Übungen wie am Samstag bei Follmann in Minden unerlässlich“, sagt Kreisdirektorin Cornelia Schöder als zuständige Dezernentin und gleichzeitig Leiterin des Krisenstabes. Simuliert werde ein Gefahrstoffaustritt mit einer großen Anzahl an Verletzten. Der konkrete Fall: Zwei Chemikalien sind bei einer Schulung im neuen Technikum zusammengeflossen und haben zu einer chemischen Reaktion sowie einer starken Rauchentwicklung geführt. Über 20 anwesende Personen sind verletzt. Es wird der sogenannte MANV (Massenanfall an Verletzten) ausgelöst. In diesem Fall werden durch die Kreisleitstelle neben der Feuerwehr und dem Rettungsdienst aus Minden eine Vielzahl weiterer Rettungsmittel anderer Kommunen und der Hilfsorganisationen alarmiert. Ziel der Übung ist es, schnellstmöglich die Menschenrettung und Erstversorgung der Verletzten vor Ort sicherzustellen. Die Verletzten müssen gesichtet und bis zum Transport in das nächste Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Betroffene oder panische Menschen müssen eventuell sogar seelsorgerisch betreut werden. Am Ende dürfen auch die ausgelaufenen Chemikalien keinen weiteren Schaden mehr anrichten. „Dieses alles bedarf einer enormen Koordination, die geübt werden muss“, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Minden, Dr. Sven Solyntjes, der die Organisation leitet. Erstmalig wird auch der Transport der Verletztendarsteller bis in das Johannes-Weßling Klinikum erfolgen, um auch hier die internen Planungen in einem MANV-Fall einem Stresstest zu unterziehen. Bis zu 200 Teilnehmer*innen von den übenden Einsatzkräften bis zu den Mimen der realistischen Unfalldarstellung werden erwartet. Die Planungen der Großübung laufen teilweise bereits seit dem Herbst 2021. „Schnell war klar, dass sich hier eine Gelegenheit für viele Synergien bietet“, so die Feuerwehr. Für die Feuerwehr Minden ist die Übung Teil der Vorbereitung auf die anstehenden Großkonzerte auf Kanzlers Weide. Der Kreis Minden-Lübbecke sowie die Mühlenkreiskliniken erproben die Konzepte für den MANV-Fall und die Firma Follmann Chemie testet das interne Krisenmanagement. Zudem werden die Ortskenntnisse der Feuerwehr für das neue Gebäude der Follmann-Chemie vertieft. „In so einer Lage müssen alle zusammenarbeiten“, sind sich alle Beteiligten einig.

Vorbereitung auf Großschadenslage: Übung von Feuerwehr und Rettungsdienst bei Follmann-Chemie

© MT-Foto: Doris Christoph

Minden (mt/mre). Die Feuerwehr Minden und der Kreis Minden-Lübbecke proben heute ab 10.15 Uhr in Zusammenarbeit mit zahlreichen Hilfsorganisationen, den Mühlenkreiskliniken und dem Unternehmen Follmann Chemie am Standort im Mindener Industriehafen mit einer Großübung den Ernstfall. „Wenn Sie am Samstagvormittag im Stadtgebiet Minden zahlreiche Martinshörner hören und Blaulichter aufblitzen sehen, besteht kein Grund zur Beunruhigung“, so Bürgermeister Michael Jäcke, der die Übung vor Ort mitverfolgen wird.

An diesem Vormittag proben die Feuerwehr Minden und die Katastrophenschutzeinheiten des Kreises den Ernstfall, um für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. „Um bestmöglich auf Großschadenslagen vorbereitet zu sein, ist es wichtig, dass die Einsatz- und Rettungskräfte der verschiedenen Institutionen und Organisationen gut zusammenarbeiten. Dafür sind solche Übungen wie am Samstag bei Follmann in Minden unerlässlich“, sagt Kreisdirektorin Cornelia Schöder als zuständige Dezernentin und gleichzeitig Leiterin des Krisenstabes.

Bei Follmann-Chemie läuft derzeit eine Großübung. - © MT-Foto: Doris Christoph
Bei Follmann-Chemie läuft derzeit eine Großübung. - © MT-Foto: Doris Christoph

Simuliert werde ein Gefahrstoffaustritt mit einer großen Anzahl an Verletzten. Der konkrete Fall: Zwei Chemikalien sind bei einer Schulung im neuen Technikum zusammengeflossen und haben zu einer chemischen Reaktion sowie einer starken Rauchentwicklung geführt. Über 20 anwesende Personen sind verletzt. Es wird der sogenannte MANV (Massenanfall an Verletzten) ausgelöst. In diesem Fall werden durch die Kreisleitstelle neben der Feuerwehr und dem Rettungsdienst aus Minden eine Vielzahl weiterer Rettungsmittel anderer Kommunen und der Hilfsorganisationen alarmiert.


Ziel der Übung ist es, schnellstmöglich die Menschenrettung und Erstversorgung der Verletzten vor Ort sicherzustellen. Die Verletzten müssen gesichtet und bis zum Transport in das nächste Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Betroffene oder panische Menschen müssen eventuell sogar seelsorgerisch betreut werden. Am Ende dürfen auch die ausgelaufenen Chemikalien keinen weiteren Schaden mehr anrichten. „Dieses alles bedarf einer enormen Koordination, die geübt werden muss“, so der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Minden, Dr. Sven Solyntjes, der die Organisation leitet. Erstmalig wird auch der Transport der Verletztendarsteller bis in das Johannes-Weßling Klinikum erfolgen, um auch hier die internen Planungen in einem MANV-Fall einem Stresstest zu unterziehen. Bis zu 200 Teilnehmer*innen von den übenden Einsatzkräften bis zu den Mimen der realistischen Unfalldarstellung werden erwartet.

Die Planungen der Großübung laufen teilweise bereits seit dem Herbst 2021. „Schnell war klar, dass sich hier eine Gelegenheit für viele Synergien bietet“, so die Feuerwehr. Für die Feuerwehr Minden ist die Übung Teil der Vorbereitung auf die anstehenden Großkonzerte auf Kanzlers Weide. Der Kreis Minden-Lübbecke sowie die Mühlenkreiskliniken erproben die Konzepte für den MANV-Fall und die Firma Follmann Chemie testet das interne Krisenmanagement. Zudem werden die Ortskenntnisse der Feuerwehr für das neue Gebäude der Follmann-Chemie vertieft. „In so einer Lage müssen alle zusammenarbeiten“, sind sich alle Beteiligten einig.

Copyright © Mindener Tageblatt 2022
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Mehr zum Thema